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LANDPARTIE DURCH STORMARN

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„Klar kann man hier wohnen“ – das hatte vor 15 Jahren ein Nachbar gesagt, und Rea Högner hörte auf diesen Rat. „Es hat gestimmt“, sagt die Kunsthandwerkerin. Sie hat es keinen Moment bereut, von der Großstadt in das beschauliche Barnitz gezogen zu sein. „Man kann sich in der Gemeinde sehr wohlfühlen“, stellt auch der stellvertretende Bürgermeister Horst Gehrke fest.

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Thomas Helbing bearbeitet einen Quellstein für die Salzquelle in Bad Oldesloe. Die Steinhauerarbeit ist im Wesentlichen abgeschlossen.

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Barnitz. „Klar kann man hier wohnen“ – das hatte vor 15 Jahren ein Nachbar gesagt, und Rea Högner hörte auf diesen Rat. „Es hat gestimmt“, sagt die Kunsthandwerkerin.

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Schnelles Internet ist da

Die Gemeinde mit rund 830 Einwohnern ist aus einem Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Groß Barnitz, Klein Barnitz und Lokfeld und später Benstaben hervorgegangen. Es existiert in allen Ortsteilen durch ein Glasfasernetz eine sehr schnelle Internetverbindung mit bis zu 100 MBits. Barnitz ist außerdem der Standort des Wasserwerkes der Stadt Reinfeld.

Groß Barnitz – das ist das Dorf, das von der Kunst geprägt wird. Denn Rea Högner hatte glücklicherweise den Rat von Uwe Kollschegg befolgt, der sich als Künstler bereits vorher in dem Ort niedergelassen hatte. Nur zwei Steinwürfe entfernt hat Thomas Helbing in Lokfeld sein Atelier, und er stimmt seiner Kollegin zu: „Wir sind ein Teil der dörflichen Gemeinschaft geworden.“ Und beide können sich zurzeit auch nicht vorstellen, den Ort wieder zu verlassen, auch wenn sie ihre Wurzeln eigentlich in den Hansestädten Hamburg und Lübeck haben.

Denn einmal in jedem Jahr ist Barnitz eben nicht nur ein Ort, der vorrangig wegen seiner Ruhe und Beschaulichkeit geschätzt wird. Dann sorgt in den Tagen um Himmelfahrt das Kunsthandwerk für Aufsehen. Die lokale Kunstszene gestaltet gemeinsam mit weiteren Künstlern ein tolles Fest, bei dem neben den aktuellen Arbeiten auch viel Unterhaltung geboten wird. „Ohne die Unterstützung der Nachbarn und der Gemeinde wäre das gar nicht möglich. Es werden auch Flächen für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Das ist es ein sehr unkomplizierter Umgang im Dorf“, sagt Rea Högner.

Sie ist – ebenso wie Thomas Helbing – davon überzeugt, dass die Feste, die stets zahlreiche Besucher nach Barnitz locken, auch in das Bewusstsein der Einheimischen gerückt seien. Allerdings können die Künstler nicht nur von einem Fest pro Jahr leben. „Ich müsste in einer größeren Stadt einen viel höheren Aufwand betreiben“, erläutert Rea Högner, die zurzeit an einer Reihe mit Kettenanhängern für die Advents- und Weihnachtszeit arbeitet. Doch wer in ihre Werkstatt komme, habe durchaus größeres Interesse und bringe mehr Zeit mit: „Kunden können in aller Ruhe aussuchen.“

Für Thomas Helbing wären Ausstellungen und Galerien in einem größeren Ort „durchaus einfacher: Ich bin aber in Stormarn, Lübeck und in Schleswig-Holstein gut vernetzt“. Außerdem wären die Kosten für ein vergleichbar großes Atelier in einer Großstadt weit höher. Auch die Schüler seiner Bildhauerschule schätzten die Umgebung: „Das ist ja fast eine urlaubsähnliche Situation.“

Die attraktive Landschaft ist auch für Horst Gehrke ein Pfund, mit dem Barnitz wuchern könne: „Wir haben sehr viele hübsche Ecken, da kann man die Natur gut auf sich wirken lassen.“ Auch der stellvertretende Bürgermeister kann sich nicht vorstellen, seinen Wohnsitz in der Gemeinde wieder aufzugeben: „Denn wir haben ja auch eine funktionierende Infrastruktur.“ Die beiden freiwilligen Feuerwehren in Groß Barnitz und Benstaben seien Garanten für eine lebendige Dorfgemeinschaft: „Es gibt auch eine exzellente Jugendfeuerwehr.“ Deshalb, so Horst Gehrke, brauche man sich um die Zukunft der aktiven Wehren keine Sorgen zu machen. Die Kinderbetreuung werde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Klein Wesenberg sichergestellt: „Deshalb haben wir uns finanziell an der Kita-Erweiterung beteiligt.“

Der stellvertretende Bürgermeister weist auf die ausgesprochen gute Lage der Gemeinde hin: „Nach Reinfeld ist es nicht weit. Da kann man gut einkaufen, auch in Bad Oldesloe.“ Dank der Autobahn seien auch Lübeck und Hamburg gut zu erreichen. Der starke Verkehr auf der A 1 sorge allerdings für erhebliche Probleme. „Die Autobahn zerschneidet unser Gebiet, und wir leiden unter dem Lärm. Wir bemühen uns um einen besseren Lärmschutz“, so Horst Gehrke. Leider habe sich jedoch Barnitz – anders als die Gemeinde Hamberge – beim sechsspurigen Ausbau der A 1 vor knapp 30 Jahren vom Land keinen verstärkten Lärmschutz zusichern lassen.

 Michael Thormählen

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