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Stormarn Mit Rad und S 4 schneller nach Hamburg
Lokales Stormarn Mit Rad und S 4 schneller nach Hamburg
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13:54 28.01.2019
Norbert Brackmann Quelle: Bettina Albrod
Braak

Ein Brexit wird gravierende Auswirkungen vor allem auf die Logistik-Branche haben – das ist ein Fazit aus Norbert Brackmanns Bilanz seiner politischen Arbeit aus dem vergangenen Jahr für seinen Wahlkreis Herzogtum Lauenburg-Stormarn-Süd. Der CDU-Politiker ist Mitglied des Bundestages und seit April Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft. Am Donnerstag sprach er über seine Themen und Aufgaben in 2018 und für 2019.

„Die Zollformalitäten werden sich im Falle eines Brexit deutlich verlangsamen“, kündigte Brackmann an, „das wird sich auf die gesamte Logistikbranche auswirken.“ Deshalb seien bereits 900 neue Zöllner eingestellt worden, andere müssten dazu von ihren bisherigen Positionen abgezogen werden. Die Ausbildung dauere zwei Jahre, dazu kämen Schulungen, um den neuen Aufgaben gewachsen zu sein. Für Logistikunternehmen gingen die neuen Formalitäten mit langen Wartezeiten bei der Zollabfertigung einher.

S 4-Ost ist politisch gewollt

Deutlich schneller soll es dafür im Personennahverkehr laufen, wenn 2027 die geplante S 4-Ost fertig ist. So heißt die neue Linie bis Bad Oldesloe in Abgrenzung zur S 4-West, die bis Pinneberg führen soll. „Man wird dann von Bad Oldesloe bis fast nach Pinneberg mit der S-Bahn fahren können“, so Brackmann. Die S 4 soll in der Hauptverkehrszeit im Zehn-Minuten-Takt bis Ahrensburg, im 20-Minuten-Takt bis Bargteheide und im Stundentakt bis Bad Oldesloe fahren. Rein rechnerisch mache die neue Linie keinen Gewinn, Schleswig-Holstein, Hamburg und der Bund wollten aber eine Stärkung des Personennahverkehrs. „Allerdings gibt es Klagen vor allem auf Hamburger Gebiet, die das Datum der Fertigstellung verzögern können“, erläuterte Brackmann.

In seinem Wahlkreis seien 2018 mit Förderzusagen von 1,2 Millionen Euro an Stormarner Projekte und Unternehmen deutlich mehr Mittel zugesagt worden als 2017. Da waren es 745 000 Euro, die ausgeschüttet wurden. Ein Thema für die Zukunft werde der Mobilfunkausbau sein, so der Politiker weiter. „Bis Ende 2019 müssen die Netzbetreiber eine 4G-Abdeckung von 98 Prozent der Haushalte erreichen“, betonte Brackmann. Dieses Ziel sei verpflichtend. Bis 2020 wolle die Telekom deshalb einen neuen Mobilfunk-Standort in Stormarn-Süd aufbauen, Telefonica/O2 plane in Reinbek, Glinde, Barsbüttel, Ahrensburg und Oststeinbek bis Ende 2020 neue Mobilfunkstandorte.

Investition in Sicherheit

Zwar seien die Einbruchszahlen derzeit wieder rückläufig, in das Thema Sicherheit sei aber stark investiert worden, sagte Brackmann. So seien die Fördermittel beim privaten Einbruchsschutz deutlich erhöht worden. Mehr noch: „Der Bund stellt ab 2019 über 162 Millionen Euro für den Erwerb von Einsatzfahrzeugen für den Bevölkerungsschutz zugunsten der Länder bereit“, erklärte Brackmann. Feuerwehren und Rettungsdienste würden von diesem Modernisierungsprogramm profitieren. Auch 172 neue Löschfahrzeuge sollten angeschafft werden. Ob und wie Stormarn-Süd davon profitiert, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.

Brackmann erklärte außerdem, dass der klare Wille da sei, in den Ausbau von Radschnellwegen zu investieren. Ein Planungsbüro sei derzeit mit einer Machbarkeitsstudie für acht Korridore beauftragt, ein Korridor sei zwischen Ahrensburg und Hamburg geplant. „Im Februar können die Bürger für diese Strecke ihre Wünsche einbringen.“ Ab Mitte März sollten die Vorschläge in Workshops vor Ort diskutiert werden.

Bettina Albrod

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