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Stormarn Miniermotte rafft Kastanienallee dahin
Lokales Stormarn Miniermotte rafft Kastanienallee dahin
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20:17 09.08.2016

Die Rosskastanienallee prägt das Ortsbild von Höltenklinken – und das seit fast 200 Jahren. Doch das Laub der mächtigen Bäume nimmt schon mitten im Sommer eine bräunliche Verfärbung an und fällt ab. Schuld daran ist die Miniermotte, deren Larven sich durch das Blattwerk fressen. Der schlechte Zustand der Bäume war schon im Jahr 2000 aufgefallen. 2003 sollten einige der Bäume gefällt werden, doch dagegen hatten Bürger protestiert. Gutachten wurden eingeholt, und die Gemeinde beschloss, den Versuch zu unternehmen und die Bäume zu erhalten. „Das war seinerzeit eine Fehlentscheidung“, stellt Bürgermeister Torben Schmahl (CDU) rückblickend fest. Denn die Spezialbehandlungen für die Bäume kostete die Gemeinde Rümpel seit 2003 insgesamt 60000 Euro.

Genützt hat es letztendlich nichts. Viele der Kastanien waren so geschwächt, dass Krankheiten und Pilze ein leichtes Spiel hatten. Immer wieder mussten deshalb Bäume gefällt werden, weil ihre Standfestigkeit gefährdet war. Zuletzt im Jahr 2015.

In diesem Frühjahr gab es nun endlich wieder positive Nachrichten aus der Kastanienallee: Die Allee ist um 14 Bäume reicher. Zwei Robinien und zwölf Ahornbäume wurden in die Erde gebracht. Gestiftet wurden die Gehölze von Augenoptiker Fielmann, der jedes Jahr für jeden Mitarbeiter einen Baum pflanzt. „Ich bin froh, dass sich die Höltenklinkener Allee mit der Spende von Fielmann weiterentwickeln kann“, erklärt Bürgermeister Schmahl.

bma

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