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Stormarn Landtagswahl 2017: Martin Habersaat will antreten
Lokales Stormarn Landtagswahl 2017: Martin Habersaat will antreten
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22:03 05.08.2016
„Wir haben unser Schulsystem mit dem Hamburger Schulsystem kompatibel gemacht.“Martin Habersaat, SPD-Landtagsabgeordneter
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Reinbek

Im Landtag ist der SPD-Mann Martin Habersaat seit 2009 aktiv – und wenn es nach ihm geht, dann soll es auch so bleiben. Eine erste Hürde nimmt er am 16.

September, wenn die SPD-Mitglieder zu ihrer Wahlversammlung in Stormarn-Süd (Wahlkreis 31) zusammenkommen und ihre Stimme abgeben. Da es bisher keinen Gegenkandidaten gibt, setzt Habersaat darauf, dass er gegen den CDU-Mann Lukas Kilian ins Rennen geschickt wird, wenn am 7. Mai Landtagswahl ist.

Um bei den Sozialdemokraten in seinem Wahlkreis für sich zu werben, hat der Reinbeker schon mal 350 Image-Broschüren verteilt. Persönlich versteht sich, damit auch das eine oder andere Gespräch entstehen konnte. Was für ihn wichtig ist, „denn Wahlkreisabgeordneter zu sein, heißt für mich zunächst sichtbar und ansprechbar zu sein, Fragen zu beantworten und bei der Lösung konkreter Probleme zu helfen“.

Am liebsten natürlich im Bildungsbereich in Schleswig-Holstein oder im Bereich der Zusammenarbeit mit der Hansestadt Hamburg. „Die Bildungspolitik war und ist mein Schwerpunkt“, erklärt der Lehrer, der für sein Mandat im Landtag beurlaubt ist. Er glaubt, in der Vergangenheit schon viel bewegt zu haben. „Wir haben ein neues Schulgesetz, wir haben unser Schulsystem mit dem Hamburger Schulsystem kompatibel gemacht.“ Nicht zuletzt sei es der Landesregierung endlich gelungen, ein Gastschulabkommen mit der Hansestadt Hamburg abzuschließen. Davon ausgenommen sind allerdings die Berufsschulen.

Habersaat will in den kommenden Jahren mit dafür sorgen, dass bis zum Jahr 2020 an den Schulen eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent gesichert ist. „An den Grundschulen haben wir das schon.“

Gleichzeitig sollen Schulen, die eine schwierige Klientel haben, besser ausgestattet werden. Auch für den Kitabereich existieren große Pläne: Zuschüsse von 100 Euro pro Monat für die Eltern um später die Finanzierung grundsätzlich auf neue Füßen zu stellen. „Wir wollen eine kostenlose fünfstündige Betreuung für die Kinder pro Tag.“

Es ist natürlich nicht alles Friede, Freude Eierkuchen: Im Streit zwischen dem Land und den Kreisen zur Frage, wer die Schulbegleiter finanziert, verweist der stellvertretende Fraktionschef an die Verwaltungen: „Das ist kompliziert, das kann ich politisch nicht lösen. Wir verstärken ja die Schulen mit Schulassistenten. Ich hoffe, dass es im Bereich Schulbegleiter auf eine Pool-Lösung hinausläuft. Es gibt Kreise, die bereits Lösungsmöglichkeiten entwickeln.“ Für den Kreis Stormarn gilt aber: Wenn das Land inklusive Schulen will, soll es auch inklusive Schulen machen. Zieht Habersaat wieder in den Landtag ein, muss er auch hier am Ball bleiben. Und das Land wird 2018 das – wohl sehr teure – Ende der HSH-Nordbank verkraften müssen.

Wahlversammlung für Tobias von Pein (Wahlkreis 30, Stormarn-Mitte) ist am 6. September. Die Kandidatin für den Wahlkreis 31 – Stormarn-Nord –, Susanne Danhier, stellt sich am 30. September den Mitgliedern.

 K. Kuhlmann-Schultz

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