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Stormarn Naturschutzpreis für Nabu-Filmprojekt
Lokales Stormarn Naturschutzpreis für Nabu-Filmprojekt
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21:17 29.08.2013
Udo Reichle-Röber steht hinter der Kamera. Hauptdarsteller sind die Travekids bei den Abenteuern an der Trave. Quelle: Fotos: Uwe Krog, hfr

Riesenfreude bei großen und kleinen Naturschützern vor allem in Klein-Barnitz: Heute fahren die Travekids, die in der Mehrzahl in dem kleinen Dorf neben der Trave leben, deren Eltern und Naturschützer der Nabu-Ortsgruppe Reinfeld-Nordstormarn nach Bonn. Sie nehmen dort den mit 36 500 Euro dotierten Deutschen Naturschutzpreis in Empfang.

Das Filmvorhaben „Trave-Kids auf Flusssafari“ wird ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung würdigt die elfköpfige Jury unter Vorsitz der Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Professorin Beate Jessel, einen innovativen Ansatz bei der Kommunikation von Naturschutzthemen. Das Projekt der Naturschützer Reinfeld-Nordstormarn sieht vor, gemeinsam mit Jugendlichen einen 60-minütigen Streifen über die Trave zu drehen.

Die Idee geht zu großen Teilen auf das Engagement der Klein-Barnitzerin Sabine Reichle-Röber und ihren Mann zurück. Der Filmemacher und Sozialtherapeut Udo Reichle-Röber will Kindern im Stil von Fernsehserien wie „Löwenzahn“ oder „Willi will‘s wissen“ in spielerisch verbundenen Episoden auf unterhaltsame Weise jugendgerechte Information über Natur und Geschichte sowie die Bedeutung der Trave als Lebensraum vermitteln. Für die Umsetzung erhalten die Initiatoren ein Preisgeld von 36 500 Euro.

Unterstützt wird das Filmteam mit den Travekids unter anderem von Historiker Dr. Carsten Walczok sowie Waldfreund und Musiker Burghard Beese von den Drangdüwels. Der Musiker gibt den Käpt‘n Drönbüdel, der immer Behauptungen aufstellt, deren Wahrheitsgehalt die Kinder dann an und sogar in der Trave nachgehen. „Wir machen auch Unterwasseraufnahmen“, sagt Filmemacher Reichle- Röber.

Historiker Walczok spielt den Time Traveller, den Zeitreisenden, von der Grünen Brücke im Brenner Moor den Fluss hinunter bis nach Travemünde.

Die Hauptrollen aber spielen die Kinder. Hanna (9) ist der Pfiffikus im Film. Sophie (wird heute 14, Glückwunsch) ist die Chefin der kleinen Forscherbande. Josephine (13) heißt Hollystar im Film und ekelt sich, wenn sie mal eine Alge am Fuß hat. Franka (12) trägt eine Filmbrille und tritt als schlaumeiernde Eule vor die Kamera. Und dann sind da noch Julia (12) , der Flussgeist, und Timm (13), der mit seiner Handkamera den Film im Film dreht.

Die Kinder haben schon einige Erfahrung mit solchen Projekten gemacht. Bei mehreren Ferienpass-Aktionen drehte Udo Reichle-Röber mit ihnen. Ein festes Drehbuch hat er noch nicht. Es gibt erst ein Skript, ein grobes, nicht bis ins Einzelne konkretisiertes Handlungsschema. „Zehn Episoden wollen wir drehen“, sagt er. Und Professorin Jessel ist beeindruckt: „Die Einbindung von Kindern in Planung und Realisierung des Filmprojektes gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, in eine andere Rolle zu schlüpfen und andere Perspektiven kennenzulernen. Sie lernen die Inhalte spielerisch.“

Preisgeld von Wolfskin
Bewerben um den Deutschen Naturschutzpreis können sich ehrenamtlich engagierte Einzelpersonen sowie nichtstaatliche und gemeinnützige Initiativen und Organisationen. Das von Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin gestiftete Preisgeld von 250 000 Euro dient der Umsetzung der Projekte. Weitere Informationen unter www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Uwe Krog

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