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LN SERIE: MEIN HERZ SCHLÄGT FÜR BAD OLDESLOE

Bad Oldesloe LN SERIE: MEIN HERZ SCHLÄGT FÜR BAD OLDESLOE

Neulich in der Fußgängerzone. „Ich kenne Sie“, sagt eine ältere Dame zu Christian Bernardy und fragt: „Waren Sie mal mein Schüler?“ Dann plötzlich fällt es ihr ein: ...

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Bäähmmm! Für Christian Bernardy ist das Kultur- und Bildungszentrum ein absoluter Volltreffer. Den Buzzer hat er selbst gefertigt, er kommt regelmäßig sonntags im Rahmen der „Quality Zeit“-Veranstaltung zum Einsatz.

Quelle: Foto: Mc

Bad Oldesloe. Neulich in der Fußgängerzone. „Ich kenne Sie“, sagt eine ältere Dame zu Christian Bernardy und fragt: „Waren Sie mal mein Schüler?“ Dann plötzlich fällt es ihr ein: „Nein, ich kenne Sie aus der Zeitung!“ Etwas peinlich berührt stiebt sie von dannen.

LN-Bild

Neulich in der Fußgängerzone. „Ich kenne Sie“, sagt eine ältere Dame zu Christian Bernardy und fragt: „Waren Sie mal mein Schüler?“ Dann plötzlich fällt es ihr ein: ...

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Bernardy ist ein bekanntes Gesicht in Bad Oldesloe. Dementsprechend lange braucht der 32-Jährige häufig, um durch die City zu kommen. Immer wieder wird er angesprochen, hält einen kurzen Plausch.

„Aber ich mag das total“, sagt der 32-Jährige, den viele nur als Bernd kennen. „Ich habe gerne Leute um mich herum.“ Für den selbstständigen Grafik-Designer und Hobby-Musiker ist die Innenstadt sogar einer der Lieblingsplätze. „Besonders, wenn Markttag ist“, sagt er.

Nicht weit weg vom Marktplatz steht so etwas wie das zweite Zuhause von Christian Bernardy: das Kultur- und Bildungszentrum (KuB). An der Tür zum „Klngstdt“-Büro klebt neben dem Namen von Patrick Niemeier auch seiner. Dazu hat die Oldesloer Musik-Initiative noch einige Probenräume im Keller, wo einer der wohl kreativsten Köpfe Bad Oldesloes auch den roten Buzzer inklusive buntem Klangkörper für seine sonntägliche Talkshow „Quality Zeit“ selbst gebastelt hat.

Beim Treffen mit den LN zeigt er auch die Gemeinschaftsküche, probiert die neue Kaffee-Maschine aus. Es wird dann ein Küchen-Interview im Stehen mit Bernardy – bei erst etwas starkem und dann irgendwann kaltem Kaffee. „Der Buzzer ist noch zu leise und leuchtet nicht hell genug“, sagt der 32-Jährige. Und wer Bernardy kennt, weiß, dass er weiter daran werkeln wird.

Der Oldesloer Kulturschaffende, der vom Poggensee-Openair über Filmwettbewerbe bis zum Poetry Slam so ziemlich alles organisiert, hat mit seiner Freude am Gestalten schon viele Spuren in Bad Oldesloe hinterlassen. „Überall entdecke ich Sachen, die ich mal gemacht habe.“ Sehr bekannt sind unter anderem die Stadt-Zeichnungen, die es zum Beispiel auch auf den Tassen in der Touristinfo gibt. Zu seinen beruflichen Arbeiten gehören aber auch ein Posterkalender für die Stadt, Kino-Flyer oder Plakate für die Stadtwerke. Zum Grafik-Design kam er übrigens, weil er schon frühzeitig eine Faszination für Werbung entwickelt hatte.

Doch warum nun ausgerechnet Bad Oldesloe? Schließlich hat Bernardy in Hamburg studiert und auch mal für ein halbes Jahr in Italien gelebt. „Das Beste an Bad Oldesloe ist der Zug nach Lübeck oder Hamburg“, erklärt Bernardy in seiner bekannt ironischen Art. Aber manchmal passiert es, dass ein Zug nicht kommt und er dann im Inihaus am Bahnhof hängen bleibt. So wie vor kurzem, als er später in der Nacht dann dort sogar mal wieder selbst auflegte. So wie in früheren Zeiten.

„Es wird hier viel geboten, und man kann selbst viel machen und auch Überraschendes erleben“, sagt Bernardy. Es gebe viel Zustimmung und Unterstützung seitens der Stadt. Bad Oldesloe habe zudem ein interessiertes und aufgeschlossenes Publikum. „Ich habe mal Geburtstag gefeiert mit vier Live-Bands. Nachher kamen 80 Leute, von denen ich viele gar nicht kannte.“ Es soll ein legendärer Abend gewesen sein, erzählen noch heute einige Oldesloer.

„Man kann sich hier richtig ausleben und alle machen mit. Es ist zwar kleinstädtisch, aber auch nicht zu sehr.“ Von außen bekomme er häufig zu hören, dass es ja richtig toll sei, was in Bad Oldesloe so möglich ist. „Ich nenne das mal den Oldesloe-Faktor. Vom Niveau fühlt es sich manchmal wie eine Großstadt an.“ Eine Talkshow wie seine „Quality Zeit“ gebe es zum Beispiel in Lübeck nicht.

Außerdem schätzt Bernardy an Bad Oldesloe die kurzen Wege, die er in einer Großstadt so nicht hätte. „Wir wohnen am Brenner Moor, und ich kann meinen Sohn mit dem Fahrrad in die Kita bringen.“ Dort, im Brummkreisel, kennt man Bernardy noch aus seiner Zeit als Zivildienstleistender. „Einige wundern sich nur, warum man mich dort Chrischi nennt und nicht Bernd.“

Denn zu Bernd wurde Chrischi erst später, als er in der Agentur „Die Meddewader“ arbeitete. Es kam einmal Post an für „Bernd Hardy“ – und schon war ein neuer Spitzname geboren. Doch Bernd wäre nicht Bernd, wenn er die Vorlage nicht aufnehmen würde und daraus die Figur Schlagerbernd entwickelte. Der Punkrocker spielte plötzlich Schlager, und nicht nur die Oldesloer waren hin und weg. Sogar auf einem Festival in Würzburg trat Schlagerbernd auf – nicht ohne Groupies aus Bad Oldesloe und Reinfeld, versteht sich.

Nur eine Person hat sich immer noch nicht mit dem Namen Bernd arrangiert: Mutter Sibylle. „Ganz früher war ich immer der Sohn von Frau Bernardy. Sie war als Lehrerin in Bad Oldesloe bekannt“, erzählt der 32-Jährige. Aus dem Lehrerinnen-Sohn wurde dann Bernd. Und man darf gespannt, welche Persönlichkeiten Bernardy noch so hervorzaubern wird. Natürlich in Bad Oldesloe.

Die Lieblingsplätze

Christian Bernardy wohnt zwar direkt am Brenner Moor mit Ehefrau Mascha und Sohn Linus; doch den 32-Jährigen zieht es lieber in den Trubel der Innenstadt. Das KuB mit den Klangstadt-Räumen ist einer seiner Lieblingsplätze genauso wie der Marktplatz und die Fußgängerzone. „Man trifft ständig Leute und hält einen Plausch“, sagt Bernardy. Besonders gern ist er auch bei Delikatessen Peters – das aber nicht nur zum Quatschen.

Markus Carstens

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