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Stormarn LED statt Glühbirne: Oldesloe soll Straßenlaternen umrüsten
Lokales Stormarn LED statt Glühbirne: Oldesloe soll Straßenlaternen umrüsten
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20:52 12.10.2016
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Bad Oldesloe

LED-Technik ist inzwischen so weit ausgereift, dass sie bei der Straßenbeleuchtung eingesetzt werden kann. In Bad Oldesloe sollte eigentlich ein ganzer Stadtteil mit der stromsparenden Beleuchtung ausgestattet werden: die Vogel-Baum-Siedlung. 250000 Euro waren dafür in den Haushalt 2016 eingestellt worden.

„Auf Antrag der CDU ist die Investition aber gestrichen worden. Ich habe mich sehr geärgert, dass das Geld rausgenommen wurde“, sagt Wilfried Janson, Fraktionsvorsitzender der Grünen. CDU und FBO hätten stattdessen dafür plädiert, ein Beleuchtungskonzept für die ganze Stadt zu erstellen.

 

„Wenn CDU und FBO den Antrag ablehnen, wollen sie kein Klimaschutzkonzept.“Wilfried Janson, Grüne

Den Gedanken hat Janson jetzt wieder aufgenommen. Bei der Stadtverordnetenversammlung, die heute Abend ab 19.30 Uhr im Saal des KuBs stattfindet, wird der Politiker den Antrag stellen, ein Gutachten für die straßenzugsweise Umstellung der Oldesloer Beleuchtung in Auftrag zu geben, das die komplette Umrüstung für das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile bis 2025 planerisch ausarbeitet. Dabei sollen auch Fördermöglichkeiten berücksichtigt werden. Ziel: Die Anliegerbeiträge möglichst gering zu halten beziehungsweise zu vermeiden. 30000 Euro Planungskosten sollen dafür in den Haushalt 2017 eingestellt werden.

„Ich gehe davon aus, dass der Antrag durchgeht. Schließlich wurden 250 000 Euro gestrichen. Wenn CDU und FBO jetzt die 30000 Euro ablehnen, heißt das, dass sie gar kein Klimaschutzkonzept machen wollen“, so Janson.

Die Energieersparnis durch die Umrüstung sei enorm, hat Gerd Kopiske, der als Geschäftsführer der Utec GmbH in Bremen mit der Erstellung des Quartierskonzept der Oldesloer Vogel-Baum-Siedlung beauftragt war, errechnet: „Durch die Umrüstung auf LED-Technik können 71 Prozent, bei elektronischer Lichtregelung sogar 81 Prozent der Strommenge eingespart werden.“

Die KfW würde aktuell Investitionskredite für Kommunen mit 0,47 Prozent Zinsen bei zehnjähriger Laufzeit und mit 0,8 Prozent Zinsen bei 20-jähriger Laufzeit anbieten, hat Janson herausgefunden. „Mit der Umrüstung auf LED-Technik können nicht nur CO2-Emissionen deutlich vermindert werden, sondern es werden bei 20-jähriger Kreditlaufzeit auch noch erhebliche Kosten eingespart.“ Die Stromersparnis sei somit höher als die Abschreibungs- und Zinskosten für die neuen Lampen, weiß Janson. Zusätzlich verminderten sich aufgrund der längeren Lebensdauer der neuen Leuchtmittel auch die Kosten für Leuchtmitteltausch, Reparatur und Wartung.

Zwischen 1987 und 1995 hat die Stadt Bad Oldesloe schon einmal einen straßenzugsweisen Austausch von Leuchtmitteln an Straßenlaternen vorgenommen. „Damals wurden Quecksilberdampfleuchten durch Natriumdampfleuchten ersetzt“, sagt der Grünen-Politiker. 60 Prozent Stromersparnis hätte man damit theoretisch erreichen können. Letztendlich kam man auf 40 Prozent Ersparnis, weil mit der Umrüstung ein Mehrverbrauch einher ging. Die Oldesloer wünschten sich damals helleres Licht, auch die Leuchtzeiten wurden mit der Umstellung verlängert.

 bma

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