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Stormarn Lärm und illegale Rennen verärgern Sehmsdorfer
Lokales Stormarn Lärm und illegale Rennen verärgern Sehmsdorfer
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20:41 03.11.2017
Bürgermeister Jörg Lembke besuchte zum Abschluss seiner Rundtour den Oldesloer Ortsteil Sehmsdorf. Quelle: Foto: Von Dahlen
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Sehmsdorf

Als großes Ärgernis empfinden demnach viele Sehmsdorfer die gepflasterte Fahrbahn am Ortseingang, die eigentlich für eine Drosselung der Geschwindigkeit sorgen sollte. „Die Lärmbelästigung ist erheblich“, kritisierte Dr. Michael Burow. An die Beschränkung des Tempos auf 30 Stundenkilometer halte sich ohnehin niemand, zumal das Schild für Kraftfahrer, die aus Oldesloer Richtung kommen nicht sichtbar sei, weil es hinter einer Kurve angebracht und ständig zugewachsen sei.

Dem folgten die meisten seiner Nachbarn. Burows Vorschlag, die Leitplanke zu entfernen, weil Autofahrer damit automatisch Autobahn und Höchstgeschwindigkeit assoziierten, löste hingegen Entrüstung aus. „Sie muss bleiben“, widersprach etwa Sabine Tamms und erntete Zuspruch von anderen. Sie biete den Kindern auf dem Weg zum Schulbus den einzigen Schutz. Das gelte auch für ältere Menschen, die schon mal Gefahr laufen zu stürzen, wenn sie auf feuchtem Laub ausrutschten.

Die Sehmsdorferin berichtete aber noch von einer anderen Lärmquelle, die sie nachts schon des öfteren genötigt hat, die Polizei zu rufen. „Auf dem Verkehrsübungsplatz finden oft um 1 Uhr illegale Rennen statt. Besonders laut sind die Motorräder“, erzählte sie. Andere Anwohner des ADAC-Traverings pflichteten ihr bei und äußerten ihre Verwunderung darüber, dass es überhaupt möglich sei, außerhalb der Geschäftszeiten auf die Rennstrecke zu gelangen. Auch tagsüber gebe es Verfolgungsjagden mit quietschenden Reifen, da der Übungsplatz zeitweise an die Bundespolizei vermietet werde, merkte Sabine Tamms an.

Was die Raserei auf der Straße anbelangt, so versprach Lembke, dies an die Polizei weiterzuleiten. „Über Möglichkeiten, den Verkehr zu beruhigen, diskutieren wird auch oft mit Anwohnern des Wolkenweher Wegs. Das Aufstellen von Tempo-30-Schildern bringt im Grunde nichts. Man könnte Geschwindigkeitsanzeiger aufstellen. Aber auch da hält der Effekt nicht lange vor“, sagte Lembke. Als wenig bis gar nicht effektiv wurde auch die Verschwenkung der Fahrbahn kurz vor dem Ortseingang aus Meddewader Richtung eingestuft. „Das macht den Leuten sogar Spaß. Viele fahren einfach geradeaus durch, anstatt die Kurve zu nehmen“, berichtete Burow.

Kritik vermischte sich überraschender Weise auch mit Lob. Ulrich Reitemeyer hob hervor, wie gut die Verkehrsinseln in Bad Oldesloe im Gegensatz zu denen in Sehmsdorf gepflegt seien. „Das ist ja schön zu hören“, sagte Lembke. Für die Ortsdurchfahrt in Sehmsdorf sei allerdings der Kreis zuständig. Deshalb werde er diesen Hinweis an die zuständigen Stellen weiterleiten.

Als Schandfleck bezeichnete Reitemeyer das unter Denkmalschutz stehende Bauernhaus des vor einigen Jahren verstorbenen Emil Davids. Es sei stark verwahrlost, sagte er. „Das Blechdach ist lose. Beim nächsten Sturm besteht Gefahr, dass es abfliegt“, sagte er. Lembke wies darauf hin, dass es stets schwierig sei, ordnungsbehördlich einzugreifen, wenn es sich um Privateigentum handele.

dvd

LN

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