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Mörderisches Spiel im Mais

Klein Hansdorf Mörderisches Spiel im Mais

Karsten Eggert schickt die Besucher seines Maislabyrinths als Ermittler durch die Gänge.

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Mike Petersen sieht aus wie ein Panzerknacker in Grün und schleicht als Mais-Mörder durch das Labyrinth.

Quelle: Fotos: Bettina Albrod

Klein Hansdorf. Nur der Mais, er war dabei, und nahm ihn auf, den letzten Schrei, möchte man nach Francois Villon dichten. Whodunit, kurz für das englische „Wer war es?“ ist die Frage des klassischen Krimis. Diese Frage stellt auch das Krimi-Labyrinth von Karsten Eggert in Klein Hansdorf, der die Besucher seines Maisfeld-Irrgartens in diesem Jahr auf Mördersuche schickt.

LN-Bild

Karsten Eggert schickt die Besucher seines Maislabyrinths als Ermittler durch die Gänge.

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Hansdorf mag klein sein, das Labyrinth ist es nicht: Sieben Kilometer verschlungene Wege führen durch den Tatort. Irgendwo im Mais hat ein unbekannter Täter ein Emoji gemeuchelt – eines dieser gelben Kullern, die aussehen, als hätte man ein Maiskorn platt getreten, nur mit Gesicht. Ein Schuss, viel Blut und fünf Verdächtige, ermitteln müssen die Besucher.

Gleich hinterm Eingang verschluckt einen der Mais. Der ist in diesem Jahr besonders hoch und sorgt für dschungelgrün-goldenes Licht, wo die Sonne durch die Pflanzen fällt. Der Boden ist vom Sommer aufgeweicht, sieht aus wie Mousse au Chocolat und ist ideal dafür geeignet, Fußspuren festzuhalten. Murmelnde Stimmen wehen von weither durch die Pflanzen, denn an diesem Tag sind viele dem Täter auf der Spur. Hat man sich eine Weile ermittelnd durch die Pflanzengänge geschoben, stößt man auf den ersten Hinweis, die DNA des Opfers. Ratlos sucht man, wo es weitergeht, als plötzlich der Mais-Mörder vor einem steht, die blutige Machete im Anschlag. Noch ein Schrei, doch der vor Schreck, dabei tut der Mais-Mörder gar nichts, der will nur spielen.

Mike Petersen ist zum dritten Mal in die Rolle des Maisgespensts geschlüpft, doch es ist ein familienfreundliches Gespenst, wie er betont. Der Mais-Mörder sieht aus wie ein Panzerknacker in Grün, und killen tut der Auftragsmörder gar nichts. „Ich laufe sonntags von 11 bis 17 Uhr durch die Gänge“, beschreibt er seinen Job, der für ihn Hobby ist. Als Mitglied im Scream-Team aus Kaltenkirchen, einer Gruppe Menschen, die Spaß an Horrormasken hat und unter anderem in der Geisterbahn auf dem Hamburger Dom auftritt, kommt der Job als Mais-Gespenst wie gerufen. Allerdings haben nur die wenigsten Besucher Angst vor ihm. „Letztes Jahr lag die Quote bei zwei Prozent“, sagt er, „das Blut an der Machete stammt nur vom Rasieren.“ In diesem Jahr wird er sogar freudig begrüßt. „Ein Mädchen mochte mich so, dass es mir ein Bild gemalt hat.“

Ohnehin sehen die Besucher den freundlichen Mais-Mörder eher als Helfer in der Not. „Ich kenne die Wege in- und auswendig“, erklärt Petersen. „Einige Male habe ich schon Besuchern herausgeholfen, die den Weg nicht gefunden haben oder denen es zu heiß wurde.“ Apropos gefunden: Mike Petersen sammelt auch Socken und Sonnenkappen ein, die die Besucher verloren haben. „Absurd ist mein jüngster Fund, ein nagelneues Teesieb“, amüsiert sich Petersen. Während er ermittelt, wo das wohl herkommt, geht im Mais die Mördersuche weiter.

Madame Hannah macht eine Zeugenaussage, Ede Aeki, zahnloser Skandinavier und Möbelhändler, sagt aus, und ein sehr realer Umweltverbrecher hat seine Alufolie einfach in den Mais gepfeffert. Ab und zu kommt ein Hund um die Ecke, der sich über Herrchens kompliziertes Gassi-Gehen wundert. Wer die Karte lesen kann, taumelt schließlich erleichtert auf den Sandplatz mit Beach-Bar, Hängematte, Aussichtsturm und vielen Spielen. Der Ermittlungserfolg führt zu einem Lösungswort, das man abgeben kann, um am Ende der Saison vielleicht etwas zu gewinnen. Und wer war es nun? Suchen Sie im Mais, die Antwort ist ganz einfach.

Das Scream-Team kommt

Von Freitag, 30. September, bis Sonntag, 2. Oktober, ist das Scream-Team im Maisfeld unterwegs. Bei der Gruselnacht am 1. Oktober zahlen alle diejenigen nur halben Eintritt, die sich gruselig verkleidet haben.

Jeden Sonnabend geht es jetzt schon stimmungsvoll mit Fackel oder Taschenlampe durch das Labyrinth.

In den Sommerferien geöffnet: Dienstags 10-22 Uhr, freitags und sonnabends 10-24 Uhr, sonntags 10-22 Uhr. Montag Ruhetag.

Nach den Sommerferien geöffnet:

Dienstags bis donnerstags 14-22 Uhr, freitags 14 bis 24 Uhr, sonnabends 10-24 Uhr, sonntags 10-22 Uhr, Montag Ruhetag.

• www.einlabyrinthimirrgarten.de

 Bettina Albrod

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