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Nach 43 Jahren: Launiger Abschied für Hans-Peter Lippardt

Reinfeld Nach 43 Jahren: Launiger Abschied für Hans-Peter Lippardt

Bewegende Dankesworte an den Reinfelder Ex-Bürgervorsteher. Der möchte aber gern noch die versprochene Bahnbrücke eröffnen.

Reinfeld. „Mein Gott, konnte dieser Mann penetrant sein“. So launig wie herzlich formulierte Schleswig-Holsteins früher Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) seinen Abschied für Hans-Peter Lippardt, den gerade eben Ex-Bürgervorsteher von Reinfeld. Wie ein halbes Dutzend weiterer Redner würdigte Wiegard die Ausdauer, Hartnäckigkeit und Verlässlichkeit, mit der Lippardt die Interessen von Reinfeld verfochten hat.

Es war ein stimmungsvoller Festakt mit prominenten Gästen gestern im Rathaus von Reinfeld, das Lippardt am 15. Mai 1970 zunächst als bürgerliches Mitglied des Jugend- und Sport-Ausschusses betreten hatte. Seither war er 43 Jahre Stadtvertreter und Mitglied eines jeden Ausschusses, den die Kommunalpolitik kennt. Doch seine Liebe gehörte der Stadtentwicklung, wie Bürgermeister Gerhard Horn in seiner Laudatio hervorhob. Er verwies auf das enge Vertrauensverhältnis, das ihn mit dem Bürgervorsteher zehn Jahre verbunden hat, dessen absolute Verlässlichkeit und die perfekt funktionierende Arbeitsteilung zwischen dem Repräsentanten der Stadt und der Verwaltung. Lippardt sei „ein Reinfelder mit Herz und Verstand, wie wir ihn in dieser Form wohl nicht mehr finden werden“.

Er dankte ihm „im Namen aller Reinfelder“ und schloss seine herzliche Rede mit den Worten: „Nimm die Politik in Reinfeld gelassen wahr, und wenn du magst, dann rede mit.“

Es glaubt wohl keiner, dass der 76 Jahre alte Kämpfer sich gänzlich aufs Altenteil zurückziehen wird. Einen Herzenswunsch hat er nämlich noch: Er wollte immer die Brücke über die lang geplante Bahntrasse in Reinfeld eröffnen. Horn bot ihm an, das irgendwann einmal gemeinsam mit ihm zu tun.

Sigrid Dassow, zehn Jahre Stellvertreterin Lippardts, wurde von Rührung übermannt, als sie ihr Abschiedsgedicht vortrug, sie reimte und weinte.

Lippardt selbst blickte humorvoll und unverhohlen stolz auf das Geleistete zurück. Er habe Geduld und das Nachgeben erlernen müssen, sagte er, aber Ausdauer und Respekt vor demokratischen Entscheidungen seien unabdingbar im politischen Geschäft.

LN

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