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Stormarn Neue Masche: Mützen selbst entwerfen
Lokales Stormarn Neue Masche: Mützen selbst entwerfen
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20:54 12.10.2016
Steffi Kremser muss viel häkeln, um ihre Kunden mit Mützen zu versorgen. Noch schafft sie es alleine. Quelle: Oda Rose-Oertel
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Reinfeld

Steffi Kremser steht auf Mützen. Aber nicht wie andere Menschen. Es ist eher so etwas wie eine Leidenschaft. Dabei war der Ursprung ein ganz pragmatischer Gedanke beim Klettern in den Bergen. „Mein Mann und ich sagten eines Tages, wir brauchen mal gute Mützen“, so die 31-Jährige. Nämlich Mützen, in denen man als Sportler nicht schwitzt, und die dazu noch modern und schick sind. Am liebsten auch noch individuell.

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Steffi Kremser muss viel häkeln, um ihre Kunden mit Mützen zu versorgen. Noch schafft sie es alleine.

 So fing es an, und die gelernte Krankenschwester und junge Mutter machte sich ans Häkeln. „Mit Karopapier habe ich mir Muster ausgedacht, verschiedene Wollsorten ausprobiert, irgendwann kamen dann Anfragen aus dem Familien- und Freundeskreis“, erzählt die sportliche Reinfelderin.

Inzwischen hat sie ihre eigene Website, auf der sie nahtlos gehäkelte Beanies ihres Labels „San’kaj“ (zusammengesetzt aus den Namen des Ehepaares) mit hohem Baumwollanteil in verschiedensten Farben und Formen sowie mit individuellen Mustern anbietet, für kalte Tage auch mit Fleece-Fütterung oder Ohrenklappen. Der Clou: Wer möchte, kann sich die persönliche Mütze am Computer selbst konfigurieren und sieht sofort anhand des 3-D-Modells auf dem Bildschirm, wie die Mütze einmal aussehen wird. Die Kunden können ihre Wünsche aber auch direkt an Steffi Kremser leiten oder sich von ihr beraten lassen. Die Entwürfe werden dann so lange hin- und hergeschickt, bis das perfekte Modell kreiert ist.

„Das gab es in dieser Form noch nicht auf dem Markt“, sagt Kremser, „da bin ich schon ein bisschen stolz drauf.“ Die Website habe sie selbst gebaut, am meisten Arbeit habe der Konfigurator gemacht – „ein halbes Jahr habe ich dafür gebraucht.“ Seit drei bis vier Jahren häkelt sie nun schon und hat bis zu 100 Mützen gefertigt, den Konfigurator gibt es jetzt rund ein Jahr. „Zum Winter hin rechne ich wieder mit mehr Aufträgen“, so Kremser, „schon jetzt habe ich Kunden aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz.“ Bisher habe sie die Arbeit noch allein bewältigen können, nur einmal vor Weihnachten habe ihr Mann Jochen eine Runde mithäkeln müssen. „Für eine Mütze brauche ich je nach Aufwand zwei bis sechs Stunden“, so die gertenschlanke, blonde Frau. Das habe natürlich seinen Preis.

„In Reinfeld laufen schon zwei, drei Familien mit meinen Mützen herum“, lacht die ehrgeizige Geschäftsfrau, die wie ihr Mann eigentlich aus Hamburg stammt. Steffi Kremser will ihren Kundenkreis jetzt gezielt stetig erweitern und ihre Beanies noch bekannter machen. „Ich möchte zum Beispiel die Surferläden in der Umgebung ansprechen“, so ihre Idee, „aber auch im Urlaub in Tirol etwas mitnehmen für die Bergsteiger.“

Die eigene Begeisterung für die „San’kaj“-Mützen dürfte dabei auch andere anstecken. „Es macht mir richtig Spaß“, strahlt Steffi Kremser. Natürlich trägt die ganze Familie ihre Mützen, vom Kind bis zum Mann, denn: „Man ist damit immer ein Hingucker.“

Trendige Kopfbedeckung

Der englische Begriff „Beanie“, quasi eine Pudelmütze ohne Bommel, bezieht sich laut Wikipedia vermutlich auf „bean“ (Bohne), eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Kopf. Heute sind Beanies vor allem unter Kindern und Jugendlichen beliebt und besonders in der Skateboard- und Snowboardszene verbreitet, aber auch in der Hip-Hop-Szene-Szene. oro

• Steffi Kremser bietet auf ihrer Website www.mysankaj.com auch Gutscheine für Mützen an.

 Oda Rose-Oertel

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