Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn LN laden zum Speed-Dating
Lokales Stormarn LN laden zum Speed-Dating
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:49 11.03.2017
Bad Oldesloe

Politik in Kiel – ist sie wirklich so weit entfernt, so wenig greifbar? Um Bürger und Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl einander näherzubringen und die Ziele der Parteien transparenter zu machen, veranstalten die Lübecker Nachrichten am Sonnabend, 8. April, erneut ein Speed-Dating. Bei der Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe kam das neue, etwas lockere Veranstaltungsformat auf beiden Seiten gut an.

Landtagswahl: Acht Leser können am 8. April fünf Kandidaten auf Herz und Nieren prüfen.

So können Sie dabei sein

28 heißt die neue Kennziffer für den Wahlkreis Nord-Stormarn.

Dieses Mal stellen sich fünf Kandidaten den Kurzbefragungen von acht LN-Lesern. Wer als Interviewer teilnehmen will, kann sich jetzt bewerben. Moderiert wird das Ganze von Redaktionsleiter Olaf Bartsch, die LN-Mitarbeiterinnen Kim Meyer und Dorothea von Dahlen fangen die Stimmung auf der Veranstaltung ein.

Um den Rahmen überschaubar zu halten, wurden Kandidaten von Parteien ausgewählt, die bereits im im Landtag vertreten sind und für den Wahlkreis 28 beziehungsweise Stormarn-Nord ins Rennen gehen. Bis auf die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ruth Kastner, die aus privaten Gründen in den Niederlanden weilt, haben alle zugesagt. An Ruth Kastners Stelle springt der Direktkandidat der Grünen für den Wahlkreis Stormarn-Mitte, Christian Schubbert ein.

Unter den fünf Bewerbern gibt es auch einige „alte Hasen“, die bereits im Landtag vertreten sind. Dazu gehört etwa die FDP-Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Anita Klahn. Die 57-Jährige ist bildungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und setzt sich für sozialpolitische Themen ein. Bezahlbare Kita-Plätze und eine Entlastung der Kommunen in Bezug auf die Betreuungskosten stehen bei ihr ganz oben auf der Agenda. „Wichtig ist aber auch die wirtschaftliche Stärke des Kreises. Es kann nicht angehen, dass Windenergieflächen bei Hammoor ausgewiesen werden und die Entwicklung des Gewerbegebiets dort behindern“, sagt sie.

Seit 2011 sitzt Uli König (35) für die Piraten im Landtag. Der Informatiker ist ein starker Verfechter von Datenschutz und Bürgerrechten. Vorratsdatenspeicherung und Überwachungsgesetze sind für ihn ein rotes Tuch. Als wirtschaftspolitischer Sprecher spricht er sich für Investitionen im Bereich Bahn und Straße aus. „Den Feldversuch mit den Oberleitungen für Lkw auf der A1 finde ich spannend“, sagt König. Er will sich auch für bezahlbaren Wohnraum einsetzen.

Von der Position des Bargteheider Vizebürgermeisters wirbt Rechtsanwalt Claus Christian Claussen (CDU), Sohn des bereits verstorbenen Innenministers KarlEduard Claussen, um die Gunst der Wähler.

„Ich will den guten Job, den wir im Planungsausschuss gemacht haben, aufs Land übertragen. Es kann nicht sein, dass Straßen wie die L 88 völlig kaputt sind und nichts wird gemacht“, sagt er. Auch die Polizei will er stärken.

„Auf jeden Fall müssen wir das Thema Kinderarmut angehen“, sagt wiederum die SPD-Kandidatin Susanne Danhier, die als Flüchtlingsbeauftragte tätig ist. Die Grundsicherung für Kinder müsse unbedingt gewährleistet sein. Zudem will sich Susanne Danhier dafür einsetzen, dass der Bau von Krippen und Kitas weiter gefördert und die Eltern bei den Betreuungskosten entlastet werden.

Der für die Grünen kandidierende Christian Schubbert hat sich auf bildungspolitische Themen spezialisiert. Der selbstständige Kaufmann ist Stadtvertreter in Ahrensburg, stellvertretender Bürgervorsteher, Leiter des Bildungs-, Kultur und Sportausschusses und sitzt im Hauptausschuss. Er bemängelt, dass die jüngsten Bildungsreformen nichts gebracht haben außer Unruhe an den Schulen.

„Die Profiloberstufe hat eine Verarmung gebracht. Es wird Zeit, dass sich die Schulen wieder auf Inhalte konzentrieren“, sagt Schubbert. An den Entscheidungen der Schulen für ein G8- oder G9-Abitur solle dagegen nicht mehr gerüttelt werden, sagt er.

Auf das Speed-Dating freuen sich die Kandidaten nach eigenem Bekunden schon sehr. „Ich finde gut, dass die Bürger direkt fragen können“, sagt etwa Susanne Danhier. Auch Claussen sieht der Runde schon mit Spannung entgegen.

8 Leser können beim Speed-Dating am Sonnabend, 8. April, von 11-13 Uhr im frisch sanierten Alten Rathaus von Bad Oldesloe, Hagenstraße 17, mitmachen. Im persönlichen Gespräch haben Sie die Möglichkeit, den Landtagswahl-Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Dazu gibt es Snacks aus der Küche des Glacehaus.

Wer mitmachen will, schreibt eine E-Mail an redaktion.stormarn@ln-luebeck.de oder meldet sich unter der Anschrift Lübecker Nachrichten, Redaktion Stormarn, Brunnenstraße 1 in 23 843 Bad Oldesloe an. Über die Teilnahme entscheidet das Los. Die Ergebnisse lesen Sie am Sonntag, 9. April, in den LN und vorab auf www.ln-online.de 5 Minuten Redezeit gibt es jeweils bei der Begegnung zwischen den

Gesprächspartnern. Sobald die Klingel ertönt, wechseln die LN-Leser auf den Nachbarstuhl und interviewen den nächsten Landtags-Kandidaten. Da die Zeitvorgabe aus Gründen der Gleichbehandlung eingehalten werden muss, ist es für die teilnehmenden Leser sicher sinnvoll, sich schon zuvor Gedanken über interessante Fragestellungen zu machen.

 Dorothea von Dahlen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!