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Stormarn Neue Ideen für Baugebiete in Reinfeld
Lokales Stormarn Neue Ideen für Baugebiete in Reinfeld
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08:00 28.10.2018
Am Messingschläger Teich liegt das Gebiet Dröhnhorst, das für eine Neubebauung in Frage kommt. Quelle: MATZEN
Reinfeld

Der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigte sich diese Woche mit der Wohnraumsituation in Reinfeld. Hintergrund: Ab dem nächsten Jahr wird der Flächennutzungsplan für Reinfeld neu aufgestellt. Die Politik muss bei der Neuaufstellung Zielgrößen noch in diesem Jahr festlegen. Dabei geht es um die Frage, in welchem Umfang neue Baugebiete ausgewiesen werden sollen. Zu dem Thema gibt es am 6. November um 19 Uhr in der Aula der IKS auch eine Einwohnerversammlung.

Dröhnhorst ist nicht die einzige Option

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses haben jetzt vorab Leerstände, Baulücken und freie Flächen in und um Reinfeld zusammengestellt. „Wir müssen erst mal schauen, was es insgesamt an Flächen gibt und welche davon die optimalen Bereiche sind, die man entwickeln soll“, fasst Ausschussvorsitzender Stefan Weber (SPD) die Vorgehensweise zusammen. Man dürfe sich nicht auf einzelne Areale und Grundstücke fokussieren, Ausgangspunkt müsse eine Gesamtanalyse von Reinfeld sein.

 

Stadtentwicklungsausschussvorsitzender Stefan Weber (SPD): „Dröhnhorst ist nicht die einzige Option für neue Wohnbebauung.“ Quelle: http://SebastianGerhard.de/Hfr

„Es ist keinesfalls so, dass Dröhnhorst die einzige Option ist, auch wenn der Bürgermeister das gerne so darstellt. Es gibt sowohl Flächen im Innenbereich, als auch drei Gebiete im Außenbereich“, teilt Weber mit.  

Viel Potenzial im Innen- und Außenbereich

Im innerstädtischen Raum kämen unter anderem in Betracht: freie Grundstücke an der Fohlenkoppel, An der Autobahn, Schrebergärten, Segeberger Straße/Schwarzer Teich, Rathaus-Center, Alfa Park, Freiflächen zwischen dem Bischofsteicher Weg und dem Bahnhof. Zudem gebe es Potenzial durch eine Umlegung der Marktstraße. Im Außenbereich habe der Stadtentwicklungsausschuss folgende drei Bereiche im Fokus: Nördlich Fohlenkoppel, St. Pryvé-Straße, Am Steinhof: „Da ist ein großer Acker, da kann noch ein bisschen was hin“, so der Ausschussvorsitzende. Die zweite Fläche sei das Dröhnhorst-Gebiet westlich des Klosterbergs und des Kalkgrabens. „Außerdem gibt es eine sogenannte Gemeinbedarfsfläche, die umgewidmet werden kann und die für Wohnbebauung in Frage kommt“, so Weber. Das sei ein Grundstück westlich der Lokfelder Straße, südlich der Hamburger Chaussee. „Quasi gegenüber vom Lidl-Markt an der B 75.“ Webers Fazit: „Man muss sich nicht unbedingt auf dieses eine Gebiet Dröhnhorst einschießen.“

Reinfelder schätzen das Grün und Naherholung

Bis zur nächsten Ausschusssitzung am 12. November soll die Verwaltung laut Beschluss nun Wohnbedarfe, Wohnbestand, Flächenpotenziale und Konsequenzen noch einmal genau analysieren. Weber: „Die Idee ist, dass man hinterher mit diesen Informationen und dem Ergebnis aus der Einwohnerversammlung eine zielgenaue Planung macht.“ Wohnbedarf sei wichtig und richtig, so Weber. „Aber wir müssen aufpassen. Die Reinfelder mögen ihre Stadt vor allem auch deswegen, weil es viel Grün und Naherholungsmöglichkeiten gibt.“ Deshalb Webers persönliche Meinung: Man müsse zwar den Wohnbedarf decken und solidarisch mit der Gesamtbevölkerung seinen Beitrag zur Bebauung leisten. Der Beitrag müsse aber festgelegt werden. „Auf Basis der Analyse muss man gucken, wie das in die Gesamtstadtplanung passt. Da sollte nicht das Argument sein: Da gibt es einen Bauer, der möchte gerne 40 Hektar loswerden.“

Weber plädiert dafür, im Außenbereich kein riesiges Neubaugebiet an einer Stelle zu schaffen. Sein Argument: „Den Menschen, die bereits jetzt dort leben, würde man die Naherholung nehmen. Sie müssen weit laufen, bis sie wieder an einer Grünfläche sind.“ Stattdessen hält der SPD-Politiker es für eine bessere Lösung, auf den drei in Frage kommenden Außenarealen drei kleinere Neubaugebiete zu planen. „Den Blick ins Grüne als Einzelprivileg – darum geht es nicht. Wenn einer am Feldrand wohnt und Bebauung vor seine Tür kommt, das ist halt Pech. Damit muss man leben. Aber ich kann verstehen, wenn man nicht auf einen Schlag 30 Hektar Neubaugebiet vor der Nase haben möchte. Vor allem, wenn es nicht unbedingt nötig ist.“ Alle für Weber in Frage kommenden Außenflächen hätten ihre Vor- und Nachteile. Fohlenkoppel sei die mit Abstand ruhigste Wohnlage. „Da ist keine große Lärmbelästigung.“ Im Gebiet Dröhnhorst habe man eine Lärmproblematik durch die Bahnstrecke und die B 75. „Lärm haben wir auch auf der Fläche westlich der Lokfelder Straße durch die Autobahnnähe. Aber dafür ist das Gebiet extrem verkehrsgünstig gelegen und zugleich nah an der Innenstadt.“ Stefan Weber sieht bei allen drei Arealen gute Möglichkeiten, voranzukommen und gleichzeitig die Naherholungsmöglichkeiten in Reinfeld weitestgehend zu erhalten.

Britta Matzen

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