Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Mordprozess: Zweite Auflage
Lokales Stormarn Mordprozess: Zweite Auflage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:58 31.07.2017
Hier sollen die Schüsse gefallen sein: Polizei- und Rettungskräfte stehen am 12. August 2016 in Bargteheide vor einem Mehrfamilienhaus. Quelle: Foto: Dpa
Anzeige
Bargeheide/Lübeck

Am  morgigen Mittwoch um 9 Uhr Uhr beginnt in Lübeck die zweite Auflage eines Mordprozesses gegen einen heute 36-jährigen Mann, der 2016 in Bargteheide seine frühere Freundin mit drei Schüssen getötet haben soll. Der erste Prozess war im Mai nach sieben Verhandlungstagen wegen einer Erkrankung des Verteidigers geplatzt. Jetzt müssen die mehr als 40

Zeugen und die Gutachter erneut vor Gericht befragt werden. 

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Ex-Freundin im August 2016 unter einem Vorwand in seine Wohnung in Bargteheide im Kreis Stormarn gelockt und sie dort mit drei Schüssen aus dem Hinterhalt getötet zu haben. Das 28 Jahre alte Opfer hatte sich nach vierjähriger Beziehung rund fünf Monate vor der Tat von ihm getrennt.   

Nach den Schüssen wählte der Angeklagte den Notruf und gestand die Tat. Anschließend flüchtete er jedoch und versteckte sich auf einem Campingplatz im rund fünf Kilometer entfernten Ammersbek bei einem Bekannten. Dort wurde er am nächsten Morgen festgenommen. Die Tatwaffe hatte er auf seiner Flucht in einen Tümpel geworfen.

Vor Gericht schwieg der 36-Jährige zunächst. Am vorerst letzten Verhandlungstag hatte er in einer schriftlichen Erklärung die Mordvorwürfe zurückgewiesen und den Tod der jungen Frau als Unfall dargestellt. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 36-Jährige die Trennung des Opfers von ihm nicht akzeptieren wollte. Er habe ihr ein Leben ohne ihn nicht gestatten wollen, hieß es in der Anklage.

Während des ersten Prozesses hatte der Angeklagte mehrfach einen neuen Pflichtverteidiger gefordert. Das Gericht hatte seine Anträge jedoch immer abgelehnt. Zum Schluss hatte der Angeklagte seinem Verteidiger und den übrigen Verfahrensbeteiligten demonstrativ den Rücken zugekehrt. Ob er beim neuen Prozess von einem anderen Anwalt vertreten wird, wurde nicht mitgeteilt.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige