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Mode aus dem Atelier der Königin

Ahrensburg Mode aus dem Atelier der Königin

Ahrensburger Schüler schneidern Kostüme, die im England des 16. Jahrhunderts getragen wurden. In dem Workshop fertigten sie aus Pappe, Plastik und Papier Kostüme aus der Theater-Zeit Shakespeares. Das Projekt des Kulturzentrums Marstall wurde über Crowd-Funding finanziert.

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Tom und Anna haben auch Schuhe für ihr Kostüm gebastelt.

Quelle: Fotos: Bettina Albrod

Ahrensburg. Modedesign war schon zu Shakespeares Zeiten ein aktuelles Thema: Auf der Bühne machten die Schauspieler in ihren Kostümen nicht nur eine gute Figur, die Farben hatten darüber hinaus noch eine besondere Bedeutung. Weiß stand für Unschuld, Rot für Gewalt, dazu signalisierte der Schnitt der Kleider die Ständezugehörigkeit. Eine Reise in das Modeatelier des Elisabethanischen Zeitalters (1558 - 1603) hat die Ahrensburger Künstlerin Angela Schöttler-Labenz zusammen mit Neuntklässlern der Stormarn-Schule unternommen.

Eine Woche lang fertigten sie in einem Workshop aus Pappe, Plastik und Papier Kostüme aus der Theater-Zeit Shakespeares. Das Projekt des Kulturzentrums Marstall wurde erstmals über Crowd-Funding finanziert. „Kreiert Renaissancekostüme aus Papier, die man sich in der Zeit Shakespeares auf den Bühnen des „The Rose“, „The Swan“, „The Curtain“ sowie „The Globe“ hätte vorstellen können, lautet die Aufgabe.

Fein oder nicht fein? Das war hier die Frage. Zur Veranschaulichung läuft „Der Kaufmann von Venedig“ stumm auf einer Leinwand im Hintergrund der Remise im Marstall. Davor knien Svenja und Victoria vor ihrem festlichen Kleid und legen letzte Hand an den Saum. Das Kleid ist in der Tat zum Niederknien: Puffärmel, ein Rock aus Krepppapier, eine Corsage zum Schnüren und ein Spitzenkragen aus Papier, wie es sonst unter einer Torte liegt. „Wir haben uns zuerst Bücher mit Kostümen aus der Zeit angesehen“, erklären die Schülerinnen. „Dann haben wir überlegt, was uns gefällt, und noch einige Dinge ergänzt.“

Paulina und Linnea haben eine Corsage aus Buchstaben gefertigt. „Wir wollten in das Historische einen modernen Bezug rein bringen“, erläutern sie. „Deshalb sollte das Kleidungsstück pink sein.“ Als sie ein Banner fanden, auf dem in rosa Buchstaben „Jonathan Meese“ stand, schnitten sie die Lettern aus und machten daraus ihr Kleidungsstück zusammen. „Die Ösen des Banners konnten wir gleich für die Schnürung verwenden.“ Tom und Anna haben ihrem Kostüm sogar Schuhe aus Packpapier gefertigt. „Unser Kostüm ist für die niedrigen Stände, deshalb sind die Farben eher gedämpft“, erklärt Tom, der als einziger junger Mann mitschneidert.

Die anziehenden Kostümmodelle entstehen in Originalgröße, nur anziehen kann man sie nicht. Im Anschluss an den Workshop werden die Arbeiten auf Kleiderbügeln an einer Wäscheleine gehisst und zu den im Marstall geplanten Shakespeare-Inszenierungen im Foyer des Gebäudes zu sehen sein. „Das Projekt sollte zum Thema Shakespeare passen, das in diesem Jahr im Mittelpunkt steht“, so Angela Schöttler-Labenz. Sie bietet das Shakespeare-Atelier auch noch ein zweites Mal für Zehntklässler der Heimgartenschule in Ahrensburg an.

„Das Crowd-Funding-Projekt hat sich bewährt“, bilanziert Armin Diedrichsen, „wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.“ Das Geld sei zusammen gekommen, allerdings sehe man nicht, ob aus vielen kleinen oder wenigen Großspenden. „Auf jeden Fall hat es funktioniert, das ist eine gute Plattform der Landesregierung.“ 1200 Euro waren für die Workshop-Arbeit über Crowd-Funding eingesammelt worden.

Innenstadt-Tastmodell und Waschmaschine
Die Landesregierung hat im Internet eine Plattform eingerichtet, auf der jeder gemeinnützige Ideen zu Soziales, Jugend oder Kultur vorstellen kann. Jeder kann sich über die Projekte informieren und sie finanziell unterstützen. Ein Innenstadt-Tastmodell für Blinde in Itzehoe oder eine Waschmaschine für eine Kaninchen-Auffangstation in Nordfriesland sind so unterstützt worden.
• www.wir-bewegen.sh

Bettina Albrod

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