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Stormarn Magische Grenze überschritten
Lokales Stormarn Magische Grenze überschritten
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20:10 01.11.2017
Glinde

Im Vergleich zum gesamten Vorjahr ist dies schon jetzt eine Steigerung um 87 Einsätze (das entspricht fast 40 Prozent). Wie eine Anforderung der Glinder Drehleiter zur nachbarschaftlichen Hilfe nach Grande zeigt, wird die Wehr aufgrund von neuen Alarmierungsreihenfolgen im Kreis Stormarn immer häufiger auch ins benachbarte Umland geschickt. Das sekundäre Einsatzgebiet umfasst das gesamte südliche Kreisgebiet bis nach Ahrensburg im Norden und Köthel im Osten.

Dabei spielen in der Einsatzstatistik der Feuerwehr Glinde immer mehr Unwettereinsätze eine große Rolle. Stürme und Starkregen fordern die Hilfe der Feuerwehrleute mehr und mehr. So hatte „Herwart“ in der Nacht auf Sonntag alleine 26 Einsätze der Wehr zur Folge. „Das ist noch vergleichsweise wenig“, resümiert Gemeindewehrführer Michael Weidemann. „Erst der letzte Sturm Anfang Oktober bescherte uns rund 80 Ausrücker.“

Einmal pro Tag im Einsatz

Damit ist die Wehr durchschnittlich mindestens einmal pro Tag unterwegs. „Diese Einsatzbelastung insgesamt ist für die Führungskräfte und die Mannschaft eine enorme Belastung“, sagt Weidemann. Das stößt auch bei so manchem Arbeitgeber an die Grenzen.

Und damit ist ein Konflikt zwischen dem ehrenamtlichen Engagement und der beruflichen Tätigkeit eines Jeden vorprogrammiert. Neben dem hauptamtlichen Gerätewart hatte der Glinder Gemeindewehrführer jüngst gegenüber der Politik die im Vertrag der Kieler Jamaika-Koalition genannte Möglichkeit auch für einen bei der Stadt angestellten hauptamtlichen Wehrführer in solchen Orten ins Gespräch gebracht.

Auch Tage nach dem Sturm „Herwart“ sind die Freiwilligen Feuerwehren im Land noch immer mit der Beseitigung von Schäden beschäftigt. So musste die Feuerwehr Trittau zu einem Windbruch ins Trittauer Feld ausrücken. Anwohner aus einem nahen Reiterhof hatten den Baumschaden entdeckt und die Feuerwehr informiert. Ein dicker Ast hing in der Krone einer Eiche und drohte auf den Waldweg zu fallen. Feuerwehrleute beseitigten die Gefahr und räumten den Weg wieder frei.

Auch die Freiwilligen Feuerwehren Ahrensburg, Hoisdorf, Bargteheide und Großhansdorf mussten noch Tage nach Durchzug des Sturmtiefs zur Beseitigung von Sturmschäden ausrücken.

hfr/rtn

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