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Stormarn Mit modernen Scheren zerlegen die Retter jedes Blech
Lokales Stormarn Mit modernen Scheren zerlegen die Retter jedes Blech
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20:15 28.10.2013
Der Umgang mit einer Schere (hier im Bild) und einem Spreizer ist für die Feuerwehreinsatzkräfte aus Bargteheide und Koldenbüttel schon zur Routine geworden. Ausbilder Andre Weiss aus Baden-Württemberg (2 v. l.) schaut ganz genau hin. Quelle: Fotos: Jens Burmester
Bargteheide

Schwere Unfälle mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen — das war im wesentlichen das Übungsszenario beim aktuellen Rettungstag der Freiwilligen Feuerwehr Bargteheide. Drei verschiedene Szenen hatten die Organisatoren aufgebaut. Dazu zählte eine Karambolage mit einem Trecker samt Güllewagen, ein Unfall, bei dem Menschen unter das Mähwerk eines Mähdreschers geraten waren, und an der dritten Station sollte ein Auto unter einen Grubber gekracht sein.

Nach der Veranstaltung vom vergangenen Jahr, als der Sandsturm mit einer Massenkarambolage auf der A 19 nachgestellt wurde, fiel die jüngste Übung allerdings deutlich kleiner aus. Dieses Mal hatten sich Michael Schermer und seine Mitorganisatoren der Bargteheider Wehr zunächste einen einen theoretischen Teil ausgearbeitet, ehe die mehr als 50 Einsatzkräfte der Bargteheider Wehr und eine größere Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Koldenbüttel in Nordfriesland zur Praxis übergingen.

Die Aktiven mussten an einem Tag alle drei Stationen durchlaufen. Dabei galt es, diverse Geräte einzusetzen, um Menschen aus ihren misslichen Lagen zu befreien. So musste das acht Meter breite Schneidwerk eines Mähdreschers mit Hebekissen angehoben werden, um darunter liegende Personen zu befreien. Hier bewiesen die Bargteheider Feuerwehrmänner und -frauen, dass sie auch in Sachen Personenrettung und Erster Hilfe perfekt ausgebildet sind und dass das Zusammenspiel zwischen ihnen und dem Rettungsdienst perfekt funktioniert.

Der Einsatz von schwerem hydraulischem Rettungsgerät gehört für die Blauröcke längst schon zum alltäglichen Geschäft. Während dieser Rettungstage haben die Einsatzkräfte aber auch immer wieder die Möglichkeit, das neueste am Markt befindliche Gerät zu testen und auszuprobieren. „Wir haben schon seit einiger Zeit die Hersteller solcher Geräte wie Schere und Spreizer oder Rettungszylinder bei uns zu Gast. Von dieser guten Zusammenarbeit profitieren wir und auch die Hersteller“, war sich Schermer sicher.

Sein Dank galt aber nicht nur den Firmen, die feuerwehrtechnische Geräte mitgebracht hatten, sondern besonders den Landwirten und Herstellern von Traktoren, die ihre größtenteils neuen Fahrzeuge für den Rettungstag zur Verfügung gestellt hatten. „Nur so können wir uns weiterbilden und auch mit der neuen Technik mithalten, wenn einmal etwas passiert“, erklärte Schermer.

Es sei der Wunsch in der eigenen Wehr gewesen, den fünften Rettungstag auf die Aktiven der Freiwillige Feuerwehr Bargteheide und die Mitglieder der Wehr aus Koldenbüttel zu beschränken. „Mal sehen, wie es im kommenden Jahr wird. Fest steht nur, dass wir auf alle Fälle wieder einen Rettungstag machen. Das Thema aber müssen wir uns erst noch überlegen“, meinte Organisator Schermer. Fest stehe auch, dass Ausbilder und Experte Andre Weiss aus Baden-Württemberg wieder mit von der Partie sein wird.

Experte aus Schwaben angereist
Mit von der Partie beim Rettungstag war auch wieder Andre Weiss vom Rescue Trainings Center nahe Stuttgart. „Wir sind inzwischen schon längst Freunde geworden“, sagt Michael Schermer, der dem Team von Weiss mittlerweile angehört. Mit kritischem Blick verfolgte Weiss die Arbeit der Bargteheider Feuerwehrleute, die zunächst einen Güllewagen mit dem „Stab-Fast-System“ abstützten, um später die Personen aus einem Kleinwagen zu holen, der unter den Gülleanhänger geraten war. Weiss gilt als Fachmann, ist unter anderem Lehrausbilder für Technische Hilfeleistung für Pkw und Lastwagen und gehört zum Ausbildungsteam der „Rescue Days“. Er ist seit drei Jahren Stammgast der Bargteheider Rettungstage.

Jens Burmester

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