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Mörderjagd am Schanzenbarg

Bad Oldesloe Mörderjagd am Schanzenbarg

Vor 35 Jahren wurde ein Karussell beim Hamburger Dom zur Todesfalle. Mit dem Unfall beginnt der Krimi eines Oldesloers.

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Der Oldesloer Autor und Kirmes-Fan Klaus E. Spieldenner auf dem Hamburger Dom.

Quelle: hfr

Bad Oldesloe/Hamburg. Der schwerste Kirmes-Unfall Deutschlands jährt sich am Sonntag, 14. August, zum 35. Mal. Bei der Katastrophe auf dem Hamburger Hummel-Fest gab es sieben Tote und 15 Verletzte. Die Katastrophe stellte der Oldesloer Krimi-Autor Klaus E. Spieldenner an den Anfang seines Hamburg-Krimis „Der Dom trägt schwarz“.

LN-Bild

Vor 35 Jahren wurde ein Karussell beim Hamburger Dom zur Todesfalle. Mit dem Unfall beginnt der Krimi eines Oldesloers.

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Zu seinem Krimi „Der Dom trägt schwarz“ hat der Oldesloer Autor Klaus E. Spieldenner außerdem ein Youtube-Video hochgeladen. Weitere Infos dazu gibt es unter www.spieldenner.de.

„Es hat ihn nie losgelassen, dass seine Liebe damals umgekommen ist.“ Autor Klaus E. Spieldenner

über eine Romanfigur

„Der 14. August 1981 war der Tag, an dem der Dom still stand“, sagt Spieldenner. Um kurz nach Mitternacht habe sich das Karussell Skylab mit 30 jungen Leuten zwischen acht und 21 Jahren noch einmal in Bewegung gesetzt. Just in dem Moment, als der Inhaber des Nachbar-Fahrgeschäftes ein Motorteil an der Loopingbahn „Katapult“auswechseln wollte. Der Kranausleger schlitzte die Gondeln auf, die Insassen stürzten zu Tode. „An diese Stille in der Nacht“, könne sich der heutige Morgenpost-Chefreporter Thomas Hirschbiegel noch mehr als drei Jahrzehnten erinnern. Er war einer der ersten Fotografen vor Ort und stellte Autor Spieldenner eines seiner Unfallfotos für den Krimi zur Verfügung.

Der Prolog über die Dom-Tragödie bietet den Einstieg in eine Krimihandlung, bei der es um Erpressung und „nur“ drei Tote geht. Einen der Roman-Protagonisten verortete der Oldesloer im Unfallgeschehen von 1981. Spieldenner: „Es hat ihn nie losgelassen, dass seine Liebe damals umgekommen ist.“ Nach Umwegen arbeitet der Maschinenbauingenieur später selber auf dem Dom – und gerät so in den aktuellen Krimi.

Auch auf Autor Spieldenner übt die Kirmes oder „Kerp“, wie der Jahrmarkt in seiner saarländischen Heimat heißt, eine große Faszination aus: „Ich war schon immer Kirmes-Fan.“ Als Jugendlicher habe er die Kirmes als „pures Lebensglück“ empfunden. Als Zwölfjähriger las er sehnsuchtsvoll die Werbung „Junger Mann zum Mitreisen gesucht“. Mit dem Autoscooter herumzureisen wäre damals für ihn „eine Versuchung“ gewesen.

Und so war klar, dass ihn eine Buchrecherche irgendwann zu einem Kirmes-Tatort führen würde. Der Unfall-Verursacher von 1981 taucht im Krimi unter anderem Namen auf. Doch im wirklichen Leben hatte Norbert Witte auch viel Pech. Zwar wurde er damals wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Später leitete er Berlins Spreepark bis zur Insolvenz mit Schulden in Millionenhöhe und setzte sich mit seiner Familie nach Peru ab.

Bei dem Versuch, in den Masten seines Fahrgeschäftes „Fliegender Teppich“ 167 Kilogramm Kokain von Peru nach Deutschland zu schmuggeln wurde Witte geschnappt und verbrachte in Deutschland mehrere Jahre im Gefängnis. Sein Sohn Marcel soll wegen des missglückten Drogen-Deals noch immer in Peru im Gefängnis sitzen. Im Dezember 2015 hatte der 35-Jährige zwölf der insgesamt 20 Jahre abgesessen.

Spieldenners Roman-Finale führt bei der Mörderjagd bis nach Bad Oldesloe, wo auch seine Kommissarin wohnt. Denn bei der Suche nach der „Schanze“ wurden die Polizisten nicht etwa in Hamburg fündig, sondern in der Straße Schanzenbarg in Bad Oldesloe. „Der fünfte und letzte Band ist schon fertig und liegt dem Verlag vor“, sagt der Autor. Sein Arbeitstitel: „Es ist noch nicht das Ende“.

 Susanna Fofana

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