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Stormarn Land plant den Umbau des Autobahnkreuzes Bargteheide
Lokales Stormarn Land plant den Umbau des Autobahnkreuzes Bargteheide
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20:29 05.04.2016

Es ist entschieden: Der neue Autohof im Kreis Stormarn, der seit Jahren gefordert wird, soll in der Nähe des Autobahnkreuzes Bargteheide entstehen.

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Bis zu 40 Millionen Euro soll die Neugestaltung des Knotenpunktes kosten — die Auf- und Abfahrten Bargteheide werden nach Norden verlegt — dazwischen entsteht ein Autohof.

Gleichzeitig arbeitet der Landesbetrieb Straßenbau- und Verkehr in Lübeck daran, die Auf- und Abfahrt Bargteheide in besagtem Autobahnkreuz etwa einen Kilometer zu verlegen und damit den Knotenpunkt zu entzerren. Ein entsprechender Planungsauftrag soll demnächst erteilt werden.

Galt bisher die Umgebung des Parkplatzes an der Landstraße 89 am Rande der Gemeinde Hammoor als guter Standort, so soll der Rastplatz jetzt genau auf der anderen Autobahnseite entstehen, hinter dem Autobahnkreuz in Fahrtrichtung Lübeck. Schon Ende kommenden Jahres, so der scheidende Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS), Norbert Leinius, könnten die Bauarbeiten beginnen. „Die Planung für den Autohof kann schnell gehen, weil das Land uns unterstützt“, erklärte Leinius jetzt.

Diese Unterstützung ist dringend notwendig, denn aufgrund der engen Parkplatzsituation an der A 1 drängen immer mehr Lkw-Fahrer in Kommunen wie Reinfeld oder Bargteheide. Das sorgt für viel Ärger.

Dieser Autohof, der aus beiden Richtungen angefahren werden kann, würde die Situation für alle Betroffenen endlich entspannen. „Mit den Grundstückseigentümern wird gerade auf Hochtouren verhandelt“, so Leinius. Vom früheren Standort habe man Abstand genommen, so der künftige Geschäftsführer der WAS, Detlev Hinselmann, weil „die Umgehungsstraße für Hammoor noch nicht steht“. Auch er berichtet von der Neuordnung des Autobahnkreuzes. Der Autohof solle zwischen neuer Abfahrt und Kreuz entstehen. Das Gebiet gehört ebenfalls zur Gemeinde Hammoor.

Von einer schwierigen Verkehrssituation spricht Jens Sommerburg, der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr. Der unübersichtliche Knotenpunkt sei aber historisch so gewachsen. Das Brückenbauwerk über die A 1 „ist nicht mehr das tollste Bauwerk, es weist Schwächen auf. Es muss etwas getan werden, wir müssen einen Neubau schaffen“. Im Rahmen der Vorentwurfsplanung, die jetzt ausgeschrieben wird, soll es nach Sommerburgs Angaben zu einer zukunftsorientierten Planung kommen. „Wir wollen den Bereich entflechten. Unter anderem rutscht deshalb die Anschlussstelle Bargteheide der L 89 einen Kilometer weiter in Richtung Norden, also in Richtung Bad Oldesloe“, so der Leiter des Landesbetriebes. Damit verbunden ist auch ein Abriss und Neubau der Brücke im Verlauf der L

89. „Es wäre unwirtschaftlich sie im Bestand zu halten“, so Sommerburg. Das Autobahnkreuz selbst bleibt, wo es bisher auch ist und wird zu einem Kreuz lediglich für die A 21 und die A 1. Eine grobe Kostenschätzung vom Lübecker Landesbetrieb besagt, dass die Maßnahme zwischen 35 und 40 Millionen Euro kosten könnte. „Wir streben an, so schnell wie möglich etwas zu machen“, so Sommerburg. Was so viel hießt wie: In den kommenden zehn Jahren soll etwas passieren. Bis dahin muss die Brücke über die A 1, die aus dem Jahr 1966 stammt, noch halten.

Schneller geht es mit dem Autohof: Ende 2017, Anfang 2018, so Hinselmann, kommt es zum ersten Spatenstich. Interessenten für die Umsetzung und den Betrieb gebe es mehrere. „Das sind Unternehmer, die Erfahrungen mit Autohöfen haben. Für die ist es ein interessantes Investment“, erklärt er. Entstehen sollen auf dem etwa sechs Hektar großen Gelände jede Menge Parkplätze für Lkw, aber auch an Pkw-Fahrer ist gedacht. Zudem, so Hinselmann, würde überlegt, sogar ein Motel zu bauen. „Das ist eine Idee, so etwas gibt es an anderen Stellen ja auch.“ Auch Touristen sollen zum Zuge kommen. „Wir werden da keine Prospekte verteilen, aber eine Touristinformation für die Durchreisenden anbieten“, sagt Detlev Hinselmann.

Kritik aus Hammoor

Die Verlegung des Autohofes auf die östliche Seite der A 1 wird in Hammoor nicht begrüßt. Das erklärte der Bürgermeister der Gemeinde, Helmut Drenkhahn, gegenüber den LN. Denn wäre der Autohof auf der westliche Seite angesiedelt worden, hätte die Gemeinde im Anschluss eine Gewerbefläche entwickelt. „Der Autohof war als Anfang eines großen Gewerbegebietes gedacht. Der jetzige Standort ist für uns nicht so gut.“ Die Neugestaltung des Autobahnkreuzes werde Thema in den kommenden Jahren sein und erst einmal die Entwicklung der Gemeinde behindern.

Von K. Kuhlmann-Schultz

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