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Land verhandelt über neuen Standort für die Polizei

Reinfeld Land verhandelt über neuen Standort für die Polizei

Es wird erhebliche Veränderungen auf dem Gelände des Rettungszentrums an der Ahrensböker Straße in Reinfeld geben. Die Polizei wird ihre Wache räumen und ein privater Investor soll dafür sorgen, dass die Freiwillige Feuerwehr endlich adäquate Räume bekommen kann.

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Bleibt in der Stadt an einem neuem Standort: Polizeistation auf dem Gelände des Rettungszentrums an der Ahrensböker Straße.

Quelle: Fotos: Thormählen/ln

Reinfeld. Nach einer Entscheidung der Kommunalpolitiker hatte die Stadt dem Land eine Kündigung zugestellt, damit die bisher von der Polizei genutzten Räume frei werden. Ansprechpartner ist in diesem Fall das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH), das Räume für das Land anmietet. Das Mietverhältnis für die Polizei bei der Stadt Reinfeld endet im Mai 2019, „Für die Neuunterbringung haben wir bereits verschiedene Objekte in Reinfeld besichtigt und führen gerade mit einem Anbieter Vertragsverhandlungen, die zum Abschluss eines langfristigen Mietvertrags führen sollen“, erklärte jetzt GMSH-Sprecherin Barbara Müller. Konkretere Aussagen könnten allerdings nach Abschluss eines Mietvertrags gemacht werden.

LN-Bild

Es wird erhebliche Veränderungen auf dem Gelände des Rettungszentrums an der Ahrensböker Straße in Reinfeld geben. Die Polizei wird ihre Wache räumen und ein privater Investor soll dafür sorgen, dass die Freiwillige Feuerwehr endlich adäquate Räume bekommen kann.

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Auch zum neuen Standort der Polizeistation gab es keine Angaben. Als sicher gilt, dass die Stadt auf jeden Fall auch in Zukunft Standort für die Polizei bleiben wird. Darauf hatte die Polizeidirektion Ratzeburg hingewiesen. Es gebe einen erhöhten Raumbedarf, auch wegen der vorgesehenen personellen Verstärkung.

In der Zwischenzeit beginnen die kommunalen Planungen für den Neubau eines Rettungszentrums an der Ahrensböker Straße, nachdem in Reinfeld von den Stadtverordneten der Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet worden ist und der Etat für 2018 während einer Sitzung im Dezember gebilligt werden soll. „Ich habe die Hoffnung, dass wir noch im kommenden Jahr bauen können“, sagte Bürgermeister Heiko Gerstmann. Vorgesehen sind aktuell 100000 Euro als Planungskosten sowie Investitionen von insgesamt 3,6 Millionen Euro. Sie sollen zu gleichen Teilen in den beiden Haushalten für die Jahre 2018 und 2019 aufgeführt werden. Die Stadt ist dabei auf die Zustimmung durch den Kreis angewiesen, auch für den Etat 2017 liegt noch kein Okay durch die Kommunaufsicht der Kreisverwaltung vor.

Das Vorhaben Rettungszentrum soll im Zuge einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft realisiert werden. Die Stadt gibt den Bau bei einem privaten Investor in Auftrag und zahlt später eine Miete. „Wir geben dabei eine Funktionalplanung vor“, erläuterte der Bürgermeister.

Das heißt: Die Stadt will den gewünschten Raumbedarf mit den entsprechenden Einrichtungen nennen, und ein privater Anbieter könnte sein Angebot vorlegen. Heiko Gerstmann: „Dann kann es zu einem echten Wettbewerb mit echten Wettbewerbspreisen kommen.“ Auch wenn die Polizisten erst im Mai 2019 ihre Wache räumen müssen, könnten nach Ansicht des Verwaltungschefs bereits im nächsten Jahr die Handwerker auf dem Areal an der Ahrensböker Straße anrücken: „Die Polizei kann im vorderen Teil des Gebäudes bleiben, denn der ist ja schon energetisch saniert worden.“

Als weit wichtiger gilt nämlich der Bau von Fahrzeughallen, Umkleiden und Schulungsräumen für die Freiwillige Feuerwehr Reinfeld. Und dieses Thema brennt der Stadt unter den Nägeln – geht die Feuerwehrunfallkasse doch davon aus, dass die Retter bis 2019 neue Räume beziehen können. Die Feuerwehrwache könnte sogar aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft an ihren bisherigen Standort an der Ahrensböker Straße bleiben werde, dies treffe vermutlich auch für das Deutsche Rote Kreuz zu.

Von Anfang November an will sich deshalb das neuformierte Projektteam mit der künftigen Struktur des Rettungszentrums beschäftigen. Denn auch der Raumbedarf müsse ermittelt werden, bevor die privaten Anbieter in ihren eigenen Planungen und Angebote einsteigen können.

 Von Michael Thormählen

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