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Stormarn Ministerin Spoorendonk begeistert von der Kulturszene
Lokales Stormarn Ministerin Spoorendonk begeistert von der Kulturszene
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20:20 12.08.2015
Dr. Martin Lüdiger, Stipendiatin Hannah Rath, Ministerin Anke Spoorendonk, Tobias von Pein, Oliver Mesch und Sabine Jonas, Kulturamt (v. l.) vor dem Werk Raths, das bald im Marstall zu sehen ist. Quelle: kks

Das Fazit fiel positiv aus: „Was Sie hier auf die Beine gestellt haben ist ganz wertvoll“, unterstrich die Kultusministerin des Landes Schleswig-Holstein, Anke Spoorendonk (SSW), auf ihrer Sommertour durch die kulturellen Höhepunkte des Landes. Begeistert besichtigte sie gestern die Trittauer Wassermühle und das Atelierhaus. Diese beiden Kulturorte am Rande der Hahnheide waren erster Punkt ihrer Tagestour, sie besuchte im Anschluss das Dorfmuseum Hoisdorf und das Ahrensburger Schloss. „Wir haben im Land eine so vielfältige Kulturlandschaft, im Sommer komme ich endlich einmal dazu, mir Sachen anzuschauen, die ich sonst nicht sehen kann.“

Spoorendonk sieht sich auch durch ihren Trittaubesuch wieder darin bestätigt, dass die Kommunen solche Orte brauchen, an denen Kultur gelebt wird. „Wir können nicht nur in den Städten Kultur leben, das müssen wir auch in der Fläche machen. Die Frage stellt sich doch sonst, warum sollen die Leute hier bleiben. Es kommt uns allen zugute, wenn wir eine gute kulturelle Infrastruktur anbieten. Und Stormarn ist gut aufgestellt“, findet Spoorendonk.

So bietet die Wassermühle Platz für Veranstaltungen, für Vereine oder auch für Ausstellungen. Und einen Wohnort für den jeweiligen Stipendiaten der Sparkassen-Kulturstiftung. „Es ist eine wunderbare Möglichkeit, dass junge Menschen arbeiten können, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie sie ihren Alltag hinbekommen“, lobte Spoorendonk das Engagement der Sparkasse. Stiftungsgelder finanzieren also die Entwicklung der Kunst.

Ansonsten seien es in erster Linie die Kommunen selbst, die das kulturelle Leben zu finanzieren hätten — auch als Daseinsfürsorge, als Standortfaktor. „Kulturförderung ist in erster Linie immer eine kommunale Förderung“, erklärte die Kultusministerin. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass das Land zwar die Ausgaben für Kulturmittel auf 92 Millionen Euro angehoben habe, damit aber immer noch ein Schlusslicht in Sachen Kulturförderung auf Bundesebene darstelle.

Ihr ist auch klar, „dass das System immer noch so ist, dass wenn eingespart werden muss, Kommunen die Förderung für Kultur streichen“. Das sei aber der falsche Weg. „Eine Gesellschaft kann nicht nur von Luft, Zahlen und Geld existieren. Wir brauchen die Kultur. Allerdings müssen auch die Rahmenbedingungen verbessert werden“, unterstrich Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch. Er sprach sich gegen eine „Leuchtturmkulturförderung“ aus. Und hofft auf finanzielle Unterstützung durch das Land bei der Erweiterung des Kulturzentrums Wassermühle als Veranstaltungszentrum. Vielleicht, so die Spoorendonk, sei ja die Aktivregion als Förderer ein Gesprächspartner.

K. Kuhlmann-Schultz

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