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Stormarn Langsam steigt das Lampenfieber
Lokales Stormarn Langsam steigt das Lampenfieber
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20:10 18.01.2017
Klein Wesenberg

Barclaycard-Arena in Hamburg statt der Kirche in Klein Wesenberg – 10 000, ja vielleicht noch mehr Zuschauer statt der sonst üblichen 300 auf den Kirchenbänken: Das wird ein ganz großer Auftritt für den Chor der evangelischen Kirchengemeinde, der beim Poporatorium im Rahmen des Luther-Jubiläums mit dabei ist.

„Auch bei mir steigt schon das Lampenfieber“, sagt Chorleiterin Irina Rusch. Denn selbst die engagierte und qualifizierte Musiklehrerin betritt musikalisches Neuland: „Vor so einem großen Publikum bin ich auch noch nicht aufgetreten.“ Konzentriertes Üben soll dazu beitragen, dass die rund 25 Sängerinnen und Sänger aus Stormarn ein gutes Bild während der Veranstaltung am 18. Februar abgeben.

Natürlich stehen sie dann nicht allein auf der großen Bühne der riesigen Arena. Insgesamt kommen dann rund 2000 Mitglieder aus zahlreichen Chören in Norddeutschland zusammen.

Die evangelische Kirche will mit einem Poporatorium an Martin Luther erinnern, der vor 500 Jahren seine 95 Thesen an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg schlug – damit begann die Reformation.

Deutschlandweit werden deshalb Konzerte in großen Städten aufgeführt. Auftakt war kurzem in Hannover, das Finale ist für den 31. Oktober in Berlin geplant. Im Mittelpunkt steht dabei das Leben und Wirken Martin Luthers. Deutschlandweit wird stets das gleiche Programm zum Luther-Jubiläum präsentiert.

„Auch unser Kirchenchor hatte sich darum beworben, an dem Oratorium teilzunehmen“, erläutert der Klein Wesenberger Pastor Erhard Graf. Die Aktiven beschafften sich die Notensätze und planen bereits ihre Fahrten nach Hamburg. Der erste Besuch steht in der Elbmetropole am 29. Januar auf dem Programm. Es geht um eine Probe mit den anderen Sängern. Sie findet allerdings nicht in der Barclaycard-Arena statt, sondern in der Friedrich-Ebert-Halle in Hamburg-Harburg. Die Generalprobe steigt erst am 17. Februar in der Riesenhalle neben dem Volksparkstadion.

„Das ganz große Lampenfieber kommt sicherlich noch. Jetzt steht im Mittelpunkt, dass wir unsere Stimmen halten können“, sagt Chormitglied Maren Wilde. Der Auftritt in der großen Arena werde sicher ein ganz besonderes Erlebnis. Davon ist auch Klaus-Rainer Martin überzeugt. „Für uns als kleinen Chor ist es wichtig, zu erleben, wie so ein Auftritt vor einem so großem Publikum abläuft. Das bringt auch unsere musikalische Entwicklung voran.“ Die Sänger sind davon überzeugt, dass sie dank der Arbeit von Chorleiterin Irina Rusch den Auftritt gut meistern werden. „Sie ist sehr gut ausgebildet und hat uns ausführlich in die Thematik eingeführt. Ich denke auch, dass die Proben gut verlaufen“, meint Klaus- Rainer Martin.

Seit Beginn dieses Jahres wird im Gemeindehaus jeweils am Dienstagabend geübt. Die Chorleiterin gibt Ton und Takt an. Irina Rusch wird sich in der Barclaycard-Arena selbst bei den Klein Wesenberger Sängern einreihen. „Wir werden unseren Auftritt sicherlich gut hinbekommen“, ist sie überzeugt. Dann hätten sich auch die Mühen gelohnt.

Denn das jetzt einstudierte Liedgut kann später nicht noch einmal in Klein Wesenberg zu Gehör gebracht werden. „Aufgeführt wird in Hamburg ein einstündiges Musical mit vier Solisten. Da können einzelne Teile nicht herausgenommen werden“, erläutert Irina Rusch.

Michael Thormählen

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