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Stormarn Moderne Atemschutztechnik in Stormarns Feuerwehrzentrale
Lokales Stormarn Moderne Atemschutztechnik in Stormarns Feuerwehrzentrale
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20:26 08.11.2013
Kreisausbilder Christian Steinberg kommt aus der Röhre, die als Hindernis in der neuen Atemschutzübungsstrecke integriert ist. Quelle: Fotos: Burmester
Travenbrück

Die neue Atemschutzstrecke ist das Prunkstück des Erweiterungsbaus Stormarns Kreisfeuerwehrzentrale. Und neben der neuen Anlage steht den Mitarbeitern jetzt eine neue Atemschutzwerkstatt zur Verfügung.

Dort können der Leiter der Kreisfeuerwehrzentrale, Sönke Nehls (Freiwillige Feuerwehr Tralau), sowie seine Mitarbeiter Torben Gabrecht (Feuerwehr Oldesloe) und Thomas Rakow (Tralau) nicht nur die Masken prüfen, reinigen und Flaschen füllen, sondern auch Lungenautomaten selbst kontrolliere.

Es sind große und helle Räume geworden mit neuester Dräger-Technik ausgestattet. Der Bereich Atemschutz kostete knapp 290 000 Euro. Dazu zählen die neue Übungsstrecke, die Werkstatt, der Konditionsraum und die gesamte Installation von Elektrik, Elektronik und Luft. „Das ist das Modernste, was wir derzeit einbauen“, sagt Andreas Hesse von Draeger Safety in Hamburg.

Im Vorbereitungsraum finden die Wehrleute alles vor, was sie an Ausrüstung benötigen. Mitbringen müssen sie nur ihre Einsatzschutzkleidung und den Helm. Gemeinsam rüsten sie sich dann mit Atemschutz aus und warten vor dem Konditionsraum auf den Beginn ihrer Übung. Dabei werden sie von Kreisausbilder Michael Steffen von der Feuerwehr Rümpel begleitet. Bevor sie den Konditionsraum und den Parcours absolvieren, müssen die Männer sich mit ihrem Chip an einem Terminal anmelden. Von nun an werden ihre Leistungen überwacht und im Computer gespeichert.

Im Leitstand, einem Raum in der Mitte zwischen Übungsstrecke auf der einen und Konditionsraum auf der anderen Seite, sitzt Fachwart Sönke Nehls und beobachtet auf den vier Monitoren und durch die Fenster das Geschehen. Er kann über eine Lautsprecheranlage jederzeit die Männer in allen Räumen ansprechen.

„Sieben Kameras sind im ganzen Bereich installiert. Die Bilder werden auf einem Recorder gespeichert. Das muss so sein, um gegebenenfalls bei einem Unfall die Dokumentation zur Klärung hinzuzuziehen “, sagt Nehls und bewegt einen Joystick. Damit steuert er eine Wärmebildkamera, über die er die Kameraden in der total dunklen und vernebelten Strecke jederzeit beobachten kann.

Gerade ist Johann Witten mit der Endlosleiter fertig. 20 Meter musste er steigen und hat es geschafft. Ergometer, Stepper und Laufband folgen noch, dann erst geht es in die Strecke. Bis es soweit ist, hat Witten schon die Hälfte seiner Luft verbraucht. Schließlich öffnet er die Tür und geht mit einem Kameraden in den ersten, acht Meter langen Teil des Gitterkäfigs. Das ist die Wärmestrecke.

Treppen und Leitern müssen überwunden und Deckel oder Schiebetüren sollen gefunden und geöffnet werden. Am Ende der Anlage kommen die Männer in eine Schleuse. Dort müssen sich die Teilnehmer dann abmelden und können endlich ihre Ausrüstung ablegen. Johann Witten und seine Kameraden sind nach der Jahresübung völlig erschöpft, erholen sich aber schnell.

„Das ist eine tolle neue Strecke“, sagt Witten begeistert. Ein Spruch, den Kreisfachwart Nehls und die Kreisausbilder in den vergangenen Tagen allerdings schon oft gehört haben.

Jens Burmester

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