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Stormarn Modellbahn-Ausbau statt Abwasserleitungen
Lokales Stormarn Modellbahn-Ausbau statt Abwasserleitungen
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22:15 12.01.2018
Dieter Haderer (Mitte) ist jetzt im wohlverdienten Ruhestand. Hier wird er von Amtsvorsteher Peter Lengfeld (l.) und Amtsleiter Steffen Mielczarek mit Blumen verabschiedet. Quelle: Fotos: Jens Burmester
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Bad Oldesloe

Seine künftigen Aufgabengebiete sind völlig anders gelagert als in den vergangenen 26 Jahren. Jetzt will sich Dieter Hadeler um sein Haus und Grundstück, seine beiden längst erwachsenen Kinder und die drei Enkel kümmern, will noch einmal zu Freunden nach Seattle in die USA reisen. Auch seine große Modellbahnanlage will er weiter ausbauen und natürlich weiter Schwimmen, Radfahren und Tennis spielen. Besonders freut sich Hadeler auf eine Runde Golf mit Amtsvorsteher Peter Lengfeld, der immerhin mit Handicap 28,5 aufwarten kann.

Ob es um Gemeindestraßen, Abwasserleitungen oder den Vorplatz eines Feuerwehrhauses ging – Dieter Hadeler vom Amt Bad Oldesloe-Land löste jedes Problem. Jetzt ging der technische Angestellte des dortiges Bauamtes in den Ruhestand.

„Wir müssen uns erst dran gewöhnen, dass Dieter Hadeler nicht mehr da ist“, sagte Lengfeld, der seinen nun ehemaligen Mitarbeiter als sehr zuverlässig und angenehm beschreibt. Doch mit Martin-Hans Wiese habe man einen sehr guten Nachfolger gefunden, der sich sogar noch vier Monate lang gemeinsam mit Hadeler einarbeiten konnte. Etwas mehrt als 50 Personen hatte Hadeler nun nach Steinburg eingeladen, um mit ihm den Abschied vom Amt Bad Oldesloe Land und den Beginn seines Rentnerlebens zu feiern. Dort in Steinburg hatte er während seiner Zeit im Bauamt des Amtes viel geleistet. „Nicht ohne Grund befinden sich die Gemeindewege in unserem Amtsbereich in einem deutlich besseren Zustand, als die Landes- oder Kreisstraßen“, sagte Amtsleiter Steffen Mielczarek in seiner Laudatio.

Hadeler habe es immer wieder verstanden, Zuschusstöpfe zu finden, damit die Gemeinden bei der Wegeunterhaltung entlastet werden konnten.

Er habe sich nicht nur fachlich, sondern auch in persönlichen Belangen für die Beschäftigten als langjähriges Personalratsmitglied und Personalratsvorsitzender eingesetzt. Zudem sei es seiner Beharrlichkeit zu verdanken, dass das Amt seit vier Jahren über zwei Dienstautos verfüge.

„Ich muss aber noch eines klarstellen“, sagte Hadeler. „Man hat mich immer wieder als Amtsingenieur bezeichnet. Das ist falsch. Ich bin und war nie ein Ingenieur. Zwar war die Stelle, die ich am 1. Juni 1991 angetreten habe, für einen Bau-Ingenieur ausgeschrieben, aber ich hatte mich trotzdem beworben und die Stelle dann ja auch bekommen. Ich war bis zuletzt nur technischer Angestellter.“

Gelernt hat der geborene Lübecker, der bis heute in seiner Heimatstadt lebt, den Beruf eines Bauzeichners. In seinem Lehrbetrieb stieg Dieter Hadeler dann auf, wurde Planer und Bauleiter. Für seine damalige Firma plante er eine Schmutzwasserleitung in Steinburg. Dann erfuhr er von der freien Stelle im Bauamt und bewarb sich darauf.

 jeb

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