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Stormarn Mächtiges Instrument für den guten Klang
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19:12 31.05.2016
Kirchenmusikerin Barbara Fischer beim fröhlichen Gesang mit den Grundschülern. Quelle: Margret Pantelmann

Bei einem würdigen Empfang wurde die Königin der Instrumente, die neue Kirchenorgel der Martin-Luther-Kirche (MLK), in Trittau begrüßt. Bevor der Umzug durch den Ort startete, sorgte an einem gemeinsamen Treffpunkt ein Platzkonzert mit dem Bläser-Ensemble der MLK und mehr als 600 fröhlichen Stimmen von Grundschülern der gesamten Mühlau- Schule sowie zwei fünften Klassen aus dem Gymnasium Trittau mit der Singschule Jona und von vielen anderen Teilnehmern für den stimmungsvoll feierlichen Rahmen. Daneben war der geschmückte Lastwagen geparkt, in dem die Orgel in den vielen Einzelteilen transportiert worden war.

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Kirchenmusikerin Barbara Fischer beim fröhlichen Gesang mit den Grundschülern.

Für den reibungslosen Ablauf hatte sich eine große Gruppe von Ehrenamtlichen aus der Kirche engagiert. Gekommen waren auch zahlreiche Trittauer, aber auch aus Nachbarorten, die sich dem Slogan auf dem Banner „Hurra, sie ist da!“ verbunden fühlten und ebenso wie die Kinder mit Fähnchen ausgestattet ihre Freude bekundeten. Eine Polizei-Eskorte begleitete den langen Umzug, mit dem Lkw vorneweg, zur Kirche. Dort warteten bereits etwa 200 Kita-Kinder.

„Endlich ist die Orgel hier, wo sie hingehört. Wenn das kein Grund zum Feiern ist“, verkündete Kirchenmusikerin Barbara Fischer, als der Lkw zum Entladen bereit stand. „Sie ist da! Nach genau 2035 Tagen seit Gründung des Orgelbauvereins am 4. November 2010 wurden 281 000 Euro aus Spenden und Patenschaften für die Orgel gesammelt; nach bisher 450 Pfeifenpatenschaften und einer großen, wachsenden Zahl von begeisterten Menschen für das Instrument und die Aktion“, gab sie bekannt. Noch zur Gründung des Orgelbauvereins hatte die Kirchenmusikerin von der Orgelweihe im Luther-Jahr 2017 als absolutem Wunschtraum gesprochen. Jetzt wird die neue Orgel schon in diesem Jahr am 2. Oktober geweiht.

„Welch ein Empfang, ich habe Gänsehaut bekommen“, so Trittaus Bürgervorsteherin Ulrike Lorenzen. „Heute geht ein Herzenswunsch für Trittau in Erfüllung. Das ist ein stolzes Zeichen der Zusammengehörigkeit unserer Gemeinde“, sagte sie. Dies sei das Ergebnis des unermüdlichen Engagements vom Orgelbauverein und den vielen Menschen, die dieses Projekt unterstützten. Die Orgel werde das kulturelle Leben weiter bereichern.

Eine neue Orgel war unumgänglich: Umfangreich technische Mängel, häufige Reparaturen und letztlich ein 2007 erstelltes Orgelgutachten hatte das erst 1964 gebaute Instrument als nicht erhaltenswert eingestuft. „Ventile regelten nicht mehr zuverlässig, die Pfeifenfüße sackten ein und bestimmte Reihen der 22 Register hatten nicht mehr angesprochen“, erklärte Barbara Fischer, die von ähnlichen Problemen in anderen Kirchen weiß. Die durch Materialermüdung ausgespielte Spieltraktur sei für den Organisten oft ein Russisches Roulette gewesen.

In den 60er Jahren wurde beim Orgelbau mit neuen Materialien aus dem Flugzeugbau viel experimentiert. Heute geht man wieder zur traditionellen Bauweise mit viel Holz und ohne Kunststoff zurück. Die neue Orgel soll in ihrem Klang und Charakter einen Farbtupfer in der Orgellandschaft Südstormarns setzen. Fischer: „Mit dem Neubau setzen wir ein Zeichen, dass unsere Kirchengemeinde sich lebendig und musikalisch vielfältig am kulturellen Leben in und um Trittau beteiligt.“

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