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Kurz mal von Zürich nach Zarpen

Zarpen Kurz mal von Zürich nach Zarpen

Die längste Anreise zum Treffen der Elektromobilisten hatte ein Lehrer aus der Schweiz.

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Auf der Wiese neben dem Ortszentrum hatten die Elektromobilisten ihre Fahrzeuge aufgereiht. Im Eckkrug nebenan hörten sie Fachvorträgen zu.

Quelle: Fotos: Uwe Krog

Zarpen. Still war es in Zarpen, obwohl der Ort weit mehr als hundert Elektroautos und entsprechend viele Fahrer jetzt am Sonnabend beherbergte. Nur der Kies knirschte, wenn einer nach dem anderen durch die Einfahrt auf die große Wiese neben der Ortsmitte rollte. Es war das bislang größte Treffen der norddeutschen E-Mobilisten, die im Internet-Forum „goingelectric“ ihre Erfahrungen mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen austauschen. Ein Lehrer aus Zürich hatte darüber von dem Treffen in Zarpen erfahren – und sich auf den Weg nach Stormarn gemacht.

LN-Bild

Die längste Anreise zum Treffen der Elektromobilisten hatte ein Lehrer aus der Schweiz.

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„Neun Stunden und 50 Minuten reine Fahrzeit habe ich gebraucht.“ Hinzu kamen zwei Stunden und 20 Minuten Ladezeit für den Tesla. Lehrer Peter Walser hat seit März, seitdem er die Luxuskarrosse sein eigen nennt, gut 55000 Kilometer zurückgelegt. „Ich suche jede Gelegenheit, um damit fahren zu können“, räumte er ein.

Diesmal nutzte er seinen freien Freitag für die lange Tour, bei der „mein Auto die Pausen mit plant“. Eben jene Zeit, in der er den Tesla an die Steckdose anschließen muss. Die Übersicht zu den entsprechenden „Tankstellen“ zeigt ihm der Bordcomputer. Und wenn die Energie in der Batterie mal knapp werde, „fahre ich einfach langsamer“, sagte der überzeugte Elektroautomobilist. „Dann komme ich weiter.“

So stand auf der Wiese von Bürgermeister Wolf-Friedrich Schöning, der an der Einfahrt gegenüber vom Zarpener Eckkrug vor geraumer Zeit eine Stromzapfsäule aufgestellt hat, ein großer Querschnitt der derzeit verfügbaren Elektrofahrzeuge. Von Opel über BMW, Volkswagen, Mitsubishi, Renault bis Kia.

Luca Matthies aus Hamburg präsentierte einen Nissan ENV-200, eine Mischung aus Reiseauto für Camper und Handwerkerfahrzeug. Aus Husum war Umweltmanager Gunnar Thöle „150 Kilometer am Stück“

angereist. In einem so genannten „Twike“, ein Fahrzeug nicht viel größer als ein Liegerad, ohne rundes Lenkrad und mit zusätzlichen Pedalen, „damit einem im Winter nicht zu kalt wird“, wie der Fahrer erläuterte.

Von den Gastgebern hatte Olaf Jendrasiak seinen Renault-Zoe in die Reihe gleicher Typen gestellt. Der Zarpener, der die Veranstaltung durch seine verwandtschaftlichen Beziehungen zum Hamburger Mitorganisator Dirk Asmus nach Nordstormarn geholt hatte, lebt gewissermaßen die Idee der benzinfreien Mobilität. Die Energie für sein Auto holt er sich aus der Solaranlage auf dem eigenen Dach, so dass er derzeit ohne zusätzliche Kosten vorankommt. In zehn Jahren, glaubt er, hätten sich die Kosten fürs Auto und das Solardach amortisiert.

Wie er denken viele, die den Weg nach Zarpen unternommen hatten. Sie fahren „mit Strom gegen den Strom“, wie die Organisatoren von „goingelectric“ griffig formuliert haben. Es gebe keinen Weg zurück aus der elektrischen Mobilität, weiß Elektromobilist Asmus. Und : „Die fossilen Zeiten sind eben vorbei“, sagt Elektromobilist Jendrasiak. In Zarpen haben sie deren Ende schon eingeleitet.

Kein E-Mobilitätschaos

Das Interesse an der Kaufprämie für Elektroautos bleibe verhalten, heißt es auf der Webseite www.automobil-produktion.de. Seit dem 2. Juli seien beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 718 Anträge eingegangen, habe Bafa-Präsident Arnold Wallraff erklärt. Ein Elektromobilitätschaos werde es nicht geben. Für reine Elektrofahrzeuge mit Batterie gibt es laut www.automobil-produktion.de 4000 Euro Umweltbonus, davon 2000 Euro vom Bund und 2000 Euro vom Hersteller. Bei Hybriden, die per Stecker geladen werden und einen Verbrennungsmotor haben, sind es 3000 Euro.

 Uwe Krog

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