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Stormarn Michaela Dämmrich wird Beauftragte für Tierschutz
Lokales Stormarn Michaela Dämmrich wird Beauftragte für Tierschutz
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08:58 06.01.2016
Michaela Dämmrich (Grüne).

Die Oldesloer Stadtverordnete und Kreistagspolitikerin der Grünen, Michaela Dämmrich (54), wurde jetzt zur Landesbeauftragten für den Tierschutz in Niedersachsen berufen. Künftig ist der Arbeitsplatz der Stormarnerin also nicht mehr in Lübeck, sondern in Hannover. Bisher arbeitet Dämmrich, die Tiermedizin studiert hat, als Vize-Amtsleiterin bei der Hansestadt Lübeck im Bereich Umwelt, Natur und Verbraucherschutz.

Mit der Berufung einer Landesbeauftragten will die Landesregierung den Tierschutz in Niedersachsen verbessern. Die Einrichtung der Stelle wurde bereits im rot-grünen Koalitionsvertrag angekündigt.

In Niedersachsen soll Dämmrich Ansprechpartnerin für Tierschutzverbände werden, an Gesetzgebungsverfahren mitwirken und auch Infomaterial für Schulen und Verbände produzieren.

Sie wird direkt dem Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) zugeordnet und auch Geschäftsführerin des Tierschutzbeirates sein, der die Interessen der Tierschutzverbände bündelt.

„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe. Ich engagiere mich schon sehr lange im Tierschutz, habe schon viele Positionspapiere erarbeitet. Dass, was ich in Hannover machen kann, ist eher eine Mission als ein Job“, erklärt Michaela Dämmrich gegenüber den LN. Voraussichtlich am 1. Juli wird sie ihre Stelle in Hannover antreten. Ihr Wohnort bleibt Bad Oldesloe. Was auch bedeutet, dass sie ihren Sitz als Mitglied der Grünen im Oldesloer Kreistag behalten will.

Zur Zeit überlegt sie allerdings, ob sie ihr Stadtverordnetenmandat abgibt. „Ich muss mich erst einmal sortieren“, erklärt die Mutter eines erwachsenen Sohnes. Gibt sie ihr Mandat ab, dann wäre Hartmut Jokisch ihr Nachfolger. Als Stadtverordnete hat die Politikerin unter anderem die Baumschutzsatzung mit auf den Weg gebracht, im Kreistag sitzt sie als Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie im Umweltausschuss.

Die Entscheidung, Dämmrich zu bestellen, wird von der niedersächsischen FDP kritisiert. Es dränge sich der Verdacht auf, dass es in diesem Fall um die Versorgung von Parteifreunden mit lukrativen Posten gehe, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP- Fraktion, Christian Grascha.

Das sieht Michaela Dämmrich nicht so. Es hätten sich viele Kandidaten beworben, auch viele Grüne. Aber „es war ein hartes Bewerbungs- und Auswahlverfahren, ich bin insgesamt fünf Mal in Hannover gewesen“. kks/hra

LN

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