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Stormarn Museum zeigt Brautmode von früher
Lokales Stormarn Museum zeigt Brautmode von früher
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20:22 18.05.2016
Irene Schark (80) hat ihr Hochzeitskleid seit dem 27. Juli 1959 gut aufbewahrt. Nun wird das von ihrer Mutter Ida Thomsen mit der Hand genähte Stück im Oldesloer Heimatmuseum ausgestellt. Fotos (3): Susanna Fofana
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Bad Oldesloe

„Damals war ich schlanker", erzählt Irene Schark (80) lachend und zeigt auf ihr schönes Brautkleid mit der superschmalen Taille. Seit ihrer Hochzeit am 27.

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Museums-Mitarbeiter Andreas Ahne mit den Knochen-Fundstücken der Ausgrabungen um das Pastorat am Kirchberg.

Bis zum Herbst zu sehen

Die Ausstellung „Hier kommt die Braut“ wird am Internationalen Museumstag, Sonntag, 22. Mai, eröffnet. An dem Tag ist das Oldesloer Heimatmuseum von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung kann danach bis zum Herbst zu den normalen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Juli 1959 hat sie es nicht mehr getragen. Aber sie hat das Kleid von dem für viele schönsten Tag des Lebens gehütet wie einen Schatz. Und deshalb wird es bei einer Ausstellung zur Brautmode früherer Zeiten ab dem Internationalen Museumstag am Sonntag, 22. Mai neben anderem Exponaten im Oldesloer Heimatmuseum zu sehen sein.

„Ein Glücksfall, dass das Kleid noch auf dem Dachboden lag“, freut sich Museums-Mitarbeiterin Petra-Maria Schark. „Mutti war richtig stolz darauf“, berichtet ihre Schwiegermutter Irene Schark. „Sie hat alles mit der Hand genäht.“ Und sei von der Idee, daraus eventuell ein Taufkleid zu schneidern, nicht erbaut gewesen. Und so blieb das Brautkleid über die Jahrzehnte erhalten. Nur der Schleier ging kaputt.

„Es passte gut. Das Kleid, das Bild, die Braut“, freut sich die Museums-Mitarbeiterin. Nicht nur ihre Schwiegermutter war mit 24 Jahren eine zarte Braut. Für die Ausstellung der Brautkleider von anno dazumal benötigte Petra-Maria Schark „die kleinsten Kleiderpuppen, die ich bekommen konnte. Größe 34.“

Das älteste der rund zehn Kleider der Ausstellung ist die Nachbildung eines Brautkleides aus der Oldesloer Kurbadzeit – von vor mehr als 100 Jahren. Das Regency-Kleid erwarb Schark von einer Schneiderin. „Wir wollen zeigen, wie sich die Brautkleider verändert haben“, sagt Schark. Und so ist auch das braune Kleid einer Kriegsbraut zu sehen. Oder schwarze Brautkleider, die damals im ländlichen Bereich als „gutes Kleid“ zur Aussteuer gehörten. Ein schwarzes Kleid für alle Fälle. Mit weißem Schleier zur Hochzeit. Und als schwarzes Kleid bei Trauerfällen. Weitere Brautkleider sind auf den Hochzeitsbildern zu sehen, die die Oldesloer aus alten Familienalben für das Museum hervorkramten.

Die Knochen-Werkstatt von Oldesloe

In einer Vitrine im Heimatmuseum werden erstmals die dokumentierten Funde der Parallelgrabung bei den Bauarbeiten am Pastorat Kirchberg 7 gezeigt.

Entdeckt wurde eine Knochenwerkstatt aus dem 12. Jahrhundert, in der einst Knochenkämme gefertigt wurden. Petra-Maria Schark: „Wir gehen immer noch von einer Burganlage aus.“ Bisher spreche nichts dagegen. Die Funde decken sich mit den Angaben zur Burg aus dem „Bangert“ über Oldesloes Geschichte. Das älteste Fundstück stammt aus der Jungsteinzeit, so Museums-Mitarbeiter Andreas Ahne. Ein halber Quadratmeter Abfälle aus der Flintherstellung wurden gefunden, dazu Fragmente von geschliffenen Flintbeilen. sus

Internationaler Museumstag im Schloss Ahrensburg

Ahrensburg Traditionell gibt es zum Internationalen Museumstag an diesem Sonntag im Schloss Ahrensburg immer ein großes Programm. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung wegen der Umbaumaßnahmen leider ausfallen, dafür gibt es 2016 jetzt in neuem Glanz wieder ein attraktives Angebot: Besucher können das Schloss auf allen fünf Etagen, vom Keller bis zum Dachboden, erleben und besichtigen.

Unter dem Motto „Verborgene Schätze“ finden alle 45 Minuten ab 11.30 die beliebten Dachbodenführungen statt, bei denen nicht nur die imposante Dachkonstruktion beeindrucken, sondern auch interessante Fundstücke und ein toller Ausblick aus dem Turmfenster.

Weitere Führungen durch den Schlosspark um 12 und 15 Uhr, Baumsolitäre, barocke Lindenreihen und ein Naturdenkmal – der Schlosspark birgt interessante Pflanzen und Geschichten.

Gemäldeführung: „Schräge Vögel und schrullige Charaktere“ um 13 und 15 Uhr. Anekdoten und Geschichten zu verschiedenen Porträts im Schlossmuseum.

Umbauführung um 14 Uhr: Die Sanierung des Schlosses ist beendet. Was wurde eigentlich in den vergangenen sechs Jahren gemacht? Und warum?

Musik im Museum: Im Gartensaal erklingt Musik.

Mit Reifrock und Wams: Eine Rokokodame und drei Musketiere wandeln durch die Räume. Eine Restauratorin zeigt ihr Handwerk: Was muss man tun, um Altes dauerhaft zu bewahren?

Restauratoren zeigen ihre Kunst mit verschiedenen Materialien und Objekten.

Klöppeln, die alte Spitzenkunst: So wurden früher feine Spitzen nur per Hand hergestellt – Vorführung im ersten Obergeschoss im „Großen Schlafzimmer“.

Susanna Fofana

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