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Mehr Muskeln für Bargteheide

Bargteheide Mehr Muskeln für Bargteheide

Treiben Sie Sport? Welche Sportart machen Sie? Wünschen Sie sich ein anderes Sportangebot? Diese Fragen stehen auf den Fragebögen, die demnächst stichprobenartig in 1500 Bargteheider Briefkästen liegen werden. Die Stadt lässt wissenschaftlich ermitteln, welcher Sportstättenbedarf herrscht.

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Bereiten einen wissenschaftlichen Sportstättenplan vor: Claus Christian Claussen (v.l.), Professor Jens Flatau von der Universität Kiel und Detlef Müller.

Quelle: B. Albrod

Bargteheide. Sie sind Bestandteil eines Sportentwicklungsplans, den die Stadt Bargteheide bei Professor Jens Flatau vom Institut für Sportwissenschaften an der Universität Kiel in Auftrag gegeben hat. Damit soll wissenschaftlich ermittelt werden, wo Bargteheide noch Bedarf an Sportstätten hat, welcher Sport in Zukunft gefragt sein wird und wo eventuell auch Sportstätten zurück gebaut werden können. Über spezielle Workshops und die Umfrage können die Bürger mitreden.

„Die Anforderungen an eine wachsende Stadt wie Bargteheide verändern sich“, erläutert Interimsbürgermeister Claus Christian Claussen. „Die Schulbetreuung hat sich auf den Nachmittag ausgedehnt, der Vereinssport hat neue Bedarfe, dazu kommt der demographische Wandel.“ Neu sei beispielsweise die Disziplin Parkour, die aus einer Sportgruppe am Eckhorst-Gymnasium hervorgegangen sei und für die in einer Jugendwerkstatt ein entsprechender Platz gebaut worden sei, gibt Detlef Müller von der Stadtverwaltung ein Beispiel. „Wir merken, dass das Sportverhalten sich ändert, für die Einschätzung hilft ein neutraler Blick von außen.“

Um Angebot und Nachfrage optimal aufeinender abstimmen zu können, hat sich Bargteheide nun Hilfe aus Kiel geholt. Die Kosten von 23000 Euro für das Gutachten werden mit 10000 Euro vom Land bezuschusst.

„Wir untersuchen beispielsweise, was der Breitensport braucht oder wie es beim Thema Seniorensport aussieht“, erläutert Professor Flatau. Dahinter stehe der volkswirtschaftliche Ansatz, Bestand und Bedarf zusammen zu bringen. „Die Stadt muss investieren und dafür den Bestand kennen.“ Erhoben wird unter anderem der Zustand der Bargteheider Sportstätten, die Erreichbarkeit, die Zahl der Trainer oder die Auslastung der Hallen. „Durch das Ganztagsangebot an den Schulen wächst der Schulsport“, gibt Flatau zu bedenken. „Das müssen wir mit der Entwicklung der Bevölkerungszahl und der Altersstruktur in Bargteheide verrechnen.“ Neben der Bevölkerung werden auch die Sportvereine und die Schulen in Bargteheide in die Befragung eingebunden.

„Mobilität spielt für Sportstätten eine große Rolle“, hat Flatau die Erfahrung gemacht, der ähnliche Sportentwicklungspläne schon für andere Städte und den Kreis Rendsburg-Eckernförde gemacht hat.

„Da hat sich gezeigt, dass ältere Bürger sich mehr Hallen statt Plätze wünschen.“ Ziel der Untersuchung sei eine Bedarfsliste, keine Wunschliste. Die Bürger hätten über die Befragung und später über Workshops zum Thema die Möglichkeit einer direkten Beteiligung. „Die Sporthallen in Bargteheide sind komplett ausgelastet“, ergänzt Sabine Meurers von der Stadtverwaltung, „der TSV ist mit 3500 Mitgliedern mittlerweile der zweitgrößte Sportverein in Stormarn.“

Auf die Stadt kommen je nach Ergebnis der Studie große Investitionen zu. „Für die Sanierung der Sporthalle am Kopernikus-Gymnasium stehen bereits Mittel im Haushalt bereit“, erklärt Claussen. Das Bargteheider Freibad ist gerade mit großem Aufwand saniert worden. „Natürlich wird die Umsetzung Geld kosten, da müssen die Dinge priorisiert und abgearbeitet werden.“ Entscheiden werde darüber die Stadtvertretung.

Acht Sporthallen

In Bargteheide gibt es derzeit drei Sporthallen mit je drei Feldern und fünf Sporthallen mit je einem Feld. Dazu kommt der große Sportplatz am Freibadgelände. Auch die Waldorfschule in Bargteheide denkt über den Bau einer eigenen Sporthalle nach. Der TSV hat gerade gemeinsam mit der Volkshochschule ein Studio eröffnet, um der Raumnot zu begegnen.

 Bettina Albrod

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