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Stormarn Mit dem Fahrrad den Spuren der Mönche folgen
Lokales Stormarn Mit dem Fahrrad den Spuren der Mönche folgen
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20:10 07.08.2015
Reinfeld

Das Tourismusmanagement Stormarn will das Radwandern stärker in den Fokus rücken. Die aktuelle Tour trägt den Titel „Auf den Spuren der Mönche“, hat eine Länge von 33 Kilometern und führt durch das Gebiet rund um Reinfeld und Bad Oldesloe.

Los geht es in Reinfeld. Der Herrenteich wurde einst von den Zisterziensermönchen des 1186 gegründeten ehemaligen Klosters Reinfeld als Fischteich aufgestaut. Er lieferte zur Fastenzeit Fisch für die Priestermönche. Bis vor kurzem befand sich am Teich die Reinfelder Mühle ein großer Klinkerbau. Heute ist nur noch das Stauwehr dort zu finden. Das Freibad am Herrenteich, den Naturerlebnispfad und das Naturschutzgebiet Oberer Herrenteich sollten sich Radler für die Rückkehr vormerken.

Über die Segeberger Straße führt der Weg auf und ab über Steinfeld nach Poggensee. Hier hat man sich an heißen Tagen einen Sprung ins kühle Nass des Freibades verdient, bevor die Mennokate mit ihrem kleinen Museum in die Gedankenwelt des Menno Simons (1496—1561) führt. Die kleine reetgedeckte Kate mit der mehrstämmigen alten Linde davor war seine Wirkungsstätte. Auf dem weiteren Weg von Poggensee nach Wakendorf I sind ein Café auf dem Gut Neufresenburg und zwei Hofläden zu finden. Die Hügel sind hier sanft und gut zu bewältigen.

Die mächtigen Zarpener Wallberge vergegenwärtigen dann wieder die Kraft der Eiszeit, deren Schmelzwasser die dammartigen Ablagerungen hinterließ. Der in Zarpen gelegene Struckteich wurde ebenfalls schon von den Reinfelder Mönchen in einer Senke aufgestaut. Der flache See beherbergt heute seltene Vogelarten und an seinem Ufer lässt sich idyllisch picknicken. Vorbei an der heute flügellosen, privaten Windmühle Zarpen gelangt man ins Dorf. Auch die freskengeschmückte Backsteinkirche mit holzschindelgedecktem Turm in Zarpen geht auf die Zeit des Klosters zurück.

Fast zurück in Reinfeld lohnt noch ein Abstecher von der Straße „Schuhwiese“ zum einzigen in Stormarn noch erhaltenen und restaurierten Großsteingrab aus der jüngeren Steinzeit. Es ist im Wald über einen rund 400 Meter langen Weg zu erreichen, der am Wanderweg zum Herrenteich von der Straße abzweigt. Dieses Anlage weist neuerdings allerdings einige Schäden auf.

Auf dem Weg zum Bahnhof und in die Stadt führt die Strecke an der Nordgrenze des Grundstücks Matthias-Claudius-Straße 35 entlang. Diese Kirche trägt ihren Namen seit 1940 zu Ehren des Dichters Matthias Claudius (1740—1815), der in Reinfeld geboren wurde. Das Heimatmuseum würdigt sein Schaffen in einer entsprechenden Sammlung.

• Weitere Infos unter www.kreis-stormarn.de/go/radtourStormarn

LN

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