Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Nagelneuer Sprinter für Hamberges Feuerwehr
Lokales Stormarn Nagelneuer Sprinter für Hamberges Feuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:20 09.12.2015
Der Mercedes Sprinter 316 CDI wiegt 3,5 Tonnen.

Welch ein Geschenk am Nikolaustag. Die Freiwillige Feuerwehr Hamberge hat ein neues Einsatzfahrzeug in der Remise. Und das ist ein besonderes Fahrzeug.

Eigentlich sollte das inzwischen 23 Jahre alte Mehrzweckfahrzeug nur ersetzt werden, aber dank einer Kooperation mit dem Kreis Stormarn wurde daraus ein halbes Mehrzweckfahrzeug und ein halber Einsatzleitwagen. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Stolze 75000 Euro kostet der neue Mercedes Sprinter 316 CDI mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Der Motor treibt das Gefährt mit seinen 163 Pferdestärken voran und das 7-Gang-Automatikgetriebe schaltet butterweich von einem in den nächsten Gang. Natürlich erreicht das Auto die Abgasnorm der Stufe Euro 6. Acht Personen finden im den Auto Platz. Im Fonds ist ein Tisch eingebaut, an dem mehrere Einsatzkräfte gut arbeiten können. Ihnen steht eine erweiterte Funkausstattung zur Verfügung. Derzeit sind noch ein 4m-Band und zwei 2m-Band Funkgeräte verbaut. Allerdings ist die Technik schon für den kommenden Digitalfunk vorbereitet. Auf einem Monitor können Einsatzskizzen, Lagepläne und alle wichtigen Daten präsentiert werden, die über einen Laptop eingegeben werden. Außerdem stehen ein Farblaserdrucker und ein Tablet-PC sowie ein Mobiltelefon zur Verfügung. Über dass Telefon kann ein Hot-Spot für eine W-Lan Verbindung eingerichtet werden. Ein Notfallrucksack für die medizinische Erstversorgung, ein 2KW-Stromerzeuger sowie ein Feuerlöscher und ein Halligan-Tool komplettieren derzeit die Ausrüstung.

Blaue LED-Frontblitzer, eine Blaulichtanlage mit neuester LED Technik und ein LED Warnbalken am Heck sorgen dafür, dass das Feuerwehrauto im Einsatz nicht übersehen werden kann.

„Jetzt weiß ich, warum ich immer fahren musste, wenn wir nach Wesenberg zum Schießen gefahren sind“, lachte Bürgermeister Paul-Friedrich Beeck. Er fahre aber auch in Zukunft gern wieder, aber dann nicht mit dem Löschgruppenfahrzeug LF8. Er habe den Wink mit dem Zaunpfahl wohl verstanden, so der Bürgermeister. Außerdem sei er dem Kreis für den Zuschuss in Höhe von 30000 Euro außerordentlich dankbar.

„Die Feuerwehr kann nicht mit plünnigem Gerät arbeiten oder fahren“, machte Kreispräsident Hans-Werner Harmuth deutlich. „Eine Kostenbeteiligung und eben keine Förderung ist der richtige Weg. Auch dieses Auto ist Teil der Stormarner Erfolgsgeschichte“, so Harmuth.

Das neue Fahrzeug ist kein Normfahrzeug und daher nicht förderfähig aus Mitteln der Feuerschutzsteuer. Mit einer Förderung gehen der Kreis Stormarn und die Wehr Hamberge einen völlig neuen Weg. Beide schlossen einen Vertrag, dass die Wehr Hamberge das neue Fahrzeug zehn Jahre lang als Einsatzleitwagen für die Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn bereit stellt. Deren Zugführer ist der Amtswehrführer des Amtes Nordstormarn, Albert Iken, der auch der Hamberger Wehr angehört. Im Rahmen der kleinen Feierstunde wurde einer der beiden stellvertretenden Amtswehrführer, Helge Trabert, zum Hauptbrandmeister mit zwei Sternen befördert.

„Die Feuerwehr
kann nicht mit plünnigem Gerät arbeiten.“
Hans-Werner Harmuth

Jens Burmester

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige