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Stormarn Lothar Lakies: „Einmal wollte ich vor Anke sein“
Lokales Stormarn Lothar Lakies: „Einmal wollte ich vor Anke sein“
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20:27 19.04.2016
Adelbert Fritz (2.v.l.) freute sich über die sportlichste Familie aus Bargteheide. Dazu gehören Gisela Bornholdt, ihre Tochter Christel Heindorf sowie deren Söhnen Jonas (15, hinten), Silas (8), Yannis (12) und Lukas (v.l., 14). Sie erhielten Eintrittskarten für das Meereszentrum auf Fehmarn. Quelle: ep

Als das Deutsche Sportabzeichen (DSA) nach einer Idee des Sportfunktionärs Carl Diem 1913 erstmals absolviert wurde, hätte sich niemand träumen lassen, dass es bis heute 35 Millionen Mal abgelegt sein würde. „Das ist wirklich eine unglaubliche Zahl“, bestätigte Verena Lemm vom Kreissportverband (KSV) Stormarn jetzt in den Räumen der Sparkasse Holstein bei der Ehrung der Sportler im Kreis.

Freudestrahlender Oldesloer: Lothar Lakies, Ehemann von Triathletin Anke Lakies. Quelle: Fotos: E. Preuß

Dieses Mal erwartete die Gäste eine Talkrunde, bei der Adelbert Fritz, Vizevorsitzender des KSV, Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und Michael Ringelhann von der Sparkasse Holstein sich den Fragen von Frau Lemm stellen mussten. Fritz und Harmuth lobten dabei vor allem die Vereine und die Übungsleiter für ihr großes Engagement. Ringelhann betonte, dass die Sparkasse das Sportabzeichen als wichtigen Bestandteil des Breitensports ansehe und dieses daher auch weiterhin unterstützen werde.

Mit 3689 Sportabzeichen war der Kreis Stormarn wie seit dem Jahr 2000 führend in Schleswig-Holstein. Als beste Schule wurde erneut die Grundschule in Stapelfeld mit 350 Euro ausgezeichnet. „Und wir hatten erschwerte Bedingungen“, sagte Konrektorin Claudia Lutz. Denn sieben Achtel des Sportplatzes waren als Baugebiet ausgewiesen worden, so dass nur noch Platz für eine 50-Meter-Bahn und eine Sprunggrube war. Das Werfen wurde auf den Schulhof verlegt und das Laufen auf eine wenig befahrene Straße. Für die Prämie will die Schule Geräte für die Halle oder den Pausensport anschaffen.

Acht Grundschulen wurden ausgezeichnet, aber keine aus der Kreisstadt. „Früher haben fast alle Grundschulen beim DSA mitgemacht, heute ist das oft im Schulalltag nicht mehr unterzubringen“, bedauerte Lemm. „Früher gab es auch fünf Disziplinen“, sagte Carl-Heinz Dunker, der die Änderung auf vier Kategorien nicht so gut fand. Der 78-jährige Reinbeker wurde geehrt, weil er den Anforderungen des DSAs zum 45. Mal gerecht geworden war. „Als Jugendlicher war ich Zehnkämpfer und beherrschte das Kugelstoßen am besten“, sagte Dunker. Aus gesundheitlichen Gründen ist er inzwischen aufs Radfahren umgestiegen. Bereits als junger Mann hatte Dunker auch seine Übungsleiterlizenz gemacht.

„Doch kaum hatte ich sie, konnte ich sie aus beruflichen Gründen nicht einsetzen.“ Und so holt er sich den „Schein“ jetzt erneut und wird künftig auch als Übungsleiter auf dem Sportplatz aktiv sein.

Als sportlichste Familie ist diesmal die Familie Bornholdt/Heindorf vom TSV Bargteheide ausgezeichnet worden. Gisela Bornholdt (76), Tochter Christel (46), Schwiegersohn Dirk (53), sowie die Enkel Jonas (15), Lukas (14), Yannis (12) und Silas (8) fuhren 2015 mindestens einmal wöchentlich auf den Sportplatz, um die Anforderungen des DSAs zu erfüllen. Oma Gisela, die sich zum ersten Mal den Übungen stellte, mochte das Seilspringen am liebsten, hatte in dieser Leistungskategorie auch schnell ihr Soll erfüllt. Zu kämpfen hatte dagegen Enkel Lukas beim Standweitsprung. Als der 14-Jährige es endlich geschafft hatte, avancierte eben diese zu seiner Lieblingsdisziplin. Und was gefiel dem Jüngsten am besten? „Das Rennen!“, erklärte der achtjährige Silas wie aus der Pistole geschossen.

„Einmal wollte ich mal vor meiner Frau sein“, sagte Lothar Lakies (49) schmunzelnd. Der Oldesloer, der sonst selten ohne Ehefrau, die erfolgreiche Du- und Triathletin Anke, zu sehen ist, kam allein zur Ehrung für sein 30. Sportabzeichen. „Anke ist erst nächstes Jahr dran, da war ich mal schneller“, sagte er. Das DSA absolviert die Familie, zu der auch die Söhne Tobias und Marcel (beide 22) gehören, meist gemeinsam. „Mal gucken, ob wir auch noch die Freundinnen unserer Söhne zum Mitmachen animieren können", sagte Lakies.

Alle Preisträger auf einen Blick

25 Mal Sportabzeichen: Inger Donder, Brigitte Schlichting, Margrit Knop, Helga Maack, Elke Witten, Roswitha Kuhlke, Holger Hinrichsen, Gerhard Teetz, Hans-Wilhelm Steen, Rainer Vagt.

30 Mal Sportabzeichen: Hanne Bernaisch, Mary Rohde, Helga Kasten, Eckhard Käding, Jürgen Krüger, Lothar Lakies.

35 Mal Sportabzeichen: Heide Kiesewetter, Ingrid Post, Sabine Cravaack, Jürgen Hettmann, Irma Mölck, Karin Wendt.

40 Mal Sportabzeichen: Hans Otto Dietrich

45 Mal Sportabzeichen: Carl-Heinz Dunker.

Sportlichste Familie: Familie Bornholdt/Heindorf bestehend aus: Mutter Gisela, Tochter Christel, Schwiegersohn Dirk, Enkel Silas, Jonas, Lukas und Yannis vom TSV Bargteheide.

KSV-Vereinswettbewerb: 1. VSG Stapelfeld, 2.   SV Preußen Reinfeld, 3. TSV Mollhagen

LSV-Schulwettbewerb: Matthias-Claudius-Schule in Reinfeld, Grundschule (GS) Klosterbergen in Reinbek, GS Mollhagen, Helmut-Land-GS in Oststeinbek, GS Mühlenredder in Reinbek, GS Schönningstedt, GS Hamberge, GS Stapelfeld. EP

Von Edith Preuß

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