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Stormarn LN laden Leser zum Kandidaten-Treff ein
Lokales Stormarn LN laden Leser zum Kandidaten-Treff ein
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18:25 09.04.2016
Politik zum Frühstück: Die LN-Leser-Aktion findet im „Kuchenwerk“ statt. Quelle: Fotos: Fotolia, Ln-Archiv, Bar
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Bad Oldesloe

Einen Bund fürs Leben wollen die wahlberechtigten Oldesloer wohl nicht schließen, wenn sie „ihrem“ Bürgermeister am 5. Juni das Vertrauen aussprechen. Und doch müssen sie mit dem neuen Rathaus-Chef einige Jahre klarkommen. Gegenseitiges Kennenlernen ist daher ein gutes Fundament, um eine Entscheidung treffen zu können. Am Sonnabend, 30. April, bekommen zehn LN-Leser, bei einem Frühstück mit Kaffee und Kanapees im Oldesloer „Kuchenwerk“ die Chance, die Kandidaten von Angesicht zu Angesicht zu befragen.

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Speed-Dating mit den Bewerbern für das Oldesloer Bürgermeisteramt: Am 30. April können zehn LN-Leser den Kandidaten hautnah auf den Zahn fühlen.

Podiumsdiskussionen zu besuchen, ist sicherlich eine Methode, etwas über die politischen Ziele der Kandidaten zu erfahren. Aber nicht jeder traut sich, vor großem Publikum die Stimme zu erheben.

Deshalb organisieren die LN ein Speed-Dating, das übrigens längst nicht mehr nur zur Anbahnung von Kontakten unter Singles, sondern auch als effektive Methode genutzt wird, um Beziehungen in der Wirtschaft aufzubauen.

Doch wie funktioniert‘s? Die vier Kandidaten sitzen in einer Reihe und beantworten die Fragen der Leser, die nach Ablauf von fünf Minuten einen Platz weiter rücken und sich dem nächsten Bewerber fürs Bürgermeisteramt widmen. Nach einigen Runden ist der Informationsaustausch beendet, darf aber in größerer Runde gern fortgesetzt werden.

„Es ist eine witzige Idee, weil eine repräsentative Zahl von Lesern die Antworten der Kandidaten unmittelbar vergleichen kann“, sagt Jörg Lembke. Der 48-jährige Kriminalhauptkommissar, Vater von vier Kindern, ist seit acht Jahren Bürgermeister von Feldhorst und tritt im Wahlkampf als parteiloser Kandidat an. Er ist gebürtiger Oldesloer, begeistertes VfL-Mitglied und Vorsitzender des Kreisfußballverbands Stormarn.

Allemal netter als eine Podiumsdiskussion findet Quartiersmanagerin und SPD-Kandidatin Maria Herrmann das Speed-Dating. „Dabei zeigt sich eher, wie ein Mensch ist, wie er sich gibt. Es ist eher wie ein Kaffeetrinken unter Freunden. Auf dem Podium sind wir alle nicht wir selbst“, sagt die 56-Jährige. Sie kann jahrelange politische Erfahrung als Stadtverordnete vorweisen, ist Fraktionsvorsitzende der SPD und leitet den Bau- und Planungsausschuss.

Auch Jörg Feldmann (58) freut sich schon. „Ich finde toll, dass es nicht so ein langweiliges Verfahren ist. Man wird mit unerwarteten Situationen konfrontiert. Das ist wie im richtigen Leben“, sagt der CDU-Kandidat. Er hofft indes, dass nicht zu viele Parteienvertreter mit vorgefertigter Meinung teilnehmen. Feldmann ist übrigens ebenso im Polizeidienst wie seine Mitbewerber Jörg Lembke und Sebastian Schulz. Der Polizieidirektor mit einschlägigen Erfahrung in der Verwaltung ist derzeit am Fraunhofer Institut in Berlin tätig.

„Ich lasse mich überraschen. Ich weiß gar nicht, was mich erwartet, bin aber positiv gespannt. Es ist mal eine andere Art, Kandidaten vorzustellen“, sagt der Jüngste im Quartett der Bewerber, Sebastian Schulz. Der 40-jährige Vater von zwei Töchtern ist im Ermittlungsdienst der Landespolizei in Neumünster tätig und zählt zu den Gründungsmitgliedern der Initiative „Eltern für Eltern“.

Eine Ergänzung zum Speed-Dating: Seinen Ursprung hatte diese Form des gegenseitigen Kennenlernens übrigens nicht in zweifelhaften Clubs. Das erste Speed-Dating geht auf den amerikanischen Rabbi Yaacov Deyo zurück. Er wollte damit jüdischen jungen Frauen und Männern den Kontakt zum anderen Geschlecht erleichtern, auf dass sie einen Partner fürs Leben finden und heiraten können. Der Begriff „SpeedDating“ ist in dieser Schreibweise eine geschützte Marke, in zwei Worten eine Abwandlung. Zum ersten Mal gab es eine solche Veranstaltung 1998 in Peet‘s Café in Beverly Hills.

So können Sie dabei sein

10 Leser können beim Speed-Dating am Sonnabend, 30. April, von 11 bis 13 Uhr in der Bad Oldesloer Gaststätte „Kuchenwerk“, Hindenburgstraße 28, mitmachen. Im persönlichen Gespräch haben sie die Möglichkeit, den vier Bürgermeister-Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Wer mitmachen will, schreibt eine E-Mail an redaktion.stormarn@ln-luebeck.de oder meldet sich unter der Anschrift Lübecker Nachrichten, Redaktion Stormarn, Brunnenstraße 1 in 23

843 Bad Oldesloe an. Über die Teilnahme entscheidet das Los. Die Ergebnisse des Speed-Datings lesen Sie am Sonntag, 1. Mai, in den LN und vorab auf www.ln-online.de 5 Minuten Redezeit gibt es jeweils bei der Begegnung zwischen den Gesprächspartnern. Sobald die Klingel ertönt, wechselt die LN-Leser auf den Nachbarstuhl und interviewen den nächsten Bürgermeister-Kandidaten.

Da die Zeitvorgabe aus Gründen der Gleichbehandlung eingehalten werden muss, ist es für die teilnehmenden Leser sicher sinnvoll, sich schon zuvor Gedanken über interessante Fragestellungen zu machen.

Von Dorothea von Dahlen

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