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Löwen in Rot: Reinfelds Raubtiere wechseln das Fell

Reinfeld Löwen in Rot: Reinfelds Raubtiere wechseln das Fell

Noch ist die Restaurierung nicht abgeschlossen, doch fest steht mittlerweile, dass die beiden steinernen Löwen vor dem Reinfelder Heimatmuseum künftig in roter Farbe glänzen werden. Die Figuren bekommen eine farblose Lasur. Damit verschwindet die bisherige goldähnliche Anstrich.

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Eine Figur schimmert bereits rötlich, die andere noch goldgelb: Anja Rademacher mit den Löwen vor dem Heimatmuseum in Reinfeld.

Quelle: Fotos: M. Thormählen

Reinfeld. „Verwendet wird eine hochdampfdiffussionsfähige Silikonharzfarbe“, erläutert Museumsleiterin Anja Rademacher. Dabei handele es sich um eine farblose Lasur, die das Erscheinungsbild des gebrannten Ziegel durchschimmern lässt – so sahen die Figuren im Ursprung aus. Die beiden Reinfelder Löwen stammen aus Zarpen und sind vor rund 100 Jahren in der ehemaligen Ziegelei hergestellt worden. Über das neue Aussehen, so Anja Rademacher, sei in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde des Kreises Stormarn entschieden worden: „Unsere beiden Löwen stehen jetzt auch unter Denkmalsschutz – ebenso wie das Gebäude des Heimatmuseums.“

LN-Bild

Noch ist die Restaurierung nicht abgeschlossen, doch fest steht mittlerweile, dass die beiden steinernen Löwen vor dem Reinfelder Heimatmuseum künftig in roter Farbe glänzen werden. Die Figuren bekommen eine farblose Lasur. Damit verschwindet die bisherige goldähnliche Anstrich.

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Zurzeit spiegelt allerdings nur eines der beiden Tiere sein späteres Erscheinungsbild wider. DiplomRestaurator Roland Hooss hat während seiner Arbeit den alten goldfarbenen Belag entfernt. Außerdem wurden vorhandenen Nähte geschlossen und eine Löwenpranke erneuert. „Wenn jetzt die Witterung noch mitspielt, dann will der Restaurator in den nächsten Tagen den neuen Anstrich aufbringen“, erläutert Anja Rademacher.

Die Experten haben sich für diese spezielle Lasur entschieden, weil sie nach den Worten der Museumsleiterin auch bei späteren Sanierungsarbeiten wieder problemlos entfernt werden könne: „Das kann ja in 20 bis 30 Jahren der Fall sein.“ Der Farbanstrich eines Tieres wird allerdings die letzte Aktion in diesem Jahr sein. Der zweite Löwe behält noch für einige Monate sein altes Aussehen – er wird von Roland Hooss erst im kommenden Jahr bearbeitet – vermutlich ab März. Dann stehen auch die Sanierungsarbeiten für die beiden Betonsockel auf dem Plan. Finanzielle Aspekte spielen dabei für die Stadt keine Rolle, denn das Projekte wird von der Fielmann-Stiftung bezahlt.

Die Raubtiere sind mittlerweile fast schon zu Filmstars geworden, denn sie flimmerten auch bei einer Vorführung mit Szenen aus dem alten Reinfeld über die Leinwand. „Und da wurde deutlich, dass es im ehemaligen Kurhotel ein Lokal mit dem Namen ,Gaststätte zu den Löwen’ gegeben hat“, betont Anja Rademacher. Vor dem Gebäude hatten die beiden Figuren auch schon einmal ihren Liegeplatz.

Die Filmvorführung erlebte eine gewaltige Resonanz – rund 340 Karten wurden vergeben, das Rund im Audimax war gefüllt. „Viele Besucher konnten sich dabei noch sehr gut erinnern, wie es damals zu ihrer Jugendzeit in Reinfeld ausgesehen hat“, so die Museumsleiterin. Für das engagierte Helferteam bedeutete dieses Projekt einen weiteren Höhepunkt in einem jetzt zu Ende gehenden Ausstellungsjahr.

Es war vor allem geprägt von der Sonderschau über Gaststätten und Kneipen, in denen die Reinfelder einst ein wildes Nachtleben feierte. Die Sonderausstellung wird am Sonntag, 17. Dezember, zum letzten Mal gezeigt.

Anja Rademacher bereitet inzwischen eine neue Sonderschau vor. 2018 soll es um das Thema „Schule“ gehen – um die Klosterschule, die Alte Schule oder die Fleckenschule. „Vielleicht wird sich dann auch so mancher Besucher an seine eigene Schulzeit erinnern“, hofft die Museumsleiterin. Natürlich an die vielen Einsen und Zweien, die man als Schüler bekam.

Kalender für 2018

Fotos von Heinz Fremke schmücken den neuen Jahreskalender. Die Stadt hat den Nachlass des Fotografen gekauft, der mit vielen Schwarzweiß- Aufnahmen Szenen aus Reinfeld festgehalten hat. Der Kalender für 2018 kostet 13 Euro und wird in der Buchhandlung Michaels an der Paul- von-Schoenaich-Straße verkauft.

Das Heimatmuseum am Neuen Garten 9 ist jeweils sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet Der Eintritt ist frei.

Michael Thormählen

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