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Neue Intensiv-Station geht bald in Betrieb

Bad Oldesloe Neue Intensiv-Station geht bald in Betrieb

Die Oldesloer Asklepios-Klinik will die Betreuung schwer kranker Patienten mit Sepsis oder Infarkt weiter verbessern- Anfang Februar ist die Sanierung des Westflügels abgeschlossen:

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Scharen sich um einen Dummy im provisorisch eingerichteten Zimmer: Diethardt Jopich, Dr. Susanne Becker und Dr. Rolf Busack (v.l.).

Bad Oldesloe. Noch verrichten dort Handwerker letzte Arbeiten, Anfang Februar schon zieht die Intensivstation in den bereits sanierten Westflügel der Oldesloer Asklepios-Klinik ein. „Der Bau liegt in den letzten Wehen. Es werden noch Löcher gebohrt und Kabel verlegt, aber dann geht es los“, sagte gestern Dr. Rolf Busack, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin.

Der Umzug stellt ein logistisches Meisterstück dar und wird generalstabsmäßig vorbereitet. Denn die Station wechselt bei laufendem Betrieb vom dritten Stock in die zweite Etage. Jeder Handgriff, jeder Ablauf muss wohl überlegt sein, damit die medizinische Versorgung der schwer kranken Patienten auch während dieser Phase abgesichert und zu keinem Zeitpunkt unterbrochen ist.

„Wir schaffen ideale Voraussetzungen für eine verbesserte Versorgung von Schlaganfall- und Herzinfarkt-Patienten“, sagt Klinik-Geschäftsführer Andreas Reichardt. Auch Ärzte und Pflegepersonal können es laut Dr. Busack kaum erwarten, ihre Arbeit in den neuen Räumen aufzunehmen. Mobiliar und Bausubstanz des alten Trakts waren ihm zufolge seit 20 Jahren nicht mehr instandgesetzt worden und bedurften dringend einer Modernisierung. Die technischen Geräte seien zwar stets auf den aktuellen medizinischen Stand gebracht worden, aber ab Februar entsprächen dann auch die Betten und die komplette Ausstattung der Abteilung zeitgemäßen Ansprüchen. Laut Dr. Busack geht zudem ein neues System der Blutwäsche in Betrieb, das bei Nierenversagen eingesetzt wird und die Klinik unabhängig von Dialysepraxen macht. Denn Menschen mit instabilem Kreislauf, die dauerbeatmet werden müssten, seien nicht transportfähig, sagt der Chefarzt. Eine neue Monitor-Anlage mit zahlreichen Funktionen gehe auch an den Start.

Abgesehen davon fügt sich die Intensivstation nun in ein neues Gebäudekonzept ein. Drei OP-Säle der Klinik und alle Abteilungen mit erhöhtem Aufwand an Betreuung, die ein erhöhtes Maß an Hygiene erfordern, werden auf der zweiten Etage konzentriert. Die Intensivstation ist später im Westflügel angesiedelt, die OPs mit Aufwachbereich in der Mitte und im Ostteil der Klinik die so genannte Immediate Care (IMC). Dorthin werden Patienten verlegt, die nicht mehr beatmet oder an andere lebenserhaltende Geräte angeschlossen werden müssen, aber noch einer besonderen Betreuung bedürfen, bevor sie auf die Normalstation kommen. Im Sommer wird die Zahl der Betten in der IMC von bislang zehn auf 18 erhöht. Auf diese Weise soll die Intensiv-Station entlastet werden.

Da es demnächst außer zwei Doppelzimmern auch vier Einzelzimmer gibt, kann die Klinik nun auch mehr Sepsisfälle gleichzeitig behandeln. Bislang sei gleich ein komplettes Zweibettzimmer blockiert gewesen, wenn ein Patient mit einem gefährlichen Erreger eingeliefert wurde, erläutert der Chefarzt. Denn um die Ausbreitung von multiresistenten Keimen zu unterbinden, müssten die Erkrankten unbedingt isoliert liegen. Künftig lasse sich die Bettenkapazität im Intensivbereich um zehn bis 15 Prozent besser ausnutzen.

Da die Rund-um-die-Uhr-Betreuung auf der Intensivstation sehr viel Personal bindet, stellt die Klinik zudem 17 neue Fachkräfte im Bereich Intensivpflege und Anästhesiemedizin ein. Laut Stationsleiter Diethard Jopich sind bereits alle Planstellen besetzt.

Vor eineinhalb Jahren wurde übrigens mit dem Umbau der Oldesloer Asklepios-Klinik begonnen. Im März soll das Bettenhaus fertig werden und im Sommer die IMC. Komplett abgeschlossen ist die Modernisierung voraussichtlich im Frühjahr 2017. Andreas Reichardt zufolge kostet die Sanierung insgesamt 14 Millionen Euro. Gefördert werde das Projekt mit sieben Millionen Euro, sagt er. Die Klinik übernehme einen Eigenanteil von 50 Prozent.

Rund um die Uhr ganz aufmerksam betreut
650 Patienten werden jährlich rund um die Uhr auf der Intensivstation in der Asklepios-Klinik behandelt. Darunter sind etwa Fälle von Sepsis, Schlaganfall, Herzinfarkt oder schwere Lungenentzündung.
8 Fachärzte für Anästhesie und Intensivmedizin sind derzeit in der Klinik tätig sowie drei Ärzte in Weiterbildung. 17 neue Fachkräfte für Intensivpflege und Anästhesiemedizin werden ab Februar auf der neuen Intensivstation arbeiten.
18 Betten wird es später in der Intermediate-Care-Station geben, im Intensiv-Bereich sind es zwei Doppel- und vier Einzelzimmer.
2017 im Frühjahr soll die Sanierung der Asklepios- Klinik beendet sein. Der Umbau kostet insgesamt 14 Millionen Euro.

Dorothea von Dahlen

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