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Stormarn Naturschutzgebiet „Hoisdorfer Teiche“ wird vergrößert
Lokales Stormarn Naturschutzgebiet „Hoisdorfer Teiche“ wird vergrößert
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20:21 27.06.2013
Eine Infotafel in der Nähe des Jugendheimes informiert die Gäste.

Das Naturschutzgebiet „Hoisdorfer Teiche“ wächst. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat eine entsprechende Landesverordnung unterzeichnet, mit der das Gebiet um zwölf Hektar auf 42 Hektar vergrößert wird. Das bereits seit 1987 bestehende Naturschutzgebiet ist für viele Vogel- und Entenarten, See- und Fischadler sowie Weißstörche Lebensraum.

Im Kreis Stormarn erhöht sich die Gesamtfläche aller Naturschutzgebiete damit auf 3728 Hektar; das sind rund 4,9 Prozent der Kreisfläche, verteilt auf 17 Naturschutzgebiete.

Das Naturschutzgebiet „Hoisdorfer Teiche“ vergrößert sich um eine südlich an das bestehende Gebiet angrenzende Grünlandfläche. Sie dient als Ausgleichsmaßnahme für geplante Bauarbeiten in der Gemeinde. Weiterhin wird auch eine nordöstlich angrenzende Grünlandfläche mit dem Einverständnis des Eigentümers einbezogen. „Diese Flächen werden künftig extensiv bewirtschaftet und dienen als Pufferzone für die Entwicklung der schutzwürdigen Bereiche und als Nahrungs- und Rastflächen für Wasservogelarten“, erklärt Nicola Kabel, Sprecherin des Kieler Umweltministeriums.

Das ursprüngliche Naturschutzgebiet besteht aus mehreren flachgründigen Teichen. An den Ufern wachsen Schilf und Röhricht, kleine Laubwälder. Es ist Brut-, Durchzugs- und Nahrungsgebiet für viele Vogelarten. So brüten auf den Teichen Zwerg-, Hauben- und Rothalstaucher und im Röhrichtsaum Rohrweihe und Rohrammer. Auch zahlreiche Entenarten wie Krick-, Löffel-, Stock-, Reiher- und Schellente sowie Teich- und Blässhühner ziehen hier regelmäßig ihre Jungen groß. Außerdem kommen Höckerschwan, Graugans und unregelmäßig auch Kanadagans vor. See- und Fischadler sowie der Weißstorch nutzen das Gebiet zum Rasten und als Nahrungsbiotop. Aus botanischer Sicht seien besonders die Schlammfluren der regelmäßig trockenfallenden Teichböden interessant, so das Ministerium. Dort kommen viele Arten der Roten Liste vor, die wie der Wasserpfeffer stark gefährdet oder wie die Ei-Sumpfsimse vom Aussterben bedroht sind.

Als ehrenamtlicher Betreuer des Naturschutzgebietes ist der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur vom Land Schleswig-Holstein ernannt worden. Er erfasst regelmäßig den Brut- und Rastvogelbestand und beobachtet die Entwicklung des Gebietes.

Die Hoisdorfer Teiche bilden hinter dem Höltigbaum (558 Hektar) und dem Stellmoorer-Ahrensburger Tunneltal (339 Hektar) das kleinste der drei vom Verein Jordsand betreuten Naturschutzgebiete in Stormarn. Von den sechs künstlich angelegten Teichen werden zurzeit zwei Gewässer fischereiwirtschaftlich genutzt. Grund für die Unterschutzstellung vor 26 Jahren war vor allem der artenreiche Brutvogelbestand, besonders der Wasservögel.

Das gesamte Schutzgebiet befindet sich im Eigentum der Gemeinde Hoisdorf. Viele Besucher kommen häufig zum Spazieren hierher. „Die direkt angrenzende Bebauung und ein Jugendheim mit Badeteich erhöht den Besucherdruck noch weiter“, heißt es vom Verein Jordsand. Störungen durch Menschen, vor allem mit Hunden, sowie das Betreten der Uferbereiche und gesperrten Wege beeinträchtigten das Gebiet.

LN

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