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Stormarn Variante B für Ida-Ehre-Schule favorisiert
Lokales Stormarn Variante B für Ida-Ehre-Schule favorisiert
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16:25 11.09.2018
Luftbild von Schulgebäuden der Ida-Ehre-Schule in Bad Oldesloe von der Hamburger Straße aus betrachtet. Quelle: Wobig
Bad Oldesloe

Soll die Oldesloer Festhalle einem Erweiterungsbau für die Ida-Ehre-Schule weichen? Mit dieser Frage, aber auch anderen Varianten beschäftigten sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses. Allen war indes klar, dass die Stadt nicht daran vorbeikommt, die Platznot zu beseitigen.

Architekt Sven Wobig legte zunächst dar, welche Lösungen sein Büro herausgefiltert hatte, um die fehlenden Fach- und Unterrichtsräume auf weiteren 778 Quadratmetern unterbringen zu können. In einer Tabelle hatte er zudem Vor- Nachteile einer jeden Variante skizziert und entsprechende Bonuspunkte verteilt. Vorschlag A legt nahe, den Parkplatz an der Festhalle für einen Neubau zu nutzen, was aber zur Folge hätte, dass Stellplätze an anderer Stelle ersatzweise geschaffen werden müssten. Als ungünstig erweist sich nach Einschätzung des Planers auch, dass der Neubau von den Bestandsgebäuden komplett abgeschnitten wäre. Der Vorschlag von Andreas Lehmann (CDU), das neue Gebäude so zu konzipieren, dass darunter geparkt werden könne, wurde nicht weiter verfolgt. Auch Variante D, die ein weiteres Geschoss auf Gebäude 3 vorgesehen hätte, wurde gleich fallengelassen, da die Statik des Daches diese Lösung nicht zulassen würde.

Mensabetrieb darf nicht gestört werden

Für A spreche allerdings, dass ohne Rücksicht auf andere Faktoren gebaut werden könne, legte der Planer dar. Beim Aufstocken der Mensa (Variante C) um eine weitere Etage sähe das anders aus. In diesem Fall könne zwar darauf verzichtet werden, den B-Plan zu ändern, und da es sich um ein voll funktionstüchtiges Gebäude handele, fielen auch Erschließungskosten weg, doch die Bauarbeiten würden den Mensabetrieb für mehr als ein Jahr torpedieren. „Wir sind grade mit dem neuen Betreiber auf einem guten Weg. Das wollen wir jetzt nicht wieder zerstören“, gab Annika Dietel (SPD) zu bedenken. Auch Vize-Schulleiter Sven Baumann hakte gleich ein. „450 Kinder gehen dort am Tag essen. Bei einer Bauzeit von eineinhalb Jahren ist kaum vorstellbar, den Betrieb stillzulegen“, sagte er.

Auch die Idee von Anita Klahn (FDP), doch zu schauen, ob die Turnhalle hinter der Schule nicht abgerissen werden könne, um an Ort und Stelle einen Ersatzbau zu errichten, mochte Baumann so nicht stehen lassen. „Ich bin selbst Sportlehrer und froh, dass wir die Halle haben. Sie ist noch in sehr gutem Zustand. Wenn wir sie einreißen, stehen wir ohne Alternative da“, erklärte er. Gegenwind kam auch beim Vorschlag auf, die Oldesloer Festhalle umzubauen oder gar ganz dem Erdboden gleich zu machen. Wie Bürgermeister Lembke darlegte, stellt dieser Veranstaltungsort mit etwa 400 Plätzen genau das Mittelmaß zwischen KuB-Saal (200 Plätze) und der großen Stormarnhalle (800 –1000 Plätze) dar und ist seiner Auffassung nach unverzichtbar für die Stadt.

Schulerweiterung stört Wohnungsbau nicht

Vielen Wortbeiträgen war die Zurückhaltung anzumerken, grünes Licht für einen Neubau auf einer stadteigenen Fläche im Norden der Schule zu geben (Variante B). Schließlich war das Grundstück schon seit Längerem als Option für eine Wohnbebauung in Betracht gekommen. Nach Wobigs Darstellung sprechen indes alle Argumente für diesen Vorschlag. Wie sich im Laufe des Abends herausstellte, lässt sich das L-förmige Gebäude, das der Architekt geplant hat, auch problemlos so in die Freifläche einpassen, dass dahinter durchaus noch Platz für Wohnhäuser wäre.

Das vermochte fast alle Mitglieder des Gremiums zu überzeugen. Mit Ausnahme von Anita Klahn sprachen sich letztlich alle für die Variante B aus.

Anbau auch für Klaus-Groth-Schule

Platzmangel herrscht auch in der Oldesloer Klaus-Groth-Schule. Seit dem Schuljahr 2016/2017 ist sie auf vier Züge erweitert worden. Ab 2019/2020 zeichnet sich aber ein akuter Raummangel im Bereich des nachschulischen Betreuungsangebots und der Kursangebote im offenen Ganztag ab.

Abhilfe soll ein Anbau mit vier weiteren Klassenräumen schaffen. Die Gesamtkosten für den Neubau werden mit 840 000 Euro beziffert.

 

Dorothea von Dahlen

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