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Stormarn Mordwaffe gefunden: Polizei durchwühlte ganzen Teich
Lokales Stormarn Mordwaffe gefunden: Polizei durchwühlte ganzen Teich
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08:51 18.08.2016
Polizei und Feuerwehr durchsuchten den ganzen Tag den Teich. Abends wurden sie endlich fündig. Quelle: Jens Burmester
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Bargteheide

Polizei und Feuerwehr haben gestern erneut die Tatwaffe gesucht, mit der die 28-jährige Svea T. am Freitag von ihrem Ex-Lebensgefährten getötet worden sein soll. Am späten Nachmittag wurden sie dann in einem Teich in Bargteheide fündig. Dort hatte der 35-jährige Sven S. die Schusswaffe hineingeworfen. Bei einem Ortstermin soll der Verdächtige nach LN-Informationen den Ermittlern am Wochenende die Stelle gezeigt haben, wo er die Tatwaffe weggeworfen haben will. Doch in einer ersten Suchaktion bis tief in die Nacht wurden lediglich einige Patronen gefunden. Die Tatwaffe blieb zunächst verschwunden.

Stundenlang harkten Polizisten und Feuerwehrleute den Schlamm zusammen – Bisher kein Geständnis.

„Der Mann hat uns gesagt, wo die Tatwaffe sein soll. Es handelt sich um eine relativ zeitaufwendige Suche auf einem schwierigen Untergrund“, bestätigte Oberstaatsanwältin Ulla Hingst auf Anfrage. Die Oberstaatsanwältin erklärte, dass der Mann seit seiner Festnahme zwar Angaben zu der Tatwaffe gemacht, aber kein Geständnis abgelegt habe. „Zu dem Tatvorwurf hat er sich mit seinem rechtlichen Vertreter nicht geäußert“, sagte Hingst. Sein Notruf vom Tatort werde aber „als ein Beweismittel gewertet“, erläuterte sie. Dem Mann wird Tötung aus niederen Beweggründen vorgeworfen. Er habe sein Besitzrecht an seiner Ex-Freundin demonstrieren wollen. Sie hatte zuvor bereits eine einstweilige Verfügung mit einem Kontaktverbot gegen ihn erwirkt.

Jetzt holte sich die Polizei noch einmal die Unterstützung der örtlichen Feuerwehr. Die Kameraden sollten zunächst den Teich abpumpen. Als dann nichts mehr ging mit der Feuerwehrpumpe, und auch die Schmutzwasserpumpe nichts mehr förderte, mussten die Männer auf die guten alten Plastikeimer zurückgreifen, um den Schlamm und Modder über einem extra aufgestellten Sieb auszuschütten. Stundenlang harkten Polizisten und Feuerwehrleute den Schlamm zusammen, schaufelten den Dreck in die Plastikeimer und wühlten mit ihren Händen nach der Waffe – am Ende mit Erfolg.

jeb

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