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Stormarn Nach Großfeuer: Landwirte in Stormarn zeigen, wie man im Norden zusammenhält
Lokales Stormarn Nach Großfeuer: Landwirte in Stormarn zeigen, wie man im Norden zusammenhält
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11:13 31.05.2016
Landwirte aus dem Umkreis helfen dabei, die Kühe zu melken. Quelle: Peter Wüst
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Langelohe

Nach dem Ende der Löscharbeiten fand das Drama noch kein Ende. Zwar konnten 70 Kühe vor den Flammen gerettet und auf eine Weide geführt werden, doch das Großfeuer in der Hauptstrasse hat auch die gesamte Logistik des im Norden sehr bekannten Bauernhofes zerstört, und auf dem Gelände gab es keinen Strom.

Damit waren auch die Melkmaschinen ohne Funktion. Werden Kühe nicht gemolken, führt dies für die Tiere zu einer lebensgefährlichen Situation. Doch die Landwirte in Stormarn zeigten, dass man im Norden zusammenhält, sagte Landwirt Christian Fischer, sichtlich gerührt.

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Die Feuerwehr musste am Montag zu einem Großeinsatz in Brunsbek ausrücken. Ein Bauernhof stand in Flammen.

Rund 20 Bauern hatten sich auf den Weg gemacht, um ihrem in höchste Not geratenem Kollegen zur Seite zu stehen.  Währenddessen rückte auch das THW und sorgte mit  Stromaggregaten für Licht. Landwirt Christian Fischer blickt nach vorn und will alles dransetzen, damit der seit über 250 Jahren in Familienhand geführte Betrieb auch in der Zukunft weiter Bestand haben wird.

Wie erfolgreich man bei dieser Arbeit ist, beweist ein Blick auf die Weide. Denn unter den 70 gestrandeten Rindern befindet sich mit „Nanina“ auch der „Grand Champion Schleswig-Holsteins“, also die offiziell schönste Kuh im hohen Norden. Ihre Milch wird auch an der sogenannten Milchtankstelle direkt am Hof verkauft – eine erfolgreiche Innovation in Zeiten extrem niedriger Milchpreise.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren 13 Feuerwehren mit 175 Feuerwehrleuten im Einsatz. Nach ersten Schätzungen soll die Schadenshöhe zwischen 750 000 und einer Million Euro betragen. Zwei Bewohner hatten sich bei dem Brand leicht verletzt. Ein Feuerwehrmann verletzte sich ebenfalls leicht bei den Löscharbeiten. Zur genauen Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizeistelle Ahrensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

rtn

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