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Leinius verabschiedet sich mit Rekordjahr

Bad Oldesloe Leinius verabschiedet sich mit Rekordjahr

Wirtschaftsförderung präsentiert beste Bilanz seit Jahren / Boom in Reinfeld geht weiter.

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Führte 16 Jahre lang die Geschicke der WAS und geht im April in Ruhestand: Norbert Leinius (69).

Bad Oldesloe. Noch am Vormittag liefen gestern die Drähte heiß bei der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS). Telefonate mit Spanien und Reinbek. Bis zum Mittag war dann der letzte Deal für dieses Jahr perfekt. Ein Vertragsabschluss für das — jetzt randvolle — Gewerbegebiet Reinbek war die 28. Ansiedlung bzw. Firmenerweiterung 2015: Rekord! Das Ergebnis von 27 Grundstücksverkäufen aus dem vorherigen Jahr wurde nochmals getoppt.

Kein Wunder, dass WAS-Geschäftsführer Norbert Leinius übers ganze Gesicht strahlte, als er im Anschluss die beste Bilanz seiner 16-jährigen Schaffenszeit präsentierte. Bis Ende April ist der 69-Jährige noch Chef der WAS, ehe er in den Ruhestand geht und an Detlev Hinselmann übergibt. Ein großes Ziel hat Leinius bis dahin noch: den Vertragsabschluss mit Hamburg über das erste länderübergreifende Gewerbegebiet.

Die Bilanz in der Übersicht:

Reinfeld/Stubbendorf: Das Gewerbegebiet an der Autobahn 1 erlebt seit wenigen Jahren einen regelrechten Boom. „Acht Ansiedlungen gab es allein im abgelaufenen Jahr“, berichtet Leinius.

Damit ist zumindest die Reinfelder Seite voll, für Stubbendorf gibt es bereits Reservierungen. Planspiele des Landes für eine Erstaufnahme-Einrichtung haben sich dagegen erledigt. Leinius: „Es gab keine weitere Anfrage.“ Aufgrund des großen Bedarfs von Betrieben müsse man vielmehr über eine weitere Ausdehnung des Gewerbegebiets nachdenken, so der WAS-Chef, zum Beispiel Richtung Reinfelder Klärwerk. Es gebe großen Druck aus dem Süden, wo kaum noch Flächen vorhanden sind. Leinius rechnet damit, das mittelfristig wieder das Gebiet in Mönkhagen an der A 20 interessant wird. „Aber erst, wenn diese bis zur A 7 fertig ist.“

Bad Oldesloe: Gute Nachrichten gibt es auch für die Kreisstadt. Am Sandkamp in der Nähe der A 21 haben sich ein Stahl- und Metallbauer sowie ein Fliesenleger niedergelassen. „Dieses Gewerbegebiet ist nun auch bald dicht“, sagt Leinius. Und auf der anderen Seite im Gebiet Süd-Ost tut sich auch etwas. 20 Hektar sind dort neben der A 1 immer noch frei, doch es gibt mehrere Interessenten und bereits zwei Reservierungen für Firmen. „Es gab auch Anfragen für einen Autohof, aber das wollte die Oldesloer Stadtpolitik nicht“, so Leinius.

Bargteheide/Hammoor: Durch das Aus für die Umgehungsstraße für Hammoor waren plötzlich auch die Pläne für einen Autohof Makulatur. „Jetzt müssen wir alles neu machen“, sagt Norbert Leinius und bleibt Optimist: „In drei Jahren haben wir dort einen Autohof.“ Nur wo genau, müsse man etwa mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr abklären. Denn der wolle das gesamte Autobahnkreuz Bargteheide Richtung Tremsbüttel verlegen. Unstrittig sei jedoch der hohe Bedarf für einen Autohof. „Wir brauchen unbedingt Lkw- Stellplätze.“ In Bargteheide selbst gab es 2015 vier Unternehmensansiedlungen, genauso wie in Siek.

Stapelfeld/Barsbüttel: Im Süden gibt es kaum noch Platz für Firmen. Das Gewerbegebiet Stapelfeld/Braak ist voll, dafür soll Barsbüttel um Höffner herum erweitert werden. Und die WAS hat Flächen in Ahrensburg gekauft. Das größte Projekt wird jedoch das gemeinsame Gewerbegebiet von Hamburg und Schleswig-Holstein mit einer Größe von 40 Hektar. Auf Stormarner Seite ist die Gemeinde Stapelfeld dabei, genauer die Fläche neben dem Merkur-Park. Und es gibt schon jetzt interessierte Unternehmen. Allerdings soll dort keine Logistikfirma hin und auch kein Einzelhandel. Parkplätze sollen unterirdisch gebaut werden und die Firmen sich an der „Gartenpflege“ beteiligen, damit das Gebiet nicht so vermülle wie andernorts.

WAS als Jobmotor

540 neue Arbeitsplätze wurden mithilfe der WAS und ihren Ansiedlungen in 2015 geschaffen. 760 Jobs wurden zudem gehalten, weil Betriebe ihre Flächen erweitern konnten. 31 Millionen Euro investierten die Firmen allein in die Hochbaumaßnahmen. Der Grundstückserwerb ist da nicht eingerechnet.
700 Betriebe wurden in 16 Jahren unter Norbert Leinius angesiedelt oder erweitert.

Markus Carstens

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