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Stormarn Musikalische Weltenbummler nehmen Fans mit auf die Reise
Lokales Stormarn Musikalische Weltenbummler nehmen Fans mit auf die Reise
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20:56 13.11.2017
Der Spaß an der Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Trommelgruppe „Zuschlag“, zu der Rainer Kuske, Doris Rickmers, Mustafa Sorour, Joachim Schmidt, Frank Brzenczek, Richard Berkowski, Heike Schmidt, Gila Gille und Alexander Witsch (v. l.) gehören. Auf dem Foto fehlen Tilman Rickmers und Marco Schmidt. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Reinfeld

Zur Feier des Tages gibt es ein Geburtstagskonzert in der Aula des Schulzentrums. In Reinfeld dürfte es keinen Menschen geben, der die Percussiongruppe „Zuschlag“ nicht kennt. Sollte doch jemand dabei sein, dem sei versichert: Von einer reinen Trommelgruppe, die vor genau 20 Jahren aus dem Volkshochschulkurs „Einführung in das Trommeln für Anfänger und Fortgeschrittene“ entstanden ist, ist die Band inzwischen weit entfernt.

„Am Zuschlag“ heißt nicht nur der Bahnübergang in Reinfelds Mitte, sondern auch eine Band, die mittlerweile zur Karpfenstadt gehört wie das Wappentier selbst. Am 18. November haben die Bandmitglieder einen triftigen Grund zum Feiern: „Zuschlag“ wird 20 Jahre alt

Vielmehr hat der damalige Kursleiter und Bandleader Richard Berkowski aus der einstigen Trommelgruppe eine Band geformt, in der schon lange nicht mehr nur der Rhythmus tonangebend ist. Wenn sie nicht gerade Trommeln, andere Schlaginstrumente oder ein Heulrohr erklingen lassen, sind es Doris Rickmers am Bass, Rainer Kuske an der Gitarre, am Bass, Banjo oder am Midi-Horn, Heike Schmidt an der Melodica oder der Thin-Whistle und Alexander Witsch am Gesangsmikrofon, die das Repertoire zu einem musikalischen Leckerbissen werden lassen.

Vom Alter her ist die Band breit aufgestellt. Der jüngste Musiker ist in den 20ern, der älteste, Mustafa Sorour, ist 67 Jahre alt. Er ist von der ersten Stunde an dabei, hat sogar den VHS-Kurs vor 20 Jahren mitgemacht. Auch die Familie des gebürtigen Ägypters ist musikalisch. „Mein Sohn und meine Tochter sind allerdings in der klassischen Musik zu Hause. Ich bin mehr nach Richard gekommen“, verrät Sorour, dessen Name „Freude“ bedeutet. Und die hat er, wenn er mit „Zuschlag“ auf der Bühne steht. Egal ist dann, ob er kraftvoll das Fell irgendeiner Trommel schlägt, oder mit der Triangel zarte Töne erklingen lässt.

40 Lieder hat die Band in petto, darunter Bekanntes aus dem schier unerschöpflichen Fundus der Weltmusik, aber auch so außergewöhnliche Arrangements wie Michael Jacksons „Black or White“ als Bossa Nova oder „Dreiklang-Dimensionen“ der Band „Rheingold“, die ihren Ursprung zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle hatte.

„Mit unserer Musik bewegen wir uns in der ganzen Welt“, erzählt Richard Berkowski, der außerdem mit einigen anderen Formationen auf der Bühne steht. So ist er Mitglied der Bands „Rhythmus, Booze &

Partner“, „Gran Torino“, „Kammerpop“, „Jasper Vogts Hafenmusikanten“ und des „Patrick-Farrant-Trios“. Seine Handschrift ist in nahezu allen „Zuschlag“-Arrangements zu finden. Dabei setzt der Musiker, Satiriker und Radiomoderator auf Abwechslung. Reine Percussionstücke wechseln sich mit Liedern ab, in denen Bass, Gitarre und Querflöte den Ton angeben. Karibische und brasilianische Rhythmen stehen neben Ausflügen nach Irland oder Nordafrika. Der Karneval in New Orleans wird ebenso besucht wie die südafrikanischen Townships. Dabei werden im Laufe eines Abends über hundert verschiedene Instrumente zum Klingen gebracht.

Für das Jubiläum haben die elf Musiker, von denen die Hälfte als Gründungsmitglieder von Anfang an dabei sind, ein Programm mit den besten Stücken aus 20 Jahren zusammengestellt. Dazu kommen einige Premieren und es werden auch Überraschungsgäste auf der Bühne erwartet.

Von Petra Dreu

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