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Nach zehn Sekunden war sie Anne Frank

Bargteheide Nach zehn Sekunden war sie Anne Frank

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Bargteheide. . Gerade hat man Lea van Acken zwei Stunden lang als Anne Frank auf der Kinoleinwand gesehen, da steht sie plötzlich live im Kino: Am Sonntag waren Regisseur Hans Steinbichler und die Hauptdarstellerin ins „Cinema Paradiso“ im Kleinen Theater in Bargteheide gekommen, um ihren neuen Film vorzustellen. „Wir sind das einzige Kino in Schleswig-Holstein, bei dem zur Premiere Regisseur und Hauptdarstellerin dabei sind“, freut sich Kinobetreiber Hans-Peter Jansen. Sein immer wieder ausgezeichnetes Kinoprogramm hatte die Filmemacher überzeugt.

LN-Bild

. Gerade hat man Lea van Acken zwei Stunden lang als Anne Frank auf der Kinoleinwand gesehen, da steht sie plötzlich live im Kino: Am Sonntag waren Regisseur Hans ...

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Da passt der Film „Das Tagebuch der Anne Frank“ gut ins Programm, der das Leben des jüdischen Mädchens beschreibt, das sich zur NS-Zeit in einem Amsterdamer Hinterhaus verstecken musste, bis es dann doch entdeckt wurde und im KZ umkam. „Das war ein belastender Stoff“, erklärte Lea van Acken, die sich zusammen mit Steinbichler am Ende des Films den Fragen der Zuschauer stellte. „Es war gut, dass ich nach Drehende noch zwei Wochen Ferien hatte. Ich musste erst einmal wieder im Alltag ankommen.“

Der spielt sich in der Nähe von Bad Segeberg ab, wo die 17-Jährige zur Schule geht. „Demnächst wollen wir uns den Film mit dem ganzen Jahrgang ansehen“, erklärt sie. Vor der Rolle habe sie Respekt gehabt. „Ich habe vorher Briefe an Anne geschrieben, um einen Bezug zu ihr zu bekommen, war in dem Hinterhaus in Amsterdam und in Bergen-Belsen. Als Schauspielerin gibt man der Rolle auch etwas von sich.“ Am schwersten sei ihr die Szene gefallen, als ihre Haare geschoren wurden. „Da sind ich und die Rolle eins gewesen, die Grenzen sind verschwommen.“ Das instinktive Erfassen von Annes Persönlichkeit war es auch, was Steinbichler beim Casting überzeugte. „Ich habe nach zehn Sekunden gewusst, dass Lea Anne Frank ist“, erklärte er, „das war wie ein Blitzschlag. Sie ist ein Mensch, der den Eindruck vermittelt, als hätte er schon einen wesentlichen längeren Weg hinter sich.“

Dabei war Lea beim Dreh erst 15; so alt wie Anne Frank, als sie starb. „Ich wollte einen Film machen, in dem die Hauptdarstellerin so alt ist wie Anne es war“, betont Steinbichler. Nach den Dreharbeiten sei der Film erstaunlich aktuell geworden: „Rassismus und Ausgrenzung sind heute auch Thema, aber ich wollte nicht mit erhobenem Zeigefinger drehen, der Film spricht für sich.“ Am Ende habe er bewusst Szenen aus dem KZ verwendet. „Junge Zuschauer sollen wissen, was damals passiert ist.“ Die 43 Drehtage seien eine besondere Herausforderung gewesen, weil die U-16-Bedingungen für Lea nur wenige Stunden am Set erlaubt hätten.

„Bei den Dreharbeiten bin ich von einer Sozialpädagogin betreut worden“, erzählt die Schauspielerin. „Es war gut, dass meine Eltern nicht dabei waren, ich brauchte die zwei Welten.“ Die Zusammenarbeit sei schön gewesen, das Ganze eine tolle Erfahrung. Von den Zuschauern im Bargteheider Kino gab es viel Lob für den jungen Star, den mancher vor fünf Jahren auch schon als Komparsin bei den Karl-May-Festspielen hätte bewundern können. Ihre erste Rolle spielte sie als 14-Jährige in „Kreuzweg“. „Das war eher ein Kammerspiel“, so die Schauspielerin, „Anne war mein erster richtiger Dreh.“

Berühmte Vorlage

Das Tagebuch der Anne Frank ist eines der berühmtesten Dokumente der Zeitgeschichte. Die Aufzeichnungen, die hauptsächlich in einem Amsterdamer Hinterhaus entstanden, wo sich die jüdische Familie Frank vor den Nazis versteckte, bis sie im August 1944 entdeckt und deportiert wurde, sind in rund 70 Sprachen übersetzt worden.

Der Stoff wurde bereits mehrfach für Film, Fernsehen und Theater adaptiert. Nur Vater Otto Heinrich Frank überlebte und veröffentlichte die Aufzeichnungen seiner Tochter.

Die Unesco hat das Tagebuch 2009 in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.             Quelle: wikipedia

Von Bettina Albrod

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