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Stormarn Lembke und Feldmann in der Stichwahl
Lokales Stormarn Lembke und Feldmann in der Stichwahl
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20:22 06.06.2016

Jörg Lembke (parteilos) hat bei der Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe 39,7 Prozent der Stimmen und somit die Mehrheit auf sich vereinigen können. Da es im ersten Anlauf einer absoluten Mehrheit bedarf, um Rathauschef zu werden, muss er sich in 14 Tagen nun mit dem Zweitplatzierten messen. Am Sonntag, 19. Juni, tritt er also gegen den CDU-Kandidaten Jörg Feldmann an, der 27,1 Prozent der Wähler überzeugen konnte. Maria Herrmann (SPD) dagegen erzielte lediglich 17,4 Prozent der Stimmen und lag relativ dicht bei Sebastian Schulz, ein Neuling in der politischen Landschaft mit 15,8 Prozentpunkten.

Menschentrauben drängten sich nach Schließung der Wahllokale ins Zelt vor dem Oldesloer Stadthaus, um den Fortgang der Stimmauszählungen am Bildschirm zu verfolgen. Beim spannenden Prozedere liefen nach und nach die Ergebnisse aus den 17 Wahlbezirken ein, allen voran jene der Dörfer. Und so ging ein Raunen durch die Menge, als Lembke gleich zu Beginn in Poggensee mit sagenhaften 62,3 Prozent abschnitt. Da hatte er den Pflock bereits eingeschlagen. Das Ergebnis relativierte sich im Laufe des Abends, doch die Rangliste der Kandidaten blieb unverändert. Jörg Feldmann erzielte sein bestes Ergebnis mit 35,6 Prozent im Bezirk Klaus-Groth-Schule, Maria Herrmann mit 25,3 Prozent in der Schule am Kurpark sowie Sebastian Schulz im Wahllokal Stadtwerke mit 20,2 Prozent.

„Das Ergebnis hat gezeigt, das Klinkenputzen hatte Erfolg. Es war richtig, direkt mit den Bürgern zu sprechen. Ich hatte auch viel Unterstützung von meiner Familie“, sagte der strahlende Bürgermeisterfavorit Jörg Lembke. Aus seinem guten Abschneiden schlussfolgerte er zudem, dass eine Parteibindung nicht unbedingt von Vorteil sei bei solch einer Wahl.

Das hatten die Kandidaten von CDU und SPD wohl auch zu spüren bekommen. Maria Herrmann, als gewiefte langjährige Stadtverordnete, die sich mit dem politischen Geschäft bestens auskennt, war die Enttäuschung schon anzusehen. „Was soll ich dazu sagen, es war eine demokratische Wahl. Das muss ich akzeptieren“, sagte die SPD-Kandidatin. Nicht ganz so weit abgeschlagen, aber dennoch nicht auf dem erhofften Platz 1, äußerte sich Jörg Feldmann von der CDU bescheiden, aber nicht ohne Kampfgeist. „Ich bin zufrieden, dass ich in die Stichwahl gekommen bin. In den nächsten 14 Tagen werde ich versuchen, den Menschen zu vermitteln, dass eine Parteimitgliedschaft nicht schlecht, sondern sehr von Vorteil sein kann“, sagte Feldmann. Er persönlich halte die Formulierung parteilos oder unparteiisch für eine Farce. Schließlich handele jeder, der sich für ein solches Amt bewerbe, politisch.

Ein wenig später als seine Mitbewerber kam Sebastian Schulz zum Stelldichein. „Ich habe das Ergebnis mit meinen Liebsten verfolgt“, sagte er. „Ich bin sehr zufrieden, dass ich als Neueinsteiger gleich 1400 Stimmen erzielt habe.“ Auch, dass er sich mit einer so großen Partei wie der SPD ein Kopf-an-KopfRennen geliefert habe, sei sehr motivierend. Auf jeden Fall wolle er weiter in der Lokalpolitik aktiv bleiben. „So schnell wird man mich nicht los“, meinte Schulz grinsend.

Ein wenig enttäuscht zeigte sich Gemeindewahlleiter Malte Schaarmann ob der Wahlbeteiligung von 46,3 Prozent. „Schade, ich hatte mehr erwartet. Bei den Wahlveranstaltungen im Vorfeld war das Interesse ja sehr groß“, sagte er.

Uwe Rädisch (CDU) hingegen sagte, man könne zufrieden sein. Bei der Stichwahl zwischen Oldesloes amtierendem Bürgermeister Tassilo von Bary und Hagen von Massenbach hätten nur 38,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. 2010 spielte die Deutsche Nationalmannschaft beim Achtelfinale der Fußballweltmeisterschaft nachmittags gegen England.

Dorothea von Dahlen

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