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Neue Stromkästen: Sicherheit für Reinfeld und die Dörfer

Reinfeld Neue Stromkästen: Sicherheit für Reinfeld und die Dörfer

Schleswig-Holstein Netz stellt sein Umspannwerk vor, das 25 000 Stormarner versorgt.

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Noch ohne Hochspannung: Bürgermeister Heiko Gerstmann (l.) und Bürgervorsteher Gerd Herrmann inspizieren einen Steuerungsmischer.

Reinfeld. Bürgervorsteher Gerd Herrmann und Bürgermeister Heiko Gerstmann riskierten einen Blick auf den Steuerungsmischer: Das also ist eine der neuen technischen Einrichtungen, mit denen der Strom in der Stadt Reinfeld und im Amt Nordstormarn sowie in einigen Orten des Amtes Bad Oldesloe-Land verteilt wird. Die Schleswig-Holstein Netz stellte jetzt ihr mit einer Investition von insgesamt 1,5 Millionen Euro erneuertes Umspannwerk vor.

Noch allerdings ist es nicht ganz so weit — die Anlage ist nämlich noch außer Betrieb. „Wir haben noch einige Restarbeiten zu erledigen, die etwa drei bis vier Wochen dauern werden“, betonte Carsten Hack, technischer Netz-Leiter für Stormarn. Nach dem aktuellen Kälteeinbruch lasse sich auch kein exaktes Datum nennen. „Die Arbeiten ruhen zurzeit. Wir können erst weitermachen, wenn es keinen Dauerfrost mehr gibt“, erläuterte Niels Knüppel, der Netz-Projektleiter für den Kreis.

Auf den Strom aus der Steckdosen muss allerdings weiterhin niemand verzichten. Während der seit rund neun Monaten laufenden Umbauarbeiten versieht nämlich eine mobile Schaltanlage auf dem Gelände am Reinfelder Weddernkamp ihren Dienst. Sie hat nach Angaben der Schleswig-Holstein Netz einen Wert von 500000 Euro und sorgt für die Stromverteilung in der Region mit seinen rund 25000 Einwohnern.

Der Betreiber des Stromnetzes hatte mit Bedacht den Besichtigungstermin gewählt, den neben Bürgervorsteher Herrmann und Bürgermeister Gerstmann weitere Kommunalpolitiker wahrnahmen. Steht das neue Umspannwerk unter Strom, dann ist hier der Zutritt strengstens verboten. Immerhin geht es um zwei Anlagen mit Kapazitäten von 30000 Volt und 11000 Volt schalten. Um selbst im Betriebsfall hält sich niemand in den Räumen auf, die von der Netz-Zentrale in Rendsburg überwacht werden. „Nur bei Störungen kommen unsere Mitarbeiter vorbei“, erklärte Carsten Hack. Natürlich gebe es in regelmäßigen Abständen eine Wartung und Inspektion.

Eine Störung könnte ein Brand sein — doch da sorgte Projektleiter Knüppel bei den Aktiven der Reinfelder Feuerwehr, die mit Gemeindewehrführer Torben Struck an der Spitze gekommen waren, für Beruhigung: „In dem Neubau kann nichts Feuer fangen. Er ist nach modernsten Gesichtspunkten errichtet worden.“ Theoretisch denkbar sei ein Schwelbrand. „Dafür haben wir eine Entlüftungsanlage“, so Niels Knüppel. Und garantiert werden, dass Feuerwehrleute das Gebäude nur betreten könne, wenn der Strom komplett abgeschaltet sei. Ohnehin dürfe kein Wasser eingesetzt werden. Es gebe für den Notfall Löschgeräte mit Kohlendioxid.

Das neue Umspannwerk soll nach Angaben der Schleswig-Holstein Netz die Versorgungsicherheit im Norden Stormarns optimieren. „Mit den neuen Schaltanlagen können wir den Strom in Reinfeld und den umliegenden Gemeinden besser umschalten und im Falle einer Störung Ausfallzeiten minimieren“, erklärte Netzcenter-Leiter Hack. Sollte der Energiefluss im Netz doch einmal unterbrochen sein, könnte der Betreiber problemlos auf das Umspannwerk in Bad Oldesloe umschalten, um den Strom zu liefern.

16 Anlagen im Kreis
Die Schleswig Holstein Netz betreibt betreibt ein engmaschiges System mit Leitungen, die den Strom in Haushalte und Unternehmen liefert. Das Unternehmen verkauft allerdings keine Energie.
Dafür müssen sich die Verbraucher ihre Lieferanten suchen. In Stormarn existieren insgesamt 15 Umspannwerke. Nach aktuellen Plänen soll jetzt die Anlage in Lübeck-Niendorf saniert werden. Sie hat für die Versorgungssicherheit im Norden Stormarns wichtig. Dann kommt das Werk in Bargteheide an die Reihe.

Michael Thormählen

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