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Stormarn Todesschüsse von Bargteheide: „War ein Unfall“
Lokales Stormarn Todesschüsse von Bargteheide: „War ein Unfall“
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16:21 10.01.2019
Am Tag der Tat: Die Kreuzung Alte Landstraße/Jersbeker Straße in Bargteheide wurde weiträumig abgesperrt. Quelle: Jens Burmester
Bargteheide/Lübeck

Mit einem Teilgeständnis des Angeklagten hat vor dem Lübecker Landgericht der erneute Prozess gegen den mutmaßlichen Todesschützen von Bargteheide begonnen. Er sei für den Tod seiner Ex-Freundin verantwortlich, die tödlichen Schüsse hätten sich jedoch versehentlich gelöst, ließ der 37 Jahre alte Angeklagte am Donnerstag über seinen Verteidiger Gerd-Manfred Achterberg erklären.

Zuvor hatte Achterberg einen Befangenheitsantrag gegen einen der Richter gestellt. Sein Mandant befürchte, dass der Richter ihm gegenüber voreingenommen sein könnte, weil es zwischen beiden in einem anderen Verfahren zu erheblichen Spannungen gekommen sei, sagte er. Über den Antrag will das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Dem Gerüstbauer wird vorgeworfen, im August 2016 seine Ex-Freundin in Bargteheide in einen Hinterhalt gelockt und erschossen zu haben. Er war deshalb im November 2017 vom Landgericht Lübeck wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil jedoch im August 2018 wegen eines Formfehlers aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. Ein erster Prozess gegen den 37-Jährigen war im Mai 2017 wegen der Erkrankung des Verteidigers geplatzt.

Wie schon in den ersten beiden Prozessen blieb der Angeklagte bei seiner Darstellung, bei den tödlichen Schüssen habe es sich um einen Unfall gehandelt. Er habe sich wegen seiner hohen Drogenschulden in seiner Wohnung das Leben nehmen wollen. Seine ehemalige Lebensgefährtin sei dazu gekommen und habe ihm die Waffe wegnehmen wollen. Dabei hätten sich zwei Schüsse gelöst, die die junge Frau tödlich getroffen hätten, heißt es in der von Achterberg verlesenen Erklärung.

In den nächsten Wochen will das Gericht nach gegenwärtigen Planungen rund 40 Zeugen befragen. Ein Urteil wird Mitte Mai erwartet.

Eva-Maria Mester/DPA

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