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Stormarn Markierungen für drei Millionen Euro
Lokales Stormarn Markierungen für drei Millionen Euro
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21:26 28.07.2016
Die alten Markierungen werden beseitigt, ehe dann die neuen Folien aufgebracht werden. Quelle: Fotos: Burmester
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Schwarzenbek/Grande

Damit neigt sich die grundhafte Sanierung der Berlin-Autobahn nach nunmehr 15 Jahren Bauzeit dem Ende zu.

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Auf der A 24 wird zum ersten Mal die teure, aber extrem haltbare Markierung aufgetragen.

Auf insgesamt 26 Kilometern Länge werden derzeit die teils provisorischen und teils verschlissenen Fahrbahnmarkierungen erneuert. Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) sagte: „Bei dieser Baumaßnahme handelt es sich um eines der derzeit bundesweit aufwändigsten Projekte dieser Art. 70 Kilometer Markierungsfolie mit einer Breite von 15 Zentimetern für die mittlere Markierung zwischen den Fahrstreifen und dem Fahrbahnrand an der Mittelschutzplanke sowie 50 Kilometer Folie mit einer Breite von 30 Zentimetern für den Seitenstreifen werden in diesen Tagen aufgebracht.“

Doch bevor die neue Superfolie aufgetragen werden kann, muss die alte Markierung runter. Dafür sind vier Baukolonnen zweier Firmen als Arbeitsgemeinschaft unterwegs auf den 26 Kilometern Autobahn zwischen der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern bei Gudow und der Anschlussstelle Schwarzenbek/Grande. Zunächst muss mit einer riesigen Maschine die alte Markierung entfernt und die Fahrbahn auch gereinigt werden. Dafür wirbelt Wasser mit hohem Druck aus speziellen Düsen über die alte Markierung und fräst sie förmlich ab. Gleichzeitig wird das Ganze dann abgesaugt.

Im nächsten Schritt kommt dann eine weitere Kolonne, die einen speziellen Kleber auf die Betonpiste bringt oder einen Kleber auf Bitumenbasis auf den asphaltierten Teil der Autobahn spritzt. Erst danach kann die Spezialfolie aufgebracht und angepresst werden.

„Für diese neue Folie, die etwa dreimal so lange halten soll wie die bisher genutzte Thermofolie, allerdings auch dreimal so teuer ist, müssen vor allen Dingen die Witterungseinflüsse bei dem Aufbringen passen“, erklärte Sommerburg. Weil viele Bauabschnitte der sanierten Autobahn 24 erst spät im Herbst fertiggestellt worden seien, habe man damals nur eine sogenannte Freigabemarkierung aufgebracht. „Die Arbeiten sollen bis Mitte September abgeschlossen sein. Wir haben uns dazu ganz bewusst die Ferienzeit ausgesucht, weil auf dieser Berufspendlerstrecke in diesen Wochen die Verkehrsbelastung eindeutig am geringsten ist“, machte der Kieler Staatssekretär Frank Nägele gestern beim Ortstermin in Grande deutlich. Gleichzeitig bat er die Autofahrer um Geduld. Denn die Arbeiten würden nur im Rahmen von Tagesbaustellen erledigt. Es werde immer nur eine Markierung zurzeit erneuert, um die Verkehrsbehinderungen mit einer Beschränkung auf Tempo 80 so weit wie möglich zu verringern. Laut Sommerburg finden die Arbeiten von Montag bis Sonnabend statt, wobei insbesondere die Zeiten des Berufsverkehrs berücksichtigt werden sollen.Die hohen Kosten dieser neuen Markierung nimmt Staatssekretär Nägele in Schutz: „Bei diesem Verfahren ist der Aufwand der Verkehrssicherung wesentlich geringer, und wegen der langen Haltbarkeit muss auch nicht so oft eine Baustelle eingerichtet werden.“

• Ein Video gibt es auf LN-Online.de

 Jens Burmester

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