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Mina weinte echte Tränen

Hamfelde Mina weinte echte Tränen

Weinen auf Kommando klappte bei der Zehnjährigen aus Hamfelde sofort. Jetzt spielt sie neben Anna Loos im ZDF-Krimi.

Szene aus „Helen Dorn – Verlorene Mädchen“: Heimkind Mila (Tara Fischer, Mitte) sorgt sich um ihre kleine Schwester Hannah (Mina Liann Banaschewski, l.). Mila wird verdächtigt, gemeinsam mit Freundin Jasmin (Emma Bading, r.) ihren Vormund, einen Anwalt, ermordet zu haben.

Quelle: Zdf/willi Weber

Hamfelde. Als Mina auf Wunsch weinen sollte, stellte sie sich vor, dass die Decke neben ihr ein totes Meerschweinchen wäre. Es klappte auf Anhieb, und die Tränen auf Befehl brachten der zehnjährigen Schülerin aus Hamfelde eine Filmrolle ein. Am Sonnabend ist sie um 20.15 Uhr in einem Krimi in der Folge „Helen Dorn – Verlorene Mädchen“ im ZDF zu sehen. „Ich spiele das Waisenkind Hannah und bin die kleine Schwester von einem Mädchen, das erpresst wird“, erzählt Mina. Denn die große Schwester hat eine Fotokarte im Besitz, die ein Mörder unbedingt wiederhaben möchte. Anna Loos als Kommissarin Helen Dorn ermittelt in dem Fall.

LN-Bild

Weinen auf Kommando klappte bei der Zehnjährigen aus Hamfelde sofort. Jetzt spielt sie neben Anna Loos im ZDF-Krimi.

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„Meine Freundin hat eine Casting-Agentur in Hamburg. In der ist Mina seit fünf Jahren drin“, sagt ihre Mutter Vanessa de Lacaze, die selber ein bekanntes Fernsehgesicht hat. Derzeit ist sie bei RTL Punkt 12 zu sehen. Mina tauchte schon in Katalogaufnahmen auf, war auf Werbefotos zu sehen und ergatterte mit einem Kinowerbespot die erste Rolle in bewegten Bildern. „Damals durfte ich einen Mann im weißen Hemd mit Farbe beschmieren“, sagt sie. „Das hat Spaß gemacht.“

Später wurde Mina für ein Entführungsdrama gecastet, für einen „Tatort“ und für einen Spielfilm, doch mit einer Rolle klappte es erst, als die Tränen flossen. „Der Regisseur war begeistert und hat sie für ,Helen Dorn‘ vorgeschlagen“, sagt Vanessa de Lacaze. „Da hat sie gleich eine große Rolle bekommen, bei der sie in jeder Szene Text hat.“

Mina zeigt das Drehbuch, in dem sie seitenweise Text auswendig lernen musste. Schwergefallen ist ihr das nicht. Gedreht wurde vier Wochen lang in Köln, Düsseldorf und Bonn, und Vanessa de Lacaze war immer dabei. „Außerdem kam eine Psychologin zum Set, die anwesend sein muss, sobald Kinder bei den Dreharbeiten dabei sind.“ Auch eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung des Jugendamtes musste vorliegen. „Mina bekommt auch nicht alle Filmszenen zu sehen“, erklärt die Mutter – in einem Krimi gibt es immer auch Gewalt. Der Regisseur habe die Arbeit so spielerisch gestaltet, dass es keine Frusterlebnisse gab.

„Von der Schule bin ich frei gestellt worden", erzählt Mina, die die vierte Klasse besucht. „Meine Lehrerin hat gesagt, dass sie noch nie erlebt hat, dass eine Schülerin zu Dreharbeiten geht.“

Anschließend konnte Mina einen Vortrag über ihre Erlebnisse beim Filmdreh halten und den Klassenkameraden zahlreiche Bilder zeigen. „Ganz viele waren begeistert“, sagt sie. Die Dreharbeiten haben ihr gut gefallen. „Das war spannend. Ich habe mich bestens mit meiner Filmschwester verstanden. Auch Anna Loos war richtig nett.“

Langweilig sei es nur gewesen, wenn Szenen immer noch einmal gedreht wurden, weil der Regisseur sie aus unterschiedlichen Perspektiven haben wollte, aber dafür habe es viele Süßigkeiten am Set gegeben. Das raffinierte Essen mit viel Gemüse war nicht so nach Minas Geschmack. „An einem Tag waren viele Kinder als Komparsen dabei, da gab es dann endlich Spaghetti.“

Wenn sie erwachsen ist, möchte Mina Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin werden. Ihr Hobby ist Rollkunstlauf, also Tanzen auf Rollschuhen. Das Geld, das sie mit dem Film verdient, kommt auf ein Konto für die Zeit, wenn sie erwachsen ist. „Aber ich habe auch einen Lego-Kasten bekommen, und ich spare auf Wachteln als Haustiere“, sagt Mina. Zum Filmdreh würde sie jederzeit wieder gehen: „Am liebsten würde ich in ,Die Pfefferkörner’ mitspielen.“ In der Jugendserie ermittelt eine Gruppe von Kinderdetektiven in Hamburg.

Die Serie

„Helen Dorn“ ist eine Kriminalserie mit Anna Loos in der Hauptrolle, die seit 2014 im Rahmen des „Samstagskrimis“ im ZDF ausgestrahlt wird. Am Sonnabend, 8. April, läuft „Verlorene Mädchen“ um 20.15 Uhr, der achte Fall der Kommissarin aus Düsseldorf. Dann kann man Mina aus Hamfelde im Fernsehen sehen. Regie führte Alexander Dierbach.

 Bettina Albrod

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