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Stormarn Mary Panzer – Gesang zwischen Psalmen und modernen Liedern
Lokales Stormarn Mary Panzer – Gesang zwischen Psalmen und modernen Liedern
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12:25 30.07.2018
Die Oldesloerin Mary Panzer absolviert derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr im Jugendhaus des Klosters Nütschau. Quelle: Fofana
Bad Oldesloe

Mary, die eigentlich Benedikta Maria heißt, trägt ihren Spitznamen „seitdem ich denken kann“. Ab der zweiten Klasse wuchs die gebürtige Hamburgerin in Bad Oldesloe auf. Und das Singen begleitet sie schon mindestens genauso lange. „Ich habe von Kindesbeinen an in Chören gesungen“, berichtet sie. Und nicht nur da. Denn Mary singt nicht nur auf sämtlichen Bühnen, sondern gern und spontan auch immer dann und fast überall, wenn ein Stichwort sie an einen Liedtext erinnert.

Das kann dann durchaus auch einmal im Büro passieren. Denn da sitzt die Oldesloerin häufig, seitdem sie nach dem Fachabi ein Freiwilliges Soziales Jahr im Jugendhaus St. Benedikt am Kloster Nütschau begann. Und wenn sie da mal wieder ganz spontan bei Verwaltungsarbeiten singt, ist es „für mich selbst schön“, sagt sie. Doch sie weiß auch, dass ihr Gesinge in solchen spontanen Momenten anderen auch schon mal zu viel werden kann. Zum Glück bietet ihr das FSJ insgesamt fernab vom Büroalltag „viel Freiheit zum aktiven Gestalten“. Mary: „Ich kann mich da sehr gut musikalisch einbringen.“

Ihr Vorteil: Sie ist offen für unterschiedliche Musikrichtungen. „Ich singe auch gerne Psalmen und alte Gesänge“, verrät sie. Viele Möglichkeiten für Gesang und eigene Texte bieten sich ihr bei den eigenen Kursen des Jugendhauses; so für Texte, die zum Thema des Morgenimpulses passen, die sich zum Beispiel um Dankbarkeit oder Ängste drehen können.

Die Texte, die die 20-Jährige zu Papier bringt, handeln auch mal von Herzschmerz oder Jahreszeiten. Wann immer ihr etwas in den Sinn kommt, schreibt sie es nieder. Erst müsse das Gefühl dafür da sein. Andersherum funktioniere es bei ihr nicht. Auch beim Komponieren muss erst der richtige Moment kommen. Dann ist der Geistesblitz schnell in die Tat umgesetzt. Die Oldesloerin: „Es passiert aus einem Gefühl heraus.“ Dann schnappe sie sich ihre Gitarre und die Klänge fühlten sich richtig an.

Auftritt auf dem Stadtfest

Mary Panzer: „Es gibt viele schöne Songs, die mich auf verschiedene Weise berühren. Auf dem Oldesloer Stadtfest beispielsweise hat sie neben eigenen Songs Titel von Radiohead und ihren Favoriten Liza&Kay vorgetragen. Von Letzteren waren es die Songs „Messer“ und „Keiner sagt was“. Sie gibt dem Duo die Bestnote: „Ich finde die wunderschön. Es lohnt sich, die anzuhören.“ Einer ihrer eigenen Titel heißt „Every single step“. Die Sängerin: „Dabei geht es darum, dass man manchmal glaubt, den richtigen Weg nicht zu finden, und sich fehl am Platz fühlt. Wenn man hinter den Schmerz und die Hoffnungslosigkeit schaut, erkennt man jedoch, dass alles einen Grund hat. Jeder Schritt, den man macht, trägt dazu bei, dass die Erde sich dreht.“

Im Dezember hat Mary ihren nächsten Auftritt mit der Oldesloer Band Nuthouse Flowers. „Die Celtic Folk Rock Night im KuB war voriges Jahr komplett ausverkauft. Das war sehr schön“, sagt die 20-Jährige, die davor bestimmt noch das eine oder andere Mal auf einer der Oldesloer Bühnen zu sehen und zu hören sein wird. Die Oldesloerin: „Ich versuche, mich überall einzubringen, wo es geht.“ So sei sie ebenso in der Katholischen Gemeinde St. Vicelin aktiv als Katechetin und begleite Jugendliche auf dem Weg zur Firmung.

Als Wunschberuf könnte sie sich auch Traumdeuter oder Traumtherapeut vorstellen, da sie sich sehr für Psychologie und die Psyche eines Menschen interessiert. Doch da der Weg dahin sehr anstrengend ist, peilt sie ab September einen anderen Beruf an, der mindestens genauso gut zu ihr passt: den der Erzieherin. Mary: „Das ist auf jeden Fall das Richtige für mich. Ich denke schon, dass ein Stück Therapie darin ist.“

Von einem jedenfalls ist die 20-Jährige felsenfest überzeugt. „Ich bleibe für immer in Bad Oldesloe.“ Ihre Traumstadt hat für sie einen besonderen Charme. Sie lobt: „An jeder Ecke ist Kultur.“ Vor kurzem war sie erst wieder von der Opernproduktion im KuB restlos begeistert. Für sie sei in Bad Oldesloe immer etwas los.

Der Rasen vor der Peter-Paul-Kirche gehört im Sommer zu ihren liebsten Plätzen. Und einen Grund, um noch einmal einen Umweg in die Innenstadt zu machen, findet sie immer. Denn in der Fußgängerzone treffe man sich, werde zu einem Eis oder einer Jam eingeladen, habe man Zeit für ein Gespräch und einen Tee oder Kaffee. Mary: „Bad Oldesloe ist mein Herzensort. Ich werde hier niemals weggehen.“

Von Susanna Fofana

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