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Stormarn Larissa Kühl startet ihre Ausbildung in Teilzeit
Lokales Stormarn Larissa Kühl startet ihre Ausbildung in Teilzeit
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20:12 23.08.2016
Der Einstieg für Larissa Kühl (28): die Telefonzentrale. Quelle: kks

Teilzeitausbildung ist das Stichwort: Zum ersten Mal in der Geschichte der Verwaltung wird in Trittau eine Auszubildende mit einer 30-Stunden-Woche fit für den Beruf der Verwaltungsfachangestellten gemacht: Larissa Kühl (28), gelernte Hotelfachfrau und Mutter eines dreijährigen Jungen, hat Anfang August mit ihrer Ausbildung begonnen und wird – ebenso wie Vollzeitauszubildende – nach drei Jahren ihren Abschluss machen.

Zwar hält sich Kühl stundenmäßig weniger lange in der Verwaltung auf und verdient auch weniger, sie durchläuft aber alle Fachbereiche wie in einer Vollzeitausbildung. Die Inhalte müssen komprimiert werden. Was Kühl mit anderen Auszubildenden eint, ist der Besuch der Berufsschule in Bad Oldesloe sowie der Verwaltungsakademie in Bordesholm. Sorgen macht ihr die Mehrbelastung nicht, sie hat sich gut organisiert und weiß, dass ihr Sohn im Kindergarten und bei Oma und Opa gut versorgt ist. „Das geht nur, wenn man jemanden hinter sich hat“, erklärt die neue Auszubildende Larissa Kühl, die ihre erste Station in der Telefonzentrale hat. Da wo alle anfangen.

„Für die Verwaltung ist es eine spannende Geschichte“, wie Ausbilderin Svenja Wettstädt erklärt. Es sei, das bestätigt auch Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch, gesellschaftspolitisch ein gutes Signal, das die Gemeinde aussende. „Und es ist gut für uns, wir bekommen eine top-qualifizierte Auszubildende“, erklärt er und meint damit unter anderem Belastbarkeit und Organisationstalent, die Larissa Kühl als junge Mutter mitbringe. Aber auch ihre Erfahrung aus ihrem ersten Beruf. Gleichwohl weiß auch Oliver Mesch, dass es „eine Herausforderung ist. Ich bewundere Frau Kühl dafür, dass sie diesen Schritt geht“.

Für Kühl selbst, die seit zwei Jahren in Trittau wohnt, ist es eine neue Chance. „Die Gastronomie und ein Kind unter einen Hut zu kriegen, ist sehr schwer“, erzählt sie. Um den Bedürfnissen ihrer kleinen Familie gerecht zu werden, entschied sich Kühl für eine zweite Ausbildung. „Ich hatte mir viele Gedanken gemacht. Wichtig war mir, etwas Geregeltes zu finden, etwas im Büro.“ Die Ausschreibung der Gemeinde kam dabei wie gerufen. Sie war eine von 39 Bewerberinnen und Bewerbern, acht davon schafften es ins Gespräch. „Ich hatte ein gutes Gefühl, aber ich war die erste und hatte dann gedacht, es hat sich erledigt“, erinnert sich Larissa Kühl. Weit gefehlt, „am nächsten Tag klingelte das Telefon, und ich hatte den Ausbildungsplatz.“

Auch der Ausbildungsplatz für das kommende Jahr wird sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit ausgeschrieben. In zwei bis drei Wochen wird die Stelle veröffentlicht.

kks

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