Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Modellflug: Spektakel für Opa, Vater und Enkel
Lokales Stormarn Modellflug: Spektakel für Opa, Vater und Enkel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:16 04.07.2017
Aero-Club-Vizechef Dennis Krüger mit den beiden Nachwuchstalenten Nico (l.) und Jan und ihren Funcub-Modellen.
Anzeige
Hammoor

Plötzlich kreiste ein Chinook-Militärhubschrauber über dem Fluggelände in Hammoor. Dass es sich um ein solches Modell handelte, war allen Anwesenden schnell klar.

Plötzlich kreiste ein Chinook-Militärhubschrauber über dem Fluggelände in Hammoor. Dass es sich um ein solches Modell handelte, war allen Anwesenden schnell klar.

Denn Teilnehmer des Modellflug-Tages wie Zuschauer kannten sich nicht nur mit Modellfliegern aus, sondern auch mit den großen Exemplaren für bemannte Flüge. „Ich habe schon immer für die Fliegerei geschwärmt“, sagte etwa Volker Stadler aus Barsbüttel, Pressewart des Aero-Club Bad Oldesloe und langjähriger Lufthansa-Pilot. „Wir haben noch zwei, drei weitere Piloten im Verein“, erklärte Stadler. Beinahe jeder Pilot habe zu Hause im Keller auch ein kleines Flugzeug-Modell – zum Basteln und Fliegen.

Was nun der Chinook-Hubschrauber über Hammoor machte, blieb unklar. Möglicherweise erkundete er wenige Tage vor dem G-20-Gipfel das Gelände um Hamburg herum, oder die Insassen interessierten sich tatsächlich für die kleinen Modelle, die in deutlich niedrigerer Flughöhe ihr Können und teilweise sogar Kunststücke zeigten.

Für den Vereinsnachwuchs wie Nico (10) aus Glinde und Jan (9) aus Hamburg war der Transport-Hubschrauber ganz oben am Himmel ohnehin nebensächlich. Sie widmeten sich voll und ganz ihren Funcub-Fliegern – einem günstigen (etwa 200 Euro) fast unkaputtbaren Einsteiger-Modell aus besonderem Kunststoff. „Ein Lehrer-Schüler-Modell, mit dem die Jungs unheimlich schnell lernen können“, erklärt Dennis Krüger, 2. Vorsitzender des Aero-Clubs mit seinen rund 95 Mitgliedern.

Der schnelle Lernerfolg ist wichtig, denn Nico und Jan wollen vor allem eins: ihre Flieger von unten durch die Lüfte steuern. Das stundenlange Basteln im Hobbyraum ist eher etwas für die Väter. Oder auch die Großväter wie Peter Laub, gleichzeitig Vereinsvorsitzender. „Wenn meine große Piper mal eine Bruchlandung hinlegt, habe ich erstmal wieder mächtig viel zu tun“, erklärte Laub. Für die „butterweiche Landung“ – so der Moderator der Veranstaltung – mit seinem grau-gelben Jet erhielt der Elektriker diesmal aber sogar Applaus vom fachkundigen Publikum.

Gleich im Anschluss zeigte ein anderer Teilnehmer – sie kamen am Wochenende aus ganz Norddeutschland nach Hammoor –, was technisch heutzutage alles möglich ist. Sein Kunstflieger (Kosten mindestens 1500 Euro) stand senkrecht in der Luft oder zeigte perfekte Loopings. Einen davon legte später sogar ein Modellsegelflugzeug hin. Es ist also ziemlich viel möglich, und es war die ganze Bandbreite vertreten. Nur Besitzer von Drohnen suchte man vergebens. „Die haben uns das Leben eine Zeitlang ganz schön schwer gemacht“, berichtete Dennis Krüger. Trotzdem seien sie jederzeit willkommen, „wenn sie das Fliegen vernünftig lernen“.

 mc

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige